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Anforderungen an die Branche der Kartonagen-Hersteller

Wenner-Redaktion
Einige Male haben wir hier schon berichtet, was unser Unternehmen im Produktionsbereich ausmacht. Dabei konnten wir auch Branchenfremden einen kleinen Einblick vermitteln von der Komplexität der Vollpappe-Kartonagenherstellung.

Neben einem modernen, zeitgemäßen Maschinen- und Logistikpark, der sich ständig an den Herausforderungen unserer Zeit orientieren und somit erweitern bzw. erneuern muss, neben gut durchdachten Prozessabläufen in der Produktion und natürlich den originären Anforderungen an Verpackungen insbesondere in der Lebensmittelbranche ist Wenner als Produzent in der Verpackungsbranche extrem abhängig von den am Markt verfügbaren Rohstoffen und deren Preisen.

Herr Potthoff-Wenner, von welchen Rohstoffen sprechen wir da genau?

Stephan Potthoff-Wenner
Nur von Karton bzw. Vollpappe und der zur Herstellung notwendige Hauptrohstoff Altpapier

Wenner-Redaktion
Und wie sieht der Markt der jeweiligen Anbieter dafür aus?
Gibt es genügend Anbieter oder eher eine kleine Anzahl, sodass hier keine große
 Konkurrenz besteht und demnach die Preise nicht sonderlich verhandelbar sind?

Stephan Potthoff-Wenner
Da wir uns in einem Nischenmarkt der Verpackung befinden, ist die Anzahl der Anbieter überschaubar. Die Friedrich Wenner GmbH hat jetzt als integriertes Unternehmen der HZI-Gruppe den großen Vorteil des direkten Zugriffs auf den Rohstoff Karton.

Wenner-Redaktion
Es handelt sich ja halt um Rohstoffpreise, die an der Börse täglich schwanken. Werden
 diese Schwankungen an das produzierende Gewerbe – also wie Wenner – weiter-
 gegeben oder dürfen Sie mit einigermaßen stabilen Preisen kalkulieren?

Stephan Potthoff-Wenner
Der Grundrohstoff Altpapier wird nicht an der Börse gehandelt, unterliegt aber auch dem Gesetz von Angebot und Nachfrage auf dem Weltmarkt und die Nachfrage ist aktuell, wie bei vielen Rohstoffen, extrem hoch, was zu heftigen und kurz hintereinander liegenden Preissprüngen nach oben führt

Wenner-Redaktion
Natürlich gibt es in der Kartonagenherstellung auch die so genannten Marktpreise. Das heißt doch, Sie müssen mit dem Unternehmen neben den oben aufgeführten Voraussetzungen auch immer Ihre Beschäftigungs- und Nachfragesituation beachten, um wettbewerbsfähig zu sein. Damit die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Lebensmitteln gewährleistet bleibt, hat der Gesetzgeber vielfältige DIN-Prüfnormen etabliert, die Sie beachten müssen. Es gibt spezifische Regelungen für Mineralölbestandteile in Recyclingkartons und Druckfarben. Nicht zu vernachlässigen sind dabei auch künftige Anforderungen durch den Europarat und die Europäische Kommission. Einerseits den Anforderungen aus dem Handel entsprechen und andererseits den immer höheren Wünschen der Verbraucher in Bezug auf die Nachhaltigkeit und biologischen Abbau von Materialien gerecht werden.
Zu alledem dann auch noch schwankende Rohstoffpreise. 
Wie begegnen Sie diesen speziellen Herausforderungen, um Ihren Kunden Preise gewähren zu können, die Wenner zu einem der begehrtesten Lieferanten von Kartonagen zählen lässt und dabei Ihr Unternehmen auch noch erfolgreich zu führen?

Stephan Potthoff-Wenner


Die Friedrich Wenner GmbH befindet sich mitten in einem der perfekt ökologisch und biologisch funktionierenden Kreisläufe in Deutschland, dem des Altpapiers. Das ist auch unser Hauptabfallstoff und Vollpappe die zu über 98% aus Altpapier besteht, unser Hauptrohstoff. Damit war und ist eine solide nachhaltige Grundlage für unser Unternehmen gegeben. Die Entwicklung des Lebensmittelmarktes hat von unseren Kunden und damit auch von uns eine stetige Weiterentwicklung verlangt.
Die Konzentration im Lebensmittelhandel führte bei unseren Kunden zu entsprechenden Gruppenbildungen. Wir haben darauf mit einer stetigen Steigerung unserer Leistungsfähigkeit in Produktion, Lagerhaltung und Distribution reagiert. Dadurch haben wir uns zu einem der bedeutendsten Unternehmen in Deutschland, für die Herstellung von neutralen und bedruckten Kartonagen aus Vollpappe entwickelt.
Damit verbunden war immer unser Blick auf Nachhaltigkeit und Ökologie. Zum Beispiel haben wir bereits vor Beginn der intensiven Diskussion und daraus resultierenden Untersuchungen und Tests zur Migration von mineralölhaltigen Druckfarben unseren gesamten Druckprozess auf wasserlösliche Druckfarben, die völlig unbedenklich sind, umgestellt.
Unser Ziel ist es, so schnell wie irgend möglich und machbar den Betrieb zu einer nachhaltigen regenerativen Energiewirtschaft zu führen. Bereits seit dem Jahr 2009 leben und handeln wir in unserem Unternehmen energieeffizient, alle Energieströme sind visuell sichtbar und damit beeinflussbar. Wir nutzen die Wärmerückgewinnung unserer Anlagen plus Wärmepumpen zum temperieren von Betrieb und Verwaltung. Wir produzieren mittlerweile rund 1 Mio. kwh Strom, ca. 40% unseres Gesamtstromverbrauchs, mit PV-Anlagen selbst. Für das Green Peak Shaving (kappen der Stromspitze) nutzen wir Stromspeicher mit einem Gesamtvolumen von ca. 500 kwh.
Den betrieblichen Fuhrpark haben wir um einen Elektro-LKW und einen E-Bulli ergänzt, die wir begeistert mit Strom aus unseren Speichern tanken, die durch Sonnenstrom geladen werden. Die ökologisch nachhaltige Produktion von Kartonagen aus dem biologisch wertvollen Recycling Rohstoff Vollpappe wird uns auch zukünftig antreiben und uns in unserem aber auch weitern Märkten als gefragten Partner positionieren.

