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Stand vom:
15.05.2022

Gültigkeit ab:
19.04.2022

Aktualisierung am:
15.06.2022

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Betriebsleiter Produktion im Interview

Die Wenner-Redaktion im Dialog mit Herrn Lazar Cvetkovic

Wenner-Redaktion
Guten Tag, Herr Cvetkovic. Sie sind Betriebsleiter der Produktion. Was darf man sich unter Ihrem Aufgabengebiet vorstellen?

Lazar Cvetkovic
Als Leiter ist es natürlich meine Aufgabe, dass die Produktion in all ihren Bereichen und Prozess-Stufen reibungslos von statten geht. Dafür ist ein ständiges Controlling und die Steuerung der Prozesse Grundlage. Zu den Prozessen gehören u. a. Rohwarenbeschaffung, Lagerabläufe und -bestände im Blick haben, die gesamte Ablauflaufplanung inkl. Maschinen- und Personaleinsatzplanung. Dabei muss auch immer die Funktionalität der einzelnen Maschinen im Blickfeld sein, also auch deren Wartung.

In Bezug auf die Personaleinsatzplanung muss klar gesagt werden: Nur eine unmissverständliche Kommunikation und die Kenntnis über die Fähigkeiten der einzelnen Teammitglieder sichern eine reibungslose Umsetzung der Planung.

Das hört sich jetzt vielleicht nach einem wirklich großen Aufgabenbereich an. Ist er auch, „groß“ meine ich. Aber nach 37 Jahren Betriebszugehörigkeit gehen einem viele Dinge in Fleisch und Blut über, sodass auch neue und zusätzliche Anforderungen gut zu kompensieren sind.

Wenner-Redaktion
Das alte Jahr 2020 ist abgeschlossen und am Jahresbeginn laufen in den Unternehmen die Vorbereitungen für den Jahresstart in manchen auch die Inventur, falls diese nicht bis Silvester schon erledigt wurde.
Wie starten Sie mit Ihrer Mannschaft die Produktionsvorbereitung im neuem Jahr 2021?

Lazar Cvetkovic
Die Wartung der Maschinen muss natürlich kontinuierlich ganzjährig erfolgen. Auch eine Bewertung, ob Neuinvestitionen bzw. der Austausch vorhandener Geräte sinnvoll wären, um weiterhin hohe Qualität garantieren zu können. Dies ist natürlich immer auch ein Punkt, der dann wichtig ist, wenn eine Jahresinvestitionsplanung ansteht. So wie wir z. B. 2020 eine zweite Druckmaschine angeschafft haben, um damit in zwei Schichten die Aufträge – unser Auftragsvolumen ist Gott sei Dank sehr gut – kunden- und terminorientiert abwickeln zu können. Außerdem bietet sie eine Redundanz in Zeiten, in denen eine von beiden vorübergehend nicht einsatzfähig ist.

Auch eine besondere Zeit für die Inventur entfällt bei uns, da wir diese ebenfalls permanent ganzjährig durchführen, und zwar wöchentlich. Wöchentlich verschaffen wir uns einen genauen Überblick über unser Anlagevermögen die Maschinen und Werkzeuge betreffend, zählen bzw. gleichen Lagerbestände von Fertigprodukten, die auf Abruf stehen, und von Rohmaterialien ab. So können wir auch bei Auftragsanfragen immer sehr schnell handeln.

Ende Januar findet ein internes Audit zwischen allen Abteilungsleitern und der Geschäftsleitung statt. Hier kommen dann nicht nur alle Zahlen auf den Tisch. Es geht u. a. auch darum, für die Zukunft Risiken zu erkennen, zu bewerten und zu reduzieren wie etwa die Ausschussquoten. Notwendige Prozessoptimierungen werden herausgestellt und möglicherweise weitere Prozess-Stufen identifiziert und in den Projektplan eingebaut.

Wenner-Redaktion
Was läuft zum Jahresbeginn in der Produktion im Vergleich zum Rest des Jahres anders als sonst?

Lazar Cvetkovic
Aufgrund der schon erwähnten dauerhaften Abläufe erst einmal gar nichts. Für die Produktion gibt es keine Unterbrechung wegen eines neuen Kalenderjahres.

Was aber doch zusätzlich anfällt ist das verstärkte Augenmerk auf unsere Lagerkapazität. Hier möchten wir, dass alle Plätze so belegt sind mit Material, dass wir eine größtmögliche Verfügbarkeit zu möglichst jeder Zeit für unsere Kunden gewährleisten können. Gerade diese hohe Verfügbarkeit sichert uns ein wirklich großes Spektrum zufriedener Auftraggeber.

