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Prezero kauft Containerdienst Schulz

Die Prezero Wertstoffmanagement aus dem nordrhein-westfälischen Porta Westfalica hat heute rückwirkend zum 1. Januar 2019 – den Containerdienst Herbert Schulz im niedersächsischen Celle übernommen. Nach Angaben der Tochter der Neckarsulmer Schwarz-Gruppe betreut Schulz in erster Linie Gewerbe-, Industrie- und Handelsunternehmen sowie private Auftraggeber. Über den Kaufpreis der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.
Wie Lars Köhler, Gruppengeschäftsführer der Prezero Wertstoffmanagement, erklärte, ergänze der Containerdienst Herbert Schulz die Aktivitäten in Niedersachsen und stärke die Position von Prezero in der Region langfristig. Laut Mithat Bilgin von Prezero Niedersachsen ermöglicht die Übernahme durch die die Nähe zu weiteren Prezero-Standorten – etwa in Hannover oder Lengede – sowie die gute verkehrstechnische Anbindung vielfältige Synergien.
Für die Geschäftsführer des Containerdienstes Herbert Schulz, Annette Maack und Michael Schulz, waren bei der Entscheidung vor allem die Zukunftsaussichten der Belegschaft ausschlaggebend: „Prezero bietet für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die besten Entwicklungsmöglichkeiten und eine echte Perspektive in einem neuen Unternehmen.“

Unsicherheit über Altpapierversorgung wächst

Die Coronakrise schlägt sich zunehmend auch im Altpapierbereich nieder. Die Sammelmengen sind aufgrund von zahlreichen Betriebsschließungen vor allem aus dem Gewerbebereich rückläufig. Aber auch bei der Altpapiersammlung aus Haushalten kommt es vermehrt zu Einschränkungen. Hinzu kommen Störungen bei Importen.
Der tatsächliche Umfang des Rückgangs beim Altpapieraufkommen lässt sich jedoch bisher kaum quantifizieren. Einzelne Entsorger berichten zwar von um 50 Prozent gesunkenen Mengen im Gewerbebereich. Auch Remondis-Geschäftsführer Herwart Wilms geht im aktuellen EUWID-Interview davon aus, dass dieMengen aus dem gewerblichen Bereich stark gesunken sind. Insgesamt ist aber unklar, wie viele Betriebe tatsächlich von den Schließungen betroffen sind und welche Mengen an Altpapier bei diesen Unternehmen anfallen.

Kommunale Altpapiersammlung in Karlsruhe eingestellt

Bei der haushaltsnahen Sammlung wird zwar vielerorts weiter an der Abholung des Altpapiers festgehalten. Die Kommunen haben aber bereits angekündigt, sich im Notfall auf die Entsorgung von Rest- und Bioabfällen zu beschränken. Und tatsächlich gibt es bereits erste Beispiele von Kommunen, die vorerst auf eine Abholung der blauen Tonnen verzichten. Während in Würzburg die Altpapierabfuhr aus Privathaushalten mittlerweile wieder sichergestellt sein soll, bleiben die Tonnen in Karlsruhe für mindestens vier Wochen stehen. Die rund 300.000 Einwohner der Stadt sollen ihr Altpapier stattdessen an sechs „mobilen Wertstoffstationen“ abgeben.
Offen ist dennoch, in welchem Umfang sich der Rückgang der Sammelmengen im Altpapierbereich auf die Preise niederschlägt. Die Papierindustrie hatte zuletzt wiederholt betont, dass in Deutschland noch keine Knappheit bei der Rohstoffversorgung zu beobachten ist. Ob damit nur im Sinne stabiler Altpapierpreise der Eindruck einer gefühlten Knappheit verhindert werden soll, oder ob die Versorgung der Papierfabriken wirklich ausreichend ist, um die Altpapierpreise auf niedrigem Niveau zu halten, lesen Sie Mitte April inEUWID Recycling und Entsorgung 17/2020 und vorab schon online.
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BMU sagt Entsorgern weitere Unterstützung zu

Das Bundesumweltministerium hat den Entsorgern im Zuge der Coronakrise weitere Hilfe zugesichert. In einer Antwort auf ein vergangene Woche an Ministerin Svenja Schulze (SPD) versandtes Schreiben der vier Entsorgerverbände BDE, BDSV, bvse und VDM kündigt Staatssekretär Jochen Flasbarth Unterstützung unter anderem bei der der Ausstattung mit Schutzausrüstung, der Einstufung der Branche als systemrelevant sowie beim grenzüberschreitenden Verkehr von Abfällen an.
„Ich kann Ihnen versprechen, dass wir uns als BMU dafür einsetzen, dass auch die Mitarbeitenden der Abfallentsorgungsbetriebe die für ihre jeweilige Arbeitssituation notwendige Arbeitsschutzausrüstung erhalten“, schreibt Flasbarth.
Der freie Verkehr von Abfällen in der EU sollte außerdem nach den Maßgaben des geltenden Rechts sichergestellt werden, betont der Staatssekretär weiter. Hierzu sei das BMU auf Fachebene und in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt in Kontakt mit der Europäischen Kommission sowie den Ländern und zuständigen Behörden in Deutschland. Zur Vorgehensweise bezüglich Abfallverbringungen vor dem Hintergrund der Krise haben dieKommission und dasUBA Informationen veröffentlicht, die den Verbänden bereits zugeleitet wurden.

„Vollzug mit Augenmaß“ empfohlen

Hinsichtlich der Einstufung der gesamten Abfallentsorgung als „kritische Infrastruktur“ verweist Flasbarth auf die Empfehlung des BMU vom 18. März an die zuständigen Behörden in den Ländern. Die Rückmeldungen aus den Ländern in den letzten Tagen hätten gezeigt, dass im (genehmigungsrechtlichen) Vollzug bereits individuelle Lösungen gefunden werden.
Dem Austausch über die Bund-Länder-Gremien misst das Ministerium in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung bei. Außerdem will das BMU die Länder bei Auslegungs- und Anwendungsfragen unterstützen. Gegebenenfalls auftretende Probleme sollten durch einen „Vollzug mit Augenmaß“ durch die Länder bewältigt werden können, schreibt Flasbarth weiter.

Umweltminister Glauber fordert Öffnung der Wertstoffhöfe in Bayern

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat sich für die Wiedereröffnung der Wertstoffhöfe im Freistaat ausgesprochen. Er appellierte dabei besonders an die Landeshauptstadt München. Seit Inkrafttreten der Corona-Ausgangsbeschränkungen werde in der Landeshauptstadt München und weiteren bayerischen Kommunen die Entsorgung von Abfällen an Wertstoffhöfen nicht mehr umfassend gewährleistet. Darüber hätten sich Bürger mehrfach beschwert, teilte das Ministerium mit.
„Aktuell wird das gesamte öffentliche und private Leben durch die Corona-Krise vor ganz besondere Herausforderungen gestellt. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, sind wir alle gefordert. Eine geordnete Abfallentsorgung ist jetzt mehr denn je unverzichtbar – es geht um Seuchenbekämpfung“, erklärte Minister Glauber.
Vor allem die Großstädte müssten diesen Auftrag in Krisenzeiten zuverlässig und umfassend erfüllen – und tun dies auch weitgehend. „An die Landeshauptstadt München appelliere ich, dass auch sie ihre Wertstoffhöfe wieder öffnet. Rund 1,5 Millionen Münchnerinnen und Münchner müssen wieder die Möglichkeit haben, beispielsweise sperrige Gegenstände, Elektroschrott oder Gartenabfälle ordentlich im Wertstoffhof zu entsorgen“, so Glauber. Andernfalls drohe eine Überfüllung der Restmülltonnen in den Haushalten.

Ministerium gibt Hygieneempfehlungen

Das Bayerische Umweltministerium hat die Entsorgungsträger nach eigenen Angaben bereits darauf hingewiesen, die gewohnten Entsorgungswege für Wertstoffe durch Abholung oder Anlieferung auch während der Ausgangsbeschränkungen offen zu halten. Viele Kommunen haben bereits reagiert und ermöglichen auch wieder die Entsorgung von Wertstoffen auf ihren zwischenzeitlich geschlossenen Wertstoffhöfen.
„Von allen anderen Entsorgungsträgern erwarte ich, dass sie diesem Beispiel umgehend folgen“, betonte der Minister. Hygieneregeln für die organisatorischen Abläufe – etwa die Festlegung einer Höchstzahl von Personen, die den Wertstoffhof gleichzeitig nutzen – habe man den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern bereits an die Hand gegeben, heißt vom Ministerium in München weiter.

Coronakrise lässt Altholzmenge stark sinken

Auf dem Altholzmarkt fallen die Erfassungsmengen aufgrund der Coronakrise aktuell deutlich geringer aus. Je nach Anfallstelle und Erfassungsort sind die Altholzmengen jedoch sehr unterschiedlich betroffen. Es zeigt sich insgesamt ein sehr heterogenes Bild, bestätigten Marktkenner. In Summe ist aber durchaus von Rückgängen bei den Erfassungsmengen in einer Größenordnung von 20 bis hin zu 40 Prozent die Rede, heißt es etwa von Seiten des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung. „Die Lage ist unsicher, keiner kann das derzeit sicher abschätzen“, so Andreas Habel vom bvse-Fachverband Ersatzbrennstoffe, Altholz und biogene Abfälle.
Diesen Trend bestätigte auch der Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter: „Insbesondere dort, wo Wertstoffhöfe geschlossen wurden, ist das Aufkommen geradezu eingebrochen“, so BAV-Geschäftsführer Simon Obert. Daher setze sich der Verband auf politischer Ebene dafür ein, die Wertstoffhöfe wieder zu öffnen, auch um die Entsorgungssicherheit wieder zu gewährleisten. Als Grundtendenz sei festzuhalten, dass der Mengenrückgang im Süden spürbar größer sei als in Norddeutschland.
Den kompletten Bericht zur Mengenentwicklung von Altholz auf kommunaler Ebene, bei Containerdiensten und Baustellen sowie im produzierenden Gewerbe lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 15/2020. Die aktuelle Ausgabe enthält außerdem Berichte zur aktuellen Situation in der Müllverbrennung, bei der Sammlung im Dualen System, der Lage auf dem Stahlschrottmarkt sowie zur Versorgung mit Altpapier. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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Titandioxid: Verpackungsabfälle sind von Einstufung als karzinogen nicht betroffen

Auf die Entsorgung von Verpackungsabfällen hat die Einstufung von Titandioxid als karzinogen bei Einatmen keinen Einfluss. Zu diesem Ergebnis kommt die Rechtsanwaltskanzlei Kopp-Assenmacher & Nusser in einer aktuellen Mandanteninformation zur Bewirtschaftung Titandioxid-haltiger Abfälle. Zwar gebe es für die Abfallarten Verpackungen aus Kunststoff und gemischte Verpackungen einen entsprechenden Spiegeleintrag im Anhang der Abfallverzeichnisverordnung (AVV). Doch der führe im Falle von Titandioxid nicht zu einer Einstufung als gefährlicher Abfall, heißt es in dem Informationsschreiben.
Denn beim Abfallschlüssel 15 01 10* gehe es um „Verpackungen, die Rückstände gefährlicher Stoffe enthalten oder durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind“. Der Titandioxid-Gehalt in den Kunststoffverpackungen sei jedoch kein „Rückstand“ eines gefährlichen Stoffes, denn damit seien Rückstände des Produkts gemeint, das sich in der Verpackung befand. Das Verpackungsmaterial selbst falle jedoch nicht darunter. Darüber hinaus sei der Titandioxid-Gehalt in den Kunststoffverpackungen keine „Verunreinigung“ durch einen gefährlichen Stoff.

Sperrmüll ebenfalls nicht betroffen

Auch andere Abfallarten sind trotz ihres Titandioxid-Gehalts nicht von der Einstufung als teilweise karzinogen betroffen. So werden beispielsweise mit titandioxidhaltigen Chemikalien behandelte Möbel – beispielsweise mit Farbanstrichen, Lackierungen oder sonstigen Beschichtungen – in aller Regel als Sperrmüll entsorgt.
Für den Sperrmüll-Abfallschlüssel 20 03 07 gibt es keinen Spiegeleintrag, das heißt, diese Abfallart gilt grundsätzlich als nicht gefährlich. Daher habe die teilweise Karzinogen-Einstufung von Titandioxid keine Auswirkungen auf die Entsorgung von Sperrmüll. Entsprechendes gelte für vergleichbare Abfälle, die ebenfalls als Sperrmüll entsorgt werden.
Den vollständigen Bericht zur Einschätzung lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 15/2020. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht das Interview bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

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Remondis-Geschäftsführer Wilms im Interview: „Wertstoffsammlung muss aufrecht erhalten bleiben“

Remondis-Geschäftsführer Herwart Wilms nimmt im EUWID-Interview Stellung zu den Auswirkungen der Coronakrise auf die verschiedenen Abfallströme, geht auf die Maßnahmen ein, die Deutschlands größter Entsorger in der aktuellen Situation ergriffen hat, und zeigt auf, wie sich die Branche durch die Pandemie verändern könnte.
Herr Wilms, große Teile des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft liegen aufgrund der Corona-Pandemie lahm. Wo sehen Sie die stärksten Auswirkungen auf die Geschäfte und Dienstleistungen von Remondis und was kommt da noch auf das Unternehmen zu?
Zunächst müssen wir uns klar machen, dass wir es mit einer epidemiologischen Entwicklung zu tun haben, deren tatsächliche Dimension niemand voraussehen kann, weil uns schlichtweg eine verlässliche Datenbasis fehlt. Das heißt zum einen, dass die Effekte der aktuellen Situation – Stand heute – noch nicht vollumfänglich auf unser Geschäft durchschlagen, zum anderen, dass nicht vorhersehbar ist, wie die weitere Entwicklung sein wird. Was wir allerdings jetzt bereits beobachten können, sind unterschiedliche Auswirkungen in den Bereichen der Dienstleistungen der Daseinsvorsorge im Vergleich zur Rückgewinnung und vor allem Vermarktung von Rohstoffen wie Stahlschrotten.
Die Daseinsvorsorge gilt zurecht als systemrelevant. Hier wird alles getan, um die Erfassung von haushaltsnahen Wertstoffen und Abfällen – auch den gefährlichen – sicher zu stellen, was bisher vollständig gelingt. Gewerbe und Industrie sind national und international stark getroffen von der Krise, so dass es zu verminderter Produktion kommt, was sich vollständig auch bei uns widerspiegelt. Damit sind auch die Absatzmärkte für Recyclingrohstoffe betroffen. Dort muss sehr präzise hingeschaut werden, wo welche Produktionen sinken – aber auch, wo sie steigen. Dabei gelingt es dank der Kreislaufwirtschaft immer noch gut, Lieferketten aufrecht zu erhalten. Um es zu verdeutlichen: Ohne Altpapier kein Toilettenpapier.
Wie stark sind die Altpapiermengen bei den gewerblichen Kunden gesunken?

Das vollständige Interview mit Herwart Wilms lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 15/2020. Die aktuelle Ausgabe enthält außerdem Berichte zur aktuellen Situation bei der Sammlung im Dualen System, der Lage auf dem Stahlschrottmarkt sowie zur Versorgung mit Altpapier, der Lage im Altholzbereich und den Mengen in der Müllverbrennung. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht das Interview bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

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Coronakrise: Müllverbrenner befürchten deutlichen Rückgang der AzV-Mengen

Betreiber von Müllverbrennungsanlagen und Entsorger in Deutschland rechnen mit einem deutlichen Rückgang der Abfälle zur Verwertung (AzV) aus dem gewerblichen Bereich. Das sagten Marktteilnehmer in einer kleinen Umfrage von EUWID. Manch ein Akteur erwartet in Folge der Coronakrise einen Einbruch der Gewerbeabfälle um rund 50 Prozent.
Regional soll das Gewerbeabfallaufkommen ganz unterschiedlich sein. Aus manchen Regionen hieß es, das Aufkommen sei rückläufig, aber es werde immer noch ausreichend geliefert. Vielerorts gibt es aus der vergangenen Hausse noch Ballen in Zwischenlagern, die den Markt noch eine gewisse Zeit stützen können.
Doch andere spüren die mit dem Coronavirus über Deutschland hereingebrochene Depression bereits jetzt. Die AzV-Mengen aus dem Gewerbe seien in der vergangenen Woche regelrecht eingebrochen. „Inzwischen rufen die gewerblichen Lieferanten reihenweise an, um uns mitzuteilen, dass sie ihren Lieferverpflichtungen nicht nachkommen können“, sagten mehrere Anlagenbetreiber. „Höhere Gewalt“ oder „Wegfall der Geschäftsgrundlage“ würden als Gründe angeführt.

Anlagenbetreiber wollen Preiskampf vermeiden

In keinem Fall wollen sich die MVA-Betreiber auf einen Preiskampf einlassen. „Ich werde nicht versuchen, über den Preis Abfall zu akquirieren, den es nicht gibt“, sagte ein Betreiber. Mehrere Anlagenbetreiber bestätigten, über Schließungen von einzelnen Linien oder auch ganzen Anlagen nachzudenken, um ein Abrutschen der AzV-Preise zu verhindern.

Hausmüllaufkommen steigt deutlich – zumindest aktuell

Demgegenüber sei das Hausmüllaufkommen im März deutlich gestiegen. Manch ein Entsorger berichtet von bis zu 15 Prozent mehr Hausmüll im März als im Februar. Da der plötzliche Shutdown in der Coronakrise in etwa zur Mitte des Monats kam, rechnen manche im Markt in den kommenden Wochen mit einem Anstieg der Hausmüllmengen um bis zu 30 Prozent.
Doch ob das anhält, angesichts der existenzbedrohenden Lage vieler Menschen in Folge von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit wird von Manchem bezweifelt. Ein Anlagenbetreiber aus dem süddeutschen Raum rechnet mit einem deutlichen Rückgang der Hausmüllmengen um bis zu 20 Prozent, sollte die Rezession tiefer gehen und die Wertschöpfungsketten länger brauchen, um wieder in Gang zu kommen.
Den kompletten Bericht zur aktuellen Lage bei der Müllverbrennung und den weiteren Erwartungen lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 15/2020. Die aktuelle Ausgabe enthält außerdem Berichte zur aktuellen Situation bei der Sammlung im Dualen System, der Lage auf dem Stahlschrottmarkt sowie zur Versorgung mit Altpapier und der Lage im Altholzbereich. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits heute ab 14 Uhr als E-Paper zur Verfügung:

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Recylex-Chef Rudow fordert wirksamere Unterstützung für Unternehmen

„Mit jedem Tag, der vergeht, steuern wir auf einen Scherbenhaufen zu, den wir nicht mehr wieder zusammensetzen können werden.“ In ihrer jetzigen Form kommen die staatlichen Hilfen zur Überbrückung der Coronakrise nicht bei den Unternehmen an, warnt Sebastian Rudow, der CEO des deutschfranzösischen Metallkonzerns Recylex in einem Gespräch mit EUWID. Rudow unterstrich, dass er zu diesem Thema nicht für den Konzern spreche, sondern mit Blick auf die Gesamtwirtschaft aus seiner Perspektive mit rund 15 Jahren Erfahrung als Geschäftsführer und Berater von Unternehmen in Restrukturierungsprozessen und in der Insolvenz.
Die letzten beiden Wochen haben aus Sicht Rudows deutlich gezeigt, dass eine „riesengroße Lücke“ klaffe zwischen den Ankündigungen der Politik und der Realität in Unternehmen jeglicher Größenordnung und auch in Banken. „Dass kein Grip auf die Straße kommt, dass da keine Bewegung entsteht – das höre ich insbesondere von Banken, die gar nicht können, selbst wenn sie wollten“, so Rudow.

Zukunft von Bleischrottabnehmer Weser-Metall weiter in Schwebe

Der Recylex-Chef äußerte sich auch zur Lage der Unternehmensgruppe. Für eine Übernahme der angeschlagenen Weser-Metall-GmbH gebe es Interessenten, aber die aktuelle Situation mache den Verkauf nicht einfacher. „Die wichtigste Frage für die Investoren ist, wann die Autoindustrie wieder läuft – nicht unbedingt mit hohen Mengen, aber verlässlich“, so Rudow. Das Unternehmen sei auch in einer anderen Besitzerstruktur zukunftsfähig, denn die Belegschaft sei hochqualifiziert und der Standort für das Rohstoffrecycling prädestiniert.
Was die Politik aus Sicht des Recylex-Chefs nun zur Stützung der Unternehmen tun muss und wie es bei dem Metallrecycler weitergehen soll lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 15/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits heute ab 14 Uhr als E-Paper zur Verfügung:

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Interessengemeinschaft übt Kritik an Biotüte in Trier

Die Interessengemeinschaft Biotonne im Landkreis Vulkaneifel und in der Region Trier übt Kritik an der Auffassung des Witzenhausen-Instituts und des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Trier (ART), wonach „das System der Biotüte in der Region Trier funktioniert“. Nach Auffassung der IG hat das Bringsystem „in allen erdenklichen Aspekten versagt.“
Die Evaluation sei einseitig, unvollständig sowie nicht repräsentativ, und damit nicht wissenschaftlich. „Die Biotüte ist nicht barrierefrei, diskriminiert Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen und verstößt damit gegen eindeutige landes-, bundes- und europarechtliche Vorgaben zur Inklusion. Die hygienischen und seuchenhygienischen Bedingungen an den Einwurfklappen und im Umfeld der Standorte sind nicht tolerierbar.“
Hinter der Interessengemeinschaft stehen zum einen Bürger, die sich für den Erhalt der Biotonne im Landkreis Vulkaneifel einsetzen, die Ende 2019 abgeschafft und durch die Biotüte ersetzt wurde. Zum anderen setzt sich diese IG zusammen mit der zweiten Initiative „Ja zur Biotonne in der Region Trier“ für die flächendeckende Einführung der Biotonne im gesamten Zweckverbandsgebiet ein.
Den kompletten Bericht lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 15/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits heute ab 14 Uhr als E-Paper zur Verfügung:

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Aktuelles bei Wenner

  • 20. März 2020

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    Informationsschreiben zur COVID-19

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  • 4. Februar 2020

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    Hier zählen für uns auch die kleinen Schritte zur CO2-Ersparnis, deshalb haben wir in diesem Jahr die Idee gleich zu […]

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  • 20. August 2019

    Recycling-Material 

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