Wenner-Redaktion
Kommunikation ist das Mittel unserer Zeit, um Strukturen, Abläufe und Preise nachvollziehbar transparent zu machen. Ganz herzlichen Dank, Herr Potthoff-Wenner, für diese ausführlichen Erläuterungen.

1 Herz – 5 Fragen

Geschäftsführer Herr Stephan Potthoff-Wenner im Interview:

Wenner-Redaktion
Herr Potthoff-Wenner, wir bedanken uns, dass Sie sich die Zeit nehmen, sich unseren Fragen zu stellen.

Das Unternehmen Friedrich Wenner wurde bereits 1930 gegründet und hat sich in den vergangenen 90 Jahren von einer Holzkistenfabrik zu einem leistungsstarken, überaus gesunden Kartonagenherstellungsbetrieb entwickelt, der sowohl im nationalen als auch im internationalen Raum seine hervorragende Stellung gefunden hat. 90 Jahre Familienbetrieb – inhabergeführt – über mehrere Generationen. Eine so starke Leistung nicht nur in Bezug auf die Fertigung, sondern insbesondere auch in Bezug auf die Familie. Dennoch haben Sie sich im letzten Jahr entschlossen, dieses florierende Unternehmen an die Halbzellstoff-Industrie GmbH in Varel zu verkaufen. Wer ohne vorherigen Einblick im letzten Jahr von diesem Entschluss hörte, meinte zunächst spontan, es sei eine Fakemeldung.

Wenn man Sie kennt, dann kennt man einen sympathischen, empathischen Mann, der eine solche Entscheidung nicht ohne gute Gründe trifft.
Vorab: Hat Ihr Herz geblutet, als Sie sich zu diesem Schritt entschlossen haben?

Stephan Potthoff-Wenner
Grundsätzlich ist es immer ein emotionaler, persönlich schwerer Schritt, Familiengeschichte aufgeben zu müssen.

Wenner-Redaktion
Warum war dieser Schritt aus Ihrer Sicht dennoch notwendig?

Stephan Potthoff-Wenner
Als Unternehmer hat man die Pflicht, für das was man mitgestaltet und entwickelt hat, eine Zukunft zu schaffen, die dann auch ohne einen selbst funktioniert. Dabei ist die wichtigste Aufgabe, den Markt, das Umfeld und das Geschäftsmodell hinsichtlich seiner Zukunftsfähigkeit zu bewerten. Das war für mich gegeben. Die Konzentration im Lebensmittelhandel hat mittlerweile auch in unserer traditionellen Kundschaft zu vielen Zusammenschlüssen bzw. Großunternehmen geführt. Das erfordert von uns eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit und vor allem den direkten Zugang zum Rohstoff, in unserem Fall Karton. Damit war für mich klar, dass die HZI-Gruppe, in der die Papier-und Kartonfabrik Varel bereits seit Jahrzehnten unser Partner für die Rohwarenversorgung ist, der ideale Partner für die Zukunft der Friedrich Wenner GmbH ist.

Wenner-Redaktion
Was war Ihnen in erster Linie – rein mental – wichtig bei der Auswahl eines Interessenten? Welche Grundwerte musste dieser mitbringen?

Stephan Potthoff-Wenner
Wissen Sie, was es bedeutet, ein Familienunternehmen zu führen?
Es ist essenziell wichtig, teamfähig zu sein. Hinzu kommt eine gute soziale, ökologische und ökonomisch nachhaltige Grundeinstellung. Ein weiterer wichtiger Faktor ist Zuverlässigkeit und Offenheit für die Zukunftsgestaltung.

Wenner-Redaktion
Und wirtschaftlich vorausschauend– was war Ihnen strategisch wichtig?

Stephan Potthoff-Wenner
Sehr wichtig war mir, dass unser absolut gesundes Unternehmen zu einem anderen absolut gesunden Unternehmen kommt, dass für alle Arbeitsplätze der Friedrich Wenner GmbH eine sichere Zukunft gewährleistet werden kann und dass bereits zu erkennen ist, dass sich das Unternehmen in der Zukunft mit entsprechenden Investitionen weiterentwickeln wird.

Wenner-Redaktion
Abgesehen davon, dass die Friedrich Wenner GmbH ein absolut gesundes Unternehmen war und ist, welche Vorteile sehen Sie langfristig auch geschäftlich durch den Verkauf für das 90-jährige Lebenswerk der Familie Wenner?

Stephan Potthoff-Wenner
Mir ist wichtig, dass das Lebenswerk der Familie Wenner auch ohne das direkte Wirken der Familie fortgeschrieben wird. Die HZI-Gruppe sichert durch ihre ebenfalls absolute Gesundheit die Zukunft des Unternehmens. Es ist somit gewährleistet, jederzeit den notwendigen Entwicklungen im Verpackungsmarkt folgen zu können. Nicht zuletzt ist mir sehr wichtig, eine sichere Grundlage für zukünftiges Wachstum am Standort Versmold geschaffen zu haben.

Wenner-Redaktion
Und noch eine ganz persönliche Frage, wenn Sie erlauben: Welche Perspektiven sehen Sie für Ihre eigene Zukunft? Aktuell gestalten Sie nach wie vor als Mitglied der Wenner-Geschäftsführung die Strukturen des Unternehmens mit.

Stephan Potthoff-Wenner
Sobald wir die Geschäftsführung des Unternehmens neu und sicher aufgestellt haben, wünsche ich mir mehr Zeit für mich und meine Familie. Ich hoffe, wir bleiben alle gesund! Das Wort Freizeit wird einen anderen Inhalt für mich und uns haben, aber da werde ich sicher noch in mich hineinhören müssen…
…und mein Interesse, Zukunft zu gestalten wird sicher immer in mir weiterleben!

Wenner-Redaktion
Vielen Dank, dass Sie uns so ehrlich Rede und Antwort gestanden haben, Herr Potthoff-Wenner. Ihnen und der Familie wünschen wir weiterhin viel Erfolg und vor allem beste Gesundheit, um den nächsten Lebensabschnitt genießen zu können!

Herr Lazar Cvetkovic erneut im Interview

Betriebsleiter „Produktion“ Herr Lazar Cvetkovic erneut im Interview zur neu angeschafften Offset-Druckmaschine – ein Dutzend Fragen:

Wenner-Redaktion
Hallo, Herr Cvetkovic. Heute möchten wir gern etwas zu unserer neu angeschafften Druckmaschine von Ihnen als Betriebsleiter Produktion erfahren. Was wird eigentlich alles bei uns gedruckt?

Lazar Cvetkovic
Inzwischen werden ca. 50 % unserer Aufträge bedruckt ausgeliefert. Schwere Kartonage in unterschiedlichen Formen und für unterschiedliche Einsatzbereiche u. a. auch regaltaugliche Kartons mit Abreißdeckel, die dem Kunden ein gut aufgestelltes Sortiment zeigen. Der Schwerpunkt unserer Kunden kommt aus der Fleisch- und Wurstwarenindustrie. Die Anforderungen gehen von dem Aufdruck der Haltbarkeitsdaten, Logo und Firmenname bis hin zu Serviervorschlägen, Bilder, die im Regal ansprechen.

Wenner-Redaktion
Das Wort „Druckveredelung“ ist durchaus bekannt. Aber was genau heißt das eigentlich?

Lazar Cvetkovic
Veredelung basiert auf dem Finish mit Lacken. Je nach Anforderung werden Hochglanz- oder Mattlacke eingesetzt. Hierbei gibt es Unterschiede im Glanzgrad, der meistens auch verantwortlich dafür ist, wie rutschig die Oberfläche wird, was Probleme bei der Logistik für den Kunden aufwerfen kann.
Kartons könnten beim Transport ins Rutschen kommen. Gerade Kunden, die die Ökoschiene fahren, bevorzugen mattes Finish, da das Auge dies als eher naturverbunden wahrnimmt. Eine Folienprägung, wie sie in der Süßwarenindustrie üblicherweise eingesetzt wird, bieten wir bei Wenner nicht an.

Wenner-Redaktion
Und wie ist das mit dem Design? Haben wir das in der Hand?

Lazar Cvetkovic
Nein, heute leider nicht mehr. Die Daten für den Druck erhalten wir heute immer direkt vom Kunden oder der Agentur, mit der er arbeitet.

Wenner-Redaktion
Welche Schwerpunkte haben wir dann in unserem Druckbereich zu beachten?

Lazar Cvetkovic
Das große Problem vieler Anbieter ist die Stärke der zu bedruckenden Kartonage. Während eine Standardmaschine in der Regel Material von 0,1 mm – 1,0 mm Stärke schafft, können unsere Maschinen auch Stärken von 0,4 mm – 1,6/1,7 mm bedrucken. Schwerpunktmäßig haben wir Aufträge im Bereich 0,9 mm – 1,3 mm.

Wenner-Redaktion
Ja und das hat bis letztes Jahr alles mit einer einzigen Druckmaschine geklappt. Warum also wurde eine zweite angeschafft?

Lazar Cvetkovic
Natürlich ist das Ziel eines jeden Unternehmens eine Umsatzentwicklung nach oben. Ist bei uns nicht anders. Logischerweise kommt dann irgendwann jede Maschine an ihr Limit. Somit hat sich die Unternehmensleitung zukunftsorientiert dafür entschieden, frühzeitig eine zweite Maschine anzuschaffen, die sowohl weitere künftige Umsatzsteigerungen ohne Unterbrechung ermöglichen kann, als auch jetzt schon eine Redundanz bietet, wenn eine der beiden Maschinen etwa für Wartungs- oder Umrüstarbeiten stillstehen muss. Bisher war es so, dass in dem Fall auch einmal bis zu drei Tagen die Produktion stand. In dieser Zeit wollten unsere Kunden aber dennoch bedient werden, sodass die Aufträge außer Haus gegeben werden mussten, was mit entsprechenden Kosten und Risiken verbunden war. Mit zwei Maschinen gibt es dieses Problem aktuell gar nicht mehr, weil ja schon die erste noch nicht am Limit ihrer Leistungskapazität war. Wir können jetzt ohne Bauchschmerzen allen Aufträgen entgegensehen und gerecht werden, die aus einer Kundschaft kommt, die immer unterschiedlicher, bunter wird mit ihren Ansprüchen.

Die erste Maschine, die manroland, war bei ihrer Anschaffung von einem Unternehmen, das eines der stärksten in Europa mit sehr gutem Service war. Inzwischen ist das Unternehmen allerdings leider aufgrund der Bankenkriese in andere Hände gegangen und ist leider im Bereich Service anders aufgestellt, sodass wir uns auch ein Angebot der Firma König und Bauer eingeholt und angenommen haben. Neben manroland zählt König und Bauer ebenfalls zu den stärksten am europäischen Markt, das übrigens seinerzeit das früher im Osten für Druckmaschinen führende Unternehmen Planeta aufgekauft hatte.

Wenner-Redaktion
Wie ist es denn aktuell mit dem Einsatz der neuen Maschine bei uns?

Lazar Cvetkovic
Die neue Maschine haben wir seit September 2020 im Einsatz. Wie schon bei der ersten wurde sie natürlich mit Grundeinstellungen und groben Anpassungen für unsere Ansprüche geliefert. Das „Feintuning“ – also die Anpassung an unsere individuellen Anforderungen im Detail – hatte damals bei der ersten ca. ein halbes bis dreiviertel Jahr gedauert. Die gleiche Zeit werden wir auch für die neue Maschine benötigen. Bisher haben die aufgefallenen Anpassungen zu unserer Zufriedenheit gut funktioniert. Wir erwarten auch nicht, dass sich dies ändert.

Wenner-Redaktion
Nun interessiert uns, ob die neue Maschine im Vergleich zu der alten einen zusätzlichen Mehrwert liefert.

Lazar Cvetkovic

Einen klaren Vorteil bietet die neue Maschine gegenüber der alten durch ihre höhere Geschwindigkeit. Im Übrigen gibt es keine zusätzlichen Leistungen. Im Gegenteil. Die alte verfügt über 6 Farbwerke, die neue nur über 5. Aber das behindert nicht die Ergebnisse für unsere Kunden.

