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Preiskorrektur am Stahlschrottmarkt: Export und Materialknappheit als Preistreiber

Mit dieser Gegenbewegung hat niemand gerechnet. Nachdem sich die Stahlschrottpreise im September und Oktober mehr oder weniger im freien Fall befanden, berichten die Stahlschrotthändler für November gegenüber EUWID nun wieder von einem deutlichen Preisaufschlag. Allerdings sehen die Gesprächspartner die Preisbewegung nahezu ausnahmslos als „exportgeleitet“ gepaart mit einer wachsenden Schrottknappheit. An der grundsätzlich rezessiven Stimmung ändert dies aber nichts, wie auch die kürzlich von der BDSV durchgeführte Mitgliederumfrage zum Ausdruck brachte.
„Es gibt anscheinend nur noch Vollbremsung und Vollgas“, kommentierte ein Händler im Gespräch mit EUWID die jüngste Preisentwicklung auf dem Stahlschrottmarkt. Auslöser des Preissprungs im November war den Angaben zufolge eine deutlich verstärkte Schrottnachfrage der Türkei. So bieten sich den türkischen Stahlwerken neben einer verbesserten Inlandsnachfrage durch steigende Stahlpreise in China derzeit wieder gute Exportmöglichkeiten.
Aber auch auf dem deutschen Markt sollen sich die Auftragsbücher bei einigen Stahlwerken „über Nacht“ wieder gefüllt haben. Dies betreffe vorerst nur die Nachfrage nach Baustahl. „Mit der Umