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Michael Witt – neuer Geschäftsführer bei der Friedrich Wenner GmbH

Wenner-Redaktion
Mit Ihrem Eintritt in die Firma haben Sie am 1. Oktober 2021 die Geschäftsleitung der Friedrich Wenner GmbH übernommen. Somit beginnt bei Firma Wenner eine neue Ära in der Geschichte. Wir möchten Sie nun mit diesem Interview etwas genauer kennenlernen und etwas über Ihre nächsten Schritte erfahren.
Herr Witt, wie würden Sie sich selbst als Person beschreiben und würden Sie uns bitte in kurzen Worten Ihren Werdegang erläutern?

Michael Witt
Auch mit meinen nun 53 Jahren ist mein Handeln stets geprägt durch eine hohe Begeisterungsfähigkeit für stetige Veränderungen und die unermüdliche Leidenschaft für das Verbessern von Ergebnissen. Mich selbst würde ich als jemanden beschreiben, der nicht immer sofort eine Lösung parat hat, aber Spaß daran findet, aktiv eine zu erarbeiten. Als Familienvater von 2 Söhnen lebe ich mit meiner Frau in Warendorf und bereise als gebürtiger Flensburger gern die Nord- und Ostsee.
In den letzten 23 Jahren bin ich in fünf Unternehmen tätig gewesen, welche als Mehrschichtbetriebe auf ihrem Gebiet marktführend sind. 19 Jahre hiervon in vier US-geführten Unternehmen mit dem Fokus auf gezielte Verbesserungen aller produktionsrelevanter Schlüsselfaktoren. Im Bereich Lebensmittelverpackungen besitze ich mehr als 13 Jahre Erfahrung, allerdings im Wesentlichen mit Kunststoffen als Rohstoff.

Wenner-Redaktion
Was hat Sie dazu bewogen, die Geschäftsführung der Firma Friedrich Wenner GmbH zu übernehmen?

Michael Witt
Zum einen ist die Firma Wenner hervorragend im Markt bei namenhaften Kunden etabliert und wurde in den letzten Jahren besonders unter den Aspekten Umweltbewusstsein, zukunftsorientierte Investitionen und einem gemeinsamen Teamverständnis vorbildlich geführt. Die Integration eines Familienunternehmens in eine Gruppe ist aus meiner Sicht reizvoll, da diese nicht einfach ist. In beiden Strukturformen habe ich bereits Erfahrungen sammeln dürfen. Ein Inhaber muss sich nicht erklären, ein Gruppenmitglied aber durchaus, da man in der Gruppe im Wetteifer steht, wenn es zum Beispiel um zukünftige Investitionen geht.
Zum anderen finde ich, dass das Produkt Kartonagen aus Vollpappe im Lebensmittelbereich eine deutlich interessantere Entwicklung vor sich hat als der Kunststoff. Mit einem Produkt, welches sich aus 99 % recyceltem Material in einer Kreislaufwirtschaft herstellen lässt, kann ich meinen Kindern viel besser erklären, wie auch ich mich mit meiner Arbeit federführend an den immer wichtiger werdenden Prozessen zur Nachhaltigkeit in unserer Umwelt beteiligen werde.

Wenner-Redaktion
»Der Neue« in einem Unternehmen zu sein ist immer eine große Herausforderung. Was sind aktuell Ihre nächsten Schritte, um die Strukturen und Besonderheiten sowie die Menschen der Friedrich Wenner GmbH genauer kennenzulernen?

Michael Witt
Nach den ersten Tagen lässt sich sagen, dass der Umfang der Aufgaben breit gefächert ist, zumal zwei durchaus unterschiedliche Geschäftsführer zum Beginn des nächsten Jahres ersetzt werden sollen. Schon allein dadurch werden wir unsere jetzige Organisationsstruktur gemeinsam mit dem Team Wenner neu überdenken müssen. In jedem Unternehmen machen aus meiner Sicht die Menschen den Unterschied aus, ob ein Unternehmen eine langfristig positive Perspektive vor sich hat. Um diese Menschen kennenzulernen und ihnen letztlich im Team dienlich zu sein, freue ich mich in den nächsten drei Monaten auf viele persönliche Gespräche. Zudem wird es eine Mitarbeiterumfrage geben, um eine Grundlage zur Messbarkeit der anstehenden Veränderungen zu schaffen.

Wenner-Redaktion
Eine letzte Frage, Herr Witt, was ist Ihnen im Hinblick auf die Zukunft besonders wichtig?

Michael Witt
Neben vielen anderen Aspekten ist es mir wichtig, nicht nur für die Menschen in der Region auch über die nächsten Jahre hinweg ein verlässlicher Arbeitsgeber zu sein, sondern sich sogar zu einem bevorzugten Arbeitgeber zu entwickeln.
Warum dies aus meiner Sicht so wichtig ist? Unser Unternehmen bietet vielfältige Produktlösungen in einer nachhaltigen Produktionsumgebung, erfreut sich realisierter Investitionen in Millionenhöhe und hat durch die Integration in die HZI-Gruppe einen gesicherten Rohstoffmarkt und finanzstarke Partner an der Seite. Als weitere Säule werden nun zukunftsorientierte Arbeitszeit- und Entlohnungsmodelle benötigt. Das Arbeitsleben – besonders in Produktionsstandorten – wandelt sich, nicht nur durch die fortschreitende Digitalisierung, sondern auch durch die sich verändernden Lebenswünsche unserer Mitarbeiter.

Die Redaktion bedankt sich für das konstruktive Interview und würde zu einem späteren Zeitpunkt gerne wieder auf Sie zukommen, um weitere Ideen und Zielsetzungen von Ihnen zu erfahren.

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