Der tatsächliche Mehrwert besteht einfach in einer viel besseren Planbarkeit der vorbeugenden Instandhaltung und einer durchgängig möglichen Produktion. Wir müssen keine Aufträge mehr außer Haus geben, denn es ist schon sehr unwahrscheinlich, dass nun beide Maschinen gleichzeitig ausfallen würden. Es ist eine sehr hohe Sicherheit durch die Redundanz der beiden Maschinen gewährleistet. Auch können wir kurzfristig eingehende Aufträge nun außerplanmäßig annehmen.
Für 2021 werden wir in der Gesamtproduktion bei ähnlichen Zahlen liegen wie 2020. Eine Produktionssteigerung sehen wir gewinnbringend eher durch einen sukzessiven Ausbau unserer Kapazitäten, sowohl mitarbeiterverträglich als auch investitionsverträglich mit kalkulierbaren Risiken.
Im Druckbereich rechnen wir für 2021 allerdings mit einer Zunahme der Druckaufträge, weil die Kundenwünsche eben auch immer bunter werden. Während wir im letzten Jahr ca. 55 t Druckfarben und Lacke verarbeitet haben, rechnen wir für das laufende Jahr mit ca. 60 t.

Wenner-Redaktion
Wie ist denn der prozentuale Anteil der zu verarbeitenden Lacke zu den Druckfarben als Rohstoff?

Lazar Cvetkovic
So kann man die Frage nicht stellen. Druckfarben sind ja keine Alternative zu Lacken. Vielmehr sind die Lacke als Finish zum Farbdruck zu sehen, der bei uns aus den vier Grundfarben gelb, rot, schwarz und blau besteht. Der Druck erfolgt dabei in 60 Punkten/mm, die so gesetzt werden, dass sie dem menschlichen Auge eine viel höhere Anzahl an Farben suggerieren, sodass ein wirklich buntes Bild entsteht. Diese Daten werden automatisch durch die gelieferten Druckdaten von der Druckmaschine übernommen. Der Lack ist einerseits natürlich ein Mittel, das die Optik in hohem Maße beeinflusst, aber eben auch der wichtige Schutz für die Farben, da er Scheuern und Schmieren der Farben verhindert.

Wenner-Redaktion
Umweltfreundlichkeit ist ja unser Anspruch. Wie passt das zum Bedrucken der Kartonage?

Lazar Cvetkovic
Wir bei Wenner haben uns schon frühzeitig für den Einsatz migrationsarmer Farben entschieden. Das heißt, dass die von uns verwendeten Farben keine Mineralöle enthalten. Wir beziehen die am Markt verfügbaren umweltfreundlichen Produkte, wobei wir höchsten Wert auf Qualität legen. Aber nicht nur für den Druck verwenden wir migrationsarme Farben, sondern auch für die Instandhaltung der Druckmaschinen verwenden wir ausschließlich spezielle Schmieröle und Fette, die migrationsarm sind.

Wenner-Redaktion
Der Begriff „lebensmittelecht“ ist noch nachvollziehbar. Aber was bedeutet „Lebensmittelfreundlichkeit“ genau?

Lazar Cvetkovic

Lebensmittelecht bezeichnet Stoffe, die einen direkten Kontakt mit den Lebensmitteln eingehen können und dürfen.

Kartons haben keinen direkten Kontakt zu den Lebensmitteln. Dennoch können Farben und Lacke sich auf Geruch und Geschmack der Lebensmittel, die in den Kartons verpackt werden, auswirken. Mit dem Lebensmittel vermischen dürfen sie sich natürlich nicht. Damit eben Lebensmittel auch bei einer längeren Verweildauer im Karton nicht beeinträchtigt werden, ist bei uns der Einsatz von migrationsarmen Farben unser Beitrag zur Lebensmittelfreundlichkeit.

Wenner-Redaktion
Beide Maschinen stehen in ein und derselben Halle. Warum bei der vorhandenen Arealgröße?

Lazar Cvetkovic

Es gibt dadurch einfach nur Vorteile, da wir ja Spezialmaschinen und ein tolles Wärmeableitsystem in der Halle haben. Hätten wir dieses nicht, dann könnte eine unterschiedliche Wärmeentwicklung zweier Maschinen ein Nachteil sein.

Die Vorteile liegen einfach klar auf der Hand durch die für beide Maschinen vorhandene Komplett-Peripherie und automatisierte Logistik sowohl vor den Maschinen als auch dahinter. Bei uns ist innerhalb von sechs Minuten eine angefahrene Palette leer.

Die Palettenanlieferung wird von einer zentralen „Annahmestelle“ automatisch auf die Förderbänder beider Maschinen kanalisiert. Das Gleiche geschieht nach dem Druck in Richtung Aufnahme-Palette.

Beide Maschinen werden ebenfalls zentral mit Farben versorgt.

Da die Maschinen auch noch auf einem Podest in gleicher Höhe aufgestellt sind, hat hier der verantwortliche Drucker, der die Maschinen steuert, so die Möglichkeit, sich auch einmal ganz kurzfristig zu entfernen, ohne die Produktion anhalten zu müssen. Also beide Maschinen in derselben Halle spart schlicht und ergreifend in jeder Hinsicht Kapazitäten.

Wenner-Redaktion
Sie sagten „der verantwortliche Drucker“. Gibt es unabhängig von Ihnen jemanden, der für den gesamten Druckbereich verantwortlich ist?

Lazar Cvetkovic
Ja, das darf ich wohl – nicht ganz ohne Stolz – sagen, das ist mein Sohn, Jan. Er ist gelernter Drucker. Seine Ausbildung hat er bei Kolbe-Druck gemacht und war damit schon früh mit dem Thema Offset-Druck vertraut.
Als wir bei Wenner vor gut 13 Jahren planten, zu Offset überzugehen, habe ich mich gefreut, meinen Sohn, der in diesem Bereich bereits Kenntnisse hatte, quasi als persönlichen Berater zu haben, denn für uns war das damals Neuland. So hat es sich einfach ergeben, dass er von der ersten Minute an dabei war und 2009 auch Mitarbeiter als Drucker bei Wenner wurde.
Seit Anfang 2021 ist er als Abteilungsleiter für den Druckbereich im Produktionsleitungsteam. Dieses besteht aus den Abteilungsleitern für die Spezialbereiche Drucken, Kleben und Stanzen. Ebenso im Team ist die Haustechnik gesondert vertreten.

Wenner-Redaktion
Wieder vielen, vielen Dank, lieber Herr Cvetkovic, dass Sie sich die Zeit für uns und unsere Wissbegierde genommen haben. Wir haben viel erfahren und lernen dürfen zum Thema Druck und warum es für Wenner konsequent war, die Investition in eine weitere Spezial-Druckmaschine getätigt zu haben.

Der Wenner-Vertrieb stellt sich vor

Was bedeutet »Vertrieb« bei Wenner? Zunächst heißt das einmal, dass den Geschäftskunden Janine Schmerl, Heiko Zühlke und seit März auch Markus Reichert als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Starke Persönlichkeiten, die sich für die Umsetzung der Wünsche von Wenner-Kunden einsetzen.

Was dürfen Kunden erwarten, die bei Wenner anfragen? Kompetente Köpfe des Wenner-Vertriebs, die zuhören können, die Wünsche der Kunden in einem verständlichen Briefing zusammenfassen und ein perfekt passendes Angebot unterbreiten. Genauso zeigen sie ihre Kompetenz darin, Möglichkeiten aufzuzeigen, an die der Kunde bei seinen Vorstellungen vielleicht noch gar nicht gedacht hat, für Wenner aber gar kein Problem darstellen. Auch darf die Kundschaft von Wenner erwarten, dass auf Risiken hingewiesen wird, die außergewöhnliche Wünsche mit sich bringen können.

Bei Wenner arbeiten im Vertrieb Menschen. Menschen, die die Fragen und Vorstellungen anderer Menschen ernst nehmen, beantworten und mit innovativen Strategien zusammen mit dem Kunden Konzepte entwickeln, damit sich dieser dann mit gutem Gefühl auf seine eigenen Kompetenzen konzentrieren kann.

Frau Schmerl ist seit zwei Jahren bei Wenner und ist insbesondere Ansprechpartnerin, wenn es um Anfragen, Bestellungen und alle Belange unserer Kunden geht. Zuvor hat sie bei der Nagel Group in Borgholzhausen die Abteilung Lager- und Kontraktlogistik für den Standort Versmold geleitet. Ihr besonderes Lebensmotto lautet: »Ehrlichkeit verschafft dir vielleicht nicht viele Freunde, dafür die Richtigen!«

Herr Zühlke ist schon sozusagen ein Urgestein im Unternehmen Wenner. Wenn es um Innovation oder Fachwissen geht, ist er der Mann an der richtigen Stelle. Dafür bringt er einen Lebenslauf mit, der schon früh vertriebliche Tätigkeiten bei der Firma Specht beinhaltet und bereits über 20 Jahre bei Wenner.
Ganz nach seiner persönlichen Lebenseinstellung »Geht nicht, gibt´s nicht ☺« schätzen ihn unsere Kunden, die ihn schon lange kennen.

Und nun gibt es ein drittes Gesicht im Wenner-Vertrieb: Markus Reichert.
Unser Redaktions-Team hat mal angefragt:
»Frau Schmerl, warum haben Sie und Herr Zühlke sich auf die dritte Säule im Vertrieb gefreut?«
»Durch weiteres jahrelanges Fachwissen in unseren Reihen können wir unseren Kunden somit weiterhin die bestmöglichen Strategien an die Hand geben. Wir wollen nicht aufhören, gut zu sein, und freuen uns darauf, im Team stetig besser zu werden.« – 

»Wie sind Sie zu Wenner dazu gestoßen, Herr Reichert? Was sind Ihre Ziele und mit welcher Lebenseinstellung treten Sie unseren Kunden gegenüber?«

»Ich bin seit etwa drei Jahrzehnten in der Kartonverpackungsbranche und seit über 5 Jahren in unserer Unternehmens-Gruppe tätig. Der Wechsel zu Wenner ist für mich aufgrund der Aufgabenstellung interessant: Ich möchte neue Einsatzgebiete für die in unserem Werk sehr effizient hergestellten Verpackungen eruieren und realisieren. Möglichkeiten dazu lassen sich sowohl branchenspezifisch als auch geografisch finden. Neugeschäftsaufbau ist langwierig und schwer berechenbar, aber mit meiner rheinischen Mentalität habe ich den nötigen Humor und auch die Gelassenheit, Biss und Verbissenheit nicht zu verwechseln.« Das Redaktionsteam wünscht dem dreiköpfigen Vertriebs-Team viel Erfolg und wünscht unseren Kunden, dass sie sich jederzeit von Wenner bestens betreut sehen.

WIR SUCHEN EINEN INDUSTRIEMECHANIKER (M/W/D)

Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir ab sofort einen Industriemechaniker (m/w/d) 

Das Unternehmen:

Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen und produzieren mit modernster Maschinentechnologie (Drucken, Stanzen, Kleben, Palettierrobotik) Faltkartonagen. Die Weiterentwicklung unseres Betriebes und die Einführung eines Zwei-Schicht-Systems erfordern einen Ausbau unserer Instandhaltungs-Abteilung.

Als Mitglied unseres Instandhaltungsteams liegen folgende Aufgaben in deinem Verantwortungsbereich:

  • Wartung und Instandhaltung von Anlagen und Maschinen, zukünftig im Bereitschaft- bzw. Zwei-Schicht-Systems
  • Reparaturen im Bereich der Gebäudeausstattung und im Maschinenpark
  • Herstellen und Einbauen von Bauteilen und Baugruppen für unsere Maschinen
  • Reparaturen von Werkzeugen und Vorrichtungen
  • Fehlersuche an Maschinen und Anlagen
  • Optimieren von Fertigungsprozessen im Rahmen der täglichen Arbeitsprozesse
  • Installationsarbeiten im Bereich der TGA

Mit diesen Qualifikationen ergänzt du unser Team perfekt:

  • Eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung zum Industriemechaniker, Verfahrensmechaniker, Mechatroniker, oder eine vergleichbare Ausbildung
  • Relevante Berufserfahrungen im Bereich der Instandhaltung (mind. 2 Jahre)
  • Grundlegende Kenntnisse im Bereich Pneumatik
  • Sehr gute handwerkliche Fähigkeiten sowie eine ordentliche, saubere und strukturierte Arbeitsweise
  • Eigeninitiative und Teamfähigkeit
  • Interdisziplinäres Denken
  • Improvisationsvermögen
  • Vorzugsweise Erfahrung im Umgang mit Microsoft Office Produkten (Excel/Word)

Neben einer angemessenen Entlohnung bieten wir noch weitere Leistungen:

  • Betriebliche Altersvorsorge mit Arbeitgeberzuschuss
  • Unfallversicherung
  • Betriebliche Zusatz- Krankenversicherung
  • Firmen-Fitness-Programm
  • E- Bike-Leasing
  • Regelmäßige Maßnahmen zum Qualifikationserhalt und Weiterbildungsmöglichkeiten

Du bist interessiert? Dann sende uns deine aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen mit dem gewünschten Bruttojahresverdienst (gerne auch per Mail) an:

Ansprechpartner

WIR SUCHEN EINEN IT-SYSTEMADMINISTRATOR (M/W/D)

Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir ab sofort, unbefristet und in Vollzeit, einen IT-Systemadministrator (m/w/d) 

Das Unternehmen:

Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen mit langer Tradition und produzieren mit modernster Maschinentechnologie Kartonagen aus Vollpappe für die Lebensmittelindustrie. Stetiges gesundes Wachstum und eine hohe Kundenakzeptanz zeichnen uns aus. Unser Kartonagenwerk präsentiert sich modern und erfolgreich am Markt. Wir gehören seit 2020 zur  Halbzellstoff-Industrie GmbH.

Deine Aufgaben:

  • Du betreust die Unternehmens-IT in Zusammenarbeit mit einem externen IT-Dienstleister
  • Du wartest und pflegst die Server- und Systemtechnik, inkl. der Clients
  • Du kümmerst dich um die Netzwerkadministration und Drucker (Softwareseitig setzen wir auf Windows 7/10, Microsoft Office 2019 und Microsoft SQL-Server 2019)
  • Du stellst die Verfügbarkeit der Systeme sicher, unterstützt unsere Anwender/-innen bei Bedienungsfragen und entwickelst die IT zusammen mit den Fachbereichen weiter
  • Du betreust und optimierst unser ERP System (Sage 100/ Office Line) um eine reibungslose Produktion zu gewährleisten
  • Du unterstützt unser Controlling bei der Erstellung von Auswertungen auf Excel-Basis

Das bringst du mit:

  • Abgeschlossene IT-Ausbildung oder vergleichbare Qualifikation mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung
  • Kenntnisse in der Administration von gängigen Microsoft-Produkten (Client- und Serverbetriebssysteme sowie Officeanwendungen)
  • Erfahrungen im Help Desk
  • Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und betriebswirtschaftliches Denken

Wir bieten dir:

  • Angemessene Entlohnung
  • Betriebliche Altersvorsorge mit Arbeitgeberzuschuss
  • Unfallversicherung sowie betriebliche Zusatz-Krankenversicherung
  • E-Bike Leasing sowie ein Firmen Fitness Programm
  • Dynamisches Unternehmen mit flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswegen
  • Abwechslungsreiche Tätigkeiten und spannende Entscheidungsprozesse, an denen du mitwirkst

Wir haben dein Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf deine Bewerbung!

Sende deine aussagekräftigen Unterlagen mit Anschreiben und Angabe deiner Gehaltsvorstellung und frühestmöglichem Eintrittsdatum per Mail an:

Ansprechpartner

Interview mit unserem Azubi Kevin Lenz

Die Wenner-Redaktion im Interview mit unserem Auszubildenden zum Industriekaufmann

Wenner-Redaktion
Im kaufmännischen Bereich sollte man ja nicht unbedingt ein Problem mit Zahlen haben – stelle ich mir vor? Liege ich da richtig? Überhaupt – welche Grundvoraussetzungen sollte man für diese Ausbildung mitbringen?

Kevin Lenz
Genau, Spaß am Arbeiten mit Zahlen wäre nicht schlecht. Wichtig ist aber vor allem, sich selbst gut zu strukturieren und zu organisieren, um die Aufgaben fehlerfrei bearbeiten zu können und so ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen. Keine Scheu vor dem Telefonieren wäre auch vorteilhaft, da man immer mal wieder mit Kunden telefoniert, um Bestellungen entgegenzunehmen oder bei Lieferanten etwas in Auftrag zu geben. Es ist jedoch nicht so, dass man dies von Anfang an perfekt beherrschen muss. Jeder, der mit Spaß und Engagement dabei ist, entwickelt sich in der Ausbildung immer weiter und wird dadurch in allen Punkten sicherer.

Wenner-Redaktion
Woran sollte man noch Interesse haben, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet? Man hört ja immer so einiges von BWL. Nicht jedermanns Lieblingsfach. Deines? Warum ist dieses Berufsschulfach nicht zu unterschätzen als Grundlage für den Beruf?

Kevin Lenz
BWL gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsfächern. Ich finde das Fach Geschäftsprozesse am besten und fühle mich dort am wohlsten, das ist jedoch immer Geschmacksache.

BWL sollte aber nicht unterschätzt werden. Man arbeitet in einem Industriebetrieb und kommt daher auch nicht um den Aspekt der Betriebswirtschaftslehre herum. Im Fach BWL lernt man viele betriebliche Abläufe und auch rechtliche Rahmenbedingungen, die man in einem Unternehmen braucht, um beispielsweise geltende Gesetze einzuhalten. Außerdem lernt man, Berechnungen durchzuführen, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu beurteilen und zu erfahren, ob das Unternehmen Gewinne erzielt. Man lernt, auszurechnen, welcher Artikel wie gut im Unternehmen läuft und wie viel Gewinn dieser Artikel erzielt. Demnach ist es schon essenziell, dass man zumindest etwas Spaß an dem Fach hat und auch gut zuhört, anstatt nur seine Zeit abzusitzen.

Wenner-Redaktion
Warum hast Du Dich gerade für eine Bewerbung bei Wenner entschieden? Falls nicht durch ein Praktikum, welche Verbindung hattest Du vor Deiner Ausbildung zu Deinem heutigen Ausbildungsbetrieb?

Kevin Lenz
Zu Wenner kam ich durch einen Zufall. Ich habe mein Abitur gemacht und wusste nicht, was ich danach eigentlich machen soll. Da mein Vater bei Wenner als Kraftfahrer und im Lager arbeitet, wollte ich zunächst ein Jahr in der Produktion arbeiten und Geld verdienen, um nebenbei zu schauen, welcher Beruf für mich geeignet ist oder ob ich doch lieber studieren möchte. Nachdem ich für ein Praktikum in der Produktion angenommen wurde, kam drei Tage später meine jetzige Ausbilderin auf mich zu und fragte mich, ob ich mir nicht eine Ausbildung als Industriekaufmann bei Wenner vorstellen könne. Es wurde gerade ein Auszubildender gesucht und es wäre schade, ein ganzes Jahr mit Hilfsarbeiten zu verschwenden, wenn ich auch direkt eine Ausbildung bei Wenner starten könnte.

Am Ende der Woche hatte ich mich dann entschieden, den Ausbildungsplatz anzunehmen und bin über diese Entscheidung sehr froh. Ich bin dankbar, dass ich diese Möglichkeit bekommen habe, da ich sehr glücklich mit meiner Stelle bin und die Ausbildung mir viel Spaß macht. Außerdem ist der Beruf des Industriekaufmanns breit gefächert und man kann sich nach der Ausbildung in andere Branchen begeben, die einem gefallen und sich durch gute Leistungen und Engagement weiterentwickeln. Der Beruf bietet außerdem eine gute Basis für Weiterbildungen und Karriere-Chancen.

Wenner-Redaktion
Hast Du schon ein Ziel, in welchem Bereich Du nach der Ausbildung gern arbeiten würdest?

Kevin Lenz
Ja, ich habe relativ früh gutes Feedback von meinen Kollegen bekommen, die mich nach der Ausbildung gerne übernehmen möchten. Ich hatte die Wahl, ob ich in Richtung Produktionsplanung gehe oder mich im Verkaufsteam weiterentwickle. Ich habe mich nach etwas Bedenkzeit für den Weg ins Verkaufsteam entschieden, da ich dort gute Möglichkeiten für mich sehe und denke, dass ich dort gut zurechtkommen werde. Außerdem werde ich noch weiter im Bereich CAD, also Entwurf und Konstruktion von Kartonagen mit einsteigen, um ein besseres Wissen über das Material und den Aufbau der Kartons zu erhalten. Während meiner Ausbildung werde ich immer wieder beim Erstellen von Mustern mit hinzugezogen. Das hat mir gezeigt, dass mir das Spaß macht und mir die Arbeit auch relativ gut liegt.

Wenner-Redaktion
Welches Berufsschulfach motiviert Dich am meisten?

Kevin Lenz
Am meisten motiviert mich das Fach Geschäftsprozesse. Ich komme dort am besten klar und mag es, verschiedene Aspekte der Produktionsplanung, Lagerhaltung oder Maschinenbelegung zu erfahren und dies zu planen oder auszurechnen.

Wenner-Redaktion
Was genau ist der besondere Reiz, gerade Azubi in der Verpackungsbranche und erst recht gerade bei Wenner zu sein? Was macht Wenner zu einem ganz besonderen Ausbildungsbetrieb?

Kevin Lenz
Der Reiz an der Verpackungsbranche ist, dass man diese gar nicht so richtig auf dem Schirm hat. Man beachtet nicht wirklich, wo Kartons überall eingesetzt werden, wenn man einfach durch Einkaufsläden läuft und nicht darüber nachdenkt. Die Verpackungsbranche ist so groß   – gerade der Bereich der Pappe mit den nachhaltigen Verpackungen -, dass man sich wundert, wenn man dies aufgezeigt bekommt. Außerdem ist es interessant zu sehen, wie die Kartons überhaupt hergestellt werden und welche Maschinen dafür notwendig sind, welche Stufen die Produkte durchlaufen, bis das Rohmaterial zu einem fertigen, befüllten Karton im Laden wird.

Die Ausbildung bei Wenner ist für mich gerade so interessant, weil ich auch aus Versmold komme und den Arbeitsplatz direkt vor der Tür habe. Die Kollegen sind alle sehr nett und helfen bei Fragen gerne weiter. Das Umfeld und die Arbeitsatmosphäre passen. Nicht zuletzt bekommt man hier ein gutes Azubigehalt, das im Vergleich zu den Gehältern anderer Azubis in meiner Klasse fast das höchste Gehalt ist. Von daher passt das Gesamtpaket einfach.

Wenner-Redaktion
Welche Empfehlung hast Du für Leute, die noch darüber nachdenken, was sie werden möchten?

Kevin Lenz
Ich empfehle, dass sich jeder frühzeitig darüber Gedanken machen sollte, was ihm liegt und was ihm Spaß machen könnte. Auch Messen, bei denen sich Unternehmen vorstellen, können dabei helfen, schon Kontakt zu möglichen Unternehmen herzustellen. Außerdem sollte man vorher Praktika machen und sich einfach ausprobieren, um ein besseres Gefühl für seine Zukunft zu bekommen. Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass dies ganz sicher nicht schadet. Da ich selbst das alles nicht gemacht habe und nach meinem Abi ohne Plan und Arbeit dastand, hätte ich mir gewünscht, mir eher Gedanken gemacht zu haben. Erst da ist mir nämlich klar geworden, wie wichtig das Informieren und Bewerben im Vorfeld gewesen wäre. Fängt man nicht rechtzeitig an, verschwendet man möglicherweise ein Jahr als Hilfskraft ohne Qualifikation, anstatt eher eine Ausbildung abzuschließen und somit als Fachkraft schneller ein besseres Gehalt und einen festen Arbeitsplatz zu bekommen. Ich hatte Glück mit meiner Ausbildung und bin froh darüber. Nicht jeder wird dieses Glück haben und es wäre schade, einfach so Lebenszeit und mögliches Geld, das man mehr verdienen könnte, durch Faulheit und Bequemlichkeit zu verschwenden.

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Druckproduktion mit Jan Cvetkovic

Unsere Neue macht Druck!

Auch wenn unsere bisherige Maschine ihr Limit noch nicht erreicht hatte, haben wir uns zukunftsorientiert dafür entschieden, frühzeitig eine zweite Maschine anzuschaffen. Und nicht nur deshalb. So werden sowohl weitere künftige Produktionssteigerungen ohne Unterbrechung ermöglicht, als auch jetzt schon durch die Redundanz erreicht, dass etwa bei Wartungs- oder Umrüstarbeiten die Druck-Produktion nie stillstehen muss. Bisher wurden einige Aufträge außer Haus gegeben, was ungeachtet zusätzlicher Kosten auch mit Risiken verbunden war. Mit zwei Maschinen gibt es dieses Problem aktuell gar nicht mehr. Seit September letzten Jahres bedienen wir alle Aufträge mit ihren vielfältigen Anforderungen ausschließlich durch unsere eigene Produktion. Außerdem können wir nun auch außer planmäßige Aufträge annehmen, um diese entsprechend abzuwickeln. 

Die Firma Manroland, von der unsere bisherige Maschine gekauft wurde, und die Firma König & Bauer, die nun die neue geliefert hat, sind qualitativ hochwertige Anbieter von Spezial-Druckmaschinen mit vergleichbar größter Stärke auf dem europäischen Markt.

Unsere beiden Maschinen eignen sich für das Bedrucken schwerer Kartonage von 0,4 mm – 1,6 / 1,7 mm Materialstärke. Obwohl die Manroland sechs Farbwerke hat und die König & Bauer nur fünf, können wir mit der neuen auf modernstem Stand der Technik gleichwertige Qualität liefern. Ein wirklicher Unterschied zwischen beiden Maschinen ist die hohe Geschwindigkeit, mit der die König & Bauer druckt.

Aufgestellt wurde die Maschine im letzten Jahr mit Standardeinstellungen und groben Anpassungen für unseren speziellen Bedarf. Aktuell findet bei laufendem Betrieb das Feintuning statt, sodass wir davon ausgehen, dass wir bis ca. Mitte des Jahres dieses abgeschlossen haben werden. Die bisherigen Anpassungen konnten ohne große Probleme vorgenommen werden.

Druck-Qualität in professionelle Hände!

Verantwortlich für das Wohlbefinden unserer beiden Druck-Ladies ist in erster Linie Abteilungsleiter „Druck“, Jan Cvetkovic. Mit seiner guten fachlichen Ausbildung zum Drucker bei Kolbe-Druck konnte er von Anfang an Knowhow im Offset-Druck aufbauen. Als wir bei Wenner vor gut 13 Jahren planten, zu Offset überzugehen, haben Jan Cvetkovic und sein Vater, Lazar Cvetkovic, diesen Bereich, der für uns damals Neuland war, nicht nur entwickelt, sondern gemeinsam auch hier ganz neue Maßstäbe gesetzt.

Seit Anfang 2021 ist Jan Cvetkovic als Abteilungsleiter für den Druckbereich im neu eingeführten Produktionsleitungsteam. Dieses besteht aus den Abteilungsleitern für die einzelnen Spezialbereiche Drucken, Kleben, Stanzen und Haustechnik. Da alle Bereiche aber verzahnt arbeiten, sind hier die Abteilungsleiter quasi bereichsübergreifend im Einsatz. Somit werden auch die Druckmaschinen den Anforderungen aller anderen Abteilungsleiter nicht entgehen. Umgekehrt werden diese gemeinsam dafür sorgen, dass es den druckenden Ladies an nichts fehlt und sie immer gut mit Ölen und Fetten verwöhnt werden.

Aktuelles bei Wenner

  • 31. Mai 2021

    Anforderungen an die Branche der Kartonagen-Hersteller

    Wenner-Redaktion Einige Male haben wir hier schon berichtet, was unser Unternehmen im Produktionsbereich ausmacht. Dabei konnten wir auch Branchenfremden einen […]

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  • 14. Mai 2021

    1 Herz – 5 Fragen

    Geschäftsführer Herr Stephan Potthoff-Wenner im Interview: Wenner-Redaktion Herr Potthoff-Wenner, wir bedanken uns, dass Sie sich die Zeit nehmen, sich unseren […]

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  • 23. April 2021

    FERNFAHRER 5 | 2021

    Lesen Sie den Bericht Der geräuschlose LKW-Verkehr Diese vier Lkw-Fahrer aus vier Unternehmen sind aktuell mit vollelektrischen Lkw im Nahverkehr […]

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  • 19. April 2021

    Herr Lazar Cvetkovic erneut im Interview

    Betriebsleiter „Produktion“ Herr Lazar Cvetkovic erneut im Interview zur neu angeschafften Offset-Druckmaschine – ein Dutzend Fragen: Wenner-Redaktion Hallo, Herr Cvetkovic. […]

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  • 1. April 2021

    Der Wenner-Vertrieb stellt sich vor

    Was bedeutet »Vertrieb« bei Wenner? Zunächst heißt das einmal, dass den Geschäftskunden Janine Schmerl, Heiko Zühlke und seit März auch […]

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  • 17. März 2021

    WIR SUCHEN EINEN INDUSTRIEMECHANIKER (M/W/D)

    Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir ab sofort einen Industriemechaniker (m/w/d)  Das Unternehmen: Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen und produzieren mit […]

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  • 8. März 2021

    WIR SUCHEN EINEN IT-SYSTEMADMINISTRATOR (M/W/D)

    Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir ab sofort, unbefristet und in Vollzeit, einen IT-Systemadministrator (m/w/d)  Das Unternehmen: Wir sind ein […]

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  • 4. März 2021

    Interview mit unserem Azubi Kevin Lenz

    Die Wenner-Redaktion im Interview mit unserem Auszubildenden zum Industriekaufmann Wenner-Redaktion Im kaufmännischen Bereich sollte man ja nicht unbedingt ein Problem […]

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  • 18. Februar 2021

    WIRTSCHAFT REGIONAL 02|2021

    Lesen Sie den Bericht Umschalten auf Grün von der NRW.BANK Nordrhein-Westfalen will noch klimafreundlicher werden. Wie die NRW.BANK mit ihrer […]

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  • 22. Januar 2021

    Unsere Druckproduktion mit Jan Cvetkovic

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