Wenner-Redaktion
Wie motivieren Sie Ihre Mannschaft zum Jahresstart?

Lazar Cvetkovic
Wenn den Abteilungsleitern alle Zahlen auf dem Tisch liegen und die Abschlussbesprechung mit der Geschäftsleitung stattgefunden hat, wird das gesamte Team über die Zielsetzungen informiert. In diesem Jahr ist neu, dass das gesamte Produktionsleitungs-Team ab jetzt zusammen in einem Großraumbüro arbeitet. Hiervon versprechen wir uns eine bessere und leichter in Gang zu haltende Kommunikation – sozusagen ein Co-Working in Neudeutsch.

Außerdem wird es ab jetzt Mitarbeiterentwicklungsgespräche in kurzen Abständen geben. Das heißt, Stärken von Mitarbeitern werden evaluiert und die Mitarbeiter entsprechend nicht nur eingesetzt, sondern auch unterstützt, z. B. durch Schulungen. Es werden Ziele definiert und in der Folge geschaut, ob diese so erreicht wurden, ob man dann weitere Ziele stecken kann oder ob man – weil gesteckte Ziele nicht, nur teilweise oder zögerlich erreicht wurden – weitere Maßnahmen ergreifen sollte. So können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren tatsächlichen Fähigkeiten entsprechend effizient arbeiten, aber vor allen Dingen auch zur eigenen Zufriedenheit tätig sein. Das schafft Motivation durch den Erfolg des Einzelnen.

Wenner-Redaktion
Zum Schluss noch eine persönliche Frage: »Was sind Ihre speziellen Vorsätze für das Jahr 2021?«

Lazar Cvetkovic
Auf Wenner bezogen, ist es mir ein Anliegen, dass das Unternehmen weiter stabil ist und natürlich auch weiterhin wächst. Entsprechend möchte ich mich hierfür einsetzen können, dürfen und es natürlich auch tun.

Aber es ist mir auch ein Anliegen, dass ich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so führe, dass sie das Gefühl haben, zu einer Familie zu gehören, nicht nur zu einem Team. Zu einer Familie, die dasselbe Ziel hat: Das Unternehmen und damit auch sich selbst voranzubringen.

Ganz persönlich wünsche ich mir, dass wir bei Wenner junge Menschen durch eine Tandem-Bildung von Jüngeren und Lebenserfahreneren fördern können. Die Jungen lernen von den Erfahrungen der alten Hasen. Das gilt natürlich auch andersherum. Was die jüngeren Kolleginnen und Kollegen an Neuerungen und frischen Ideen in das Unternehmen tragen verhindert ja nicht zuletzt auch ein mögliches Maß an Betriebsblindheit, die bei sehr langjähriger Tätigkeit eben nicht ausgeschlossen ist, und erhält die Flexibilität. Also – wenn man es mit einem Schmunzeln ausdrücken möchte – Erfahrungsweitergabe auf der einen Seite als Grundlage steht gegen Einrostung durch neue Erfahrungen und Blickweisen auf der anderen Seite. Eindeutig „win/win“.

Gerade jetzt, aber eigentlich grundsätzlich, wünsche ich mir und natürlich auch allen Kolleginnen und Kollegen Gesundheit. Die ist nicht so selbstverständlich, wie wir alle seit letztem Jahr nur zu gut wissen. Damit wir wenigstens frühzeitig gegensteuern können – zumindest die Erkrankung an Corona betreffend – werden bei Wenner regelmäßig alle paar Wochen Coronatests durchgeführt. Sie sind eine Vorsichtsmaßnahme und können uns wenigstens auf der einen Seite ein wenig Angst nehmen, auf der anderen Seite auch durch Früherkennung schnell die notwendigen Maßnahmen einleuten.

Wenner-Redaktion
Herr Cvetkovic, ganz herzlichen Dank für dieses sympathische Interview und für den Einblick in Ihr sehr umfangreiches Tätigkeitsfeld. Ohne eine gewissenhafte Betriebsleitung kann ein Unternehmen definitiv keine effiziente Produktion gewährleisten. Das wird durch Ihre Ausführungen mehr als deutlich für uns. Wir wünschen Ihnen, dass Sie persönlich Ihre Wünsche umsetzen können und der Belegschaft sowie unserem Unternehmen, dass die gesteckten Ziele für 2021 auf jeden Fall erreicht werden – gern auch mehr!

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