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Anforderungen an die Branche der Kartonagen-Hersteller

Wenner-Redaktion
Einige Male haben wir hier schon berichtet, was unser Unternehmen im Produktionsbereich ausmacht. Dabei konnten wir auch Branchenfremden einen kleinen Einblick vermitteln von der Komplexität der Vollpappe-Kartonagenherstellung.

Neben einem modernen, zeitgemäßen Maschinen- und Logistikpark, der sich ständig an den Herausforderungen unserer Zeit orientieren und somit erweitern bzw. erneuern muss, neben gut durchdachten Prozessabläufen in der Produktion und natürlich den originären Anforderungen an Verpackungen insbesondere in der Lebensmittelbranche ist Wenner als Produzent in der Verpackungsbranche extrem abhängig von den am Markt verfügbaren Rohstoffen und deren Preisen.

Herr Potthoff-Wenner, von welchen Rohstoffen sprechen wir da genau?

Stephan Potthoff-Wenner
Nur von Karton bzw. Vollpappe und der zur Herstellung notwendige Hauptrohstoff Altpapier

Wenner-Redaktion
Und wie sieht der Markt der jeweiligen Anbieter dafür aus?
Gibt es genügend Anbieter oder eher eine kleine Anzahl, sodass hier keine große
 Konkurrenz besteht und demnach die Preise nicht sonderlich verhandelbar sind?

Stephan Potthoff-Wenner
Da wir uns in einem Nischenmarkt der Verpackung befinden, ist die Anzahl der Anbieter überschaubar. Die Friedrich Wenner GmbH hat jetzt als integriertes Unternehmen der HZI-Gruppe den großen Vorteil des direkten Zugriffs auf den Rohstoff Karton.

Wenner-Redaktion
Es handelt sich ja halt um Rohstoffpreise, die an der Börse täglich schwanken. Werden
 diese Schwankungen an das produzierende Gewerbe – also wie Wenner – weiter-
 gegeben oder dürfen Sie mit einigermaßen stabilen Preisen kalkulieren?

Stephan Potthoff-Wenner
Der Grundrohstoff Altpapier wird nicht an der Börse gehandelt, unterliegt aber auch dem Gesetz von Angebot und Nachfrage auf dem Weltmarkt und die Nachfrage ist aktuell, wie bei vielen Rohstoffen, extrem hoch, was zu heftigen und kurz hintereinander liegenden Preissprüngen nach oben führt

Wenner-Redaktion
Natürlich gibt es in der Kartonagenherstellung auch die so genannten Marktpreise. Das heißt doch, Sie müssen mit dem Unternehmen neben den oben aufgeführten Voraussetzungen auch immer Ihre Beschäftigungs- und Nachfragesituation beachten, um wettbewerbsfähig zu sein. Damit die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Lebensmitteln gewährleistet bleibt, hat der Gesetzgeber vielfältige DIN-Prüfnormen etabliert, die Sie beachten müssen. Es gibt spezifische Regelungen für Mineralölbestandteile in Recyclingkartons und Druckfarben. Nicht zu vernachlässigen sind dabei auch künftige Anforderungen durch den Europarat und die Europäische Kommission. Einerseits den Anforderungen aus dem Handel entsprechen und andererseits den immer höheren Wünschen der Verbraucher in Bezug auf die Nachhaltigkeit und biologischen Abbau von Materialien gerecht werden.
Zu alledem dann auch noch schwankende Rohstoffpreise. 
Wie begegnen Sie diesen speziellen Herausforderungen, um Ihren Kunden Preise gewähren zu können, die Wenner zu einem der begehrtesten Lieferanten von Kartonagen zählen lässt und dabei Ihr Unternehmen auch noch erfolgreich zu führen?

Stephan Potthoff-Wenner


Die Friedrich Wenner GmbH befindet sich mitten in einem der perfekt ökologisch und biologisch funktionierenden Kreisläufe in Deutschland, dem des Altpapiers. Das ist auch unser Hauptabfallstoff und Vollpappe die zu über 98% aus Altpapier besteht, unser Hauptrohstoff. Damit war und ist eine solide nachhaltige Grundlage für unser Unternehmen gegeben. Die Entwicklung des Lebensmittelmarktes hat von unseren Kunden und damit auch von uns eine stetige Weiterentwicklung verlangt.
Die Konzentration im Lebensmittelhandel führte bei unseren Kunden zu entsprechenden Gruppenbildungen. Wir haben darauf mit einer stetigen Steigerung unserer Leistungsfähigkeit in Produktion, Lagerhaltung und Distribution reagiert. Dadurch haben wir uns zu einem der bedeutendsten Unternehmen in Deutschland, für die Herstellung von neutralen und bedruckten Kartonagen aus Vollpappe entwickelt.
Damit verbunden war immer unser Blick auf Nachhaltigkeit und Ökologie. Zum Beispiel haben wir bereits vor Beginn der intensiven Diskussion und daraus resultierenden Untersuchungen und Tests zur Migration von mineralölhaltigen Druckfarben unseren gesamten Druckprozess auf wasserlösliche Druckfarben, die völlig unbedenklich sind, umgestellt.
Unser Ziel ist es, so schnell wie irgend möglich und machbar den Betrieb zu einer nachhaltigen regenerativen Energiewirtschaft zu führen. Bereits seit dem Jahr 2009 leben und handeln wir in unserem Unternehmen energieeffizient, alle Energieströme sind visuell sichtbar und damit beeinflussbar. Wir nutzen die Wärmerückgewinnung unserer Anlagen plus Wärmepumpen zum temperieren von Betrieb und Verwaltung. Wir produzieren mittlerweile rund 1 Mio. kwh Strom, ca. 40% unseres Gesamtstromverbrauchs, mit PV-Anlagen selbst. Für das Green Peak Shaving (kappen der Stromspitze) nutzen wir Stromspeicher mit einem Gesamtvolumen von ca. 500 kwh.
Den betrieblichen Fuhrpark haben wir um einen Elektro-LKW und einen E-Bulli ergänzt, die wir begeistert mit Strom aus unseren Speichern tanken, die durch Sonnenstrom geladen werden. Die ökologisch nachhaltige Produktion von Kartonagen aus dem biologisch wertvollen Recycling Rohstoff Vollpappe wird uns auch zukünftig antreiben und uns in unserem aber auch weitern Märkten als gefragten Partner positionieren.

Wenner-Redaktion
Kommunikation ist das Mittel unserer Zeit, um Strukturen, Abläufe und Preise nachvollziehbar transparent zu machen. Ganz herzlichen Dank, Herr Potthoff-Wenner, für diese ausführlichen Erläuterungen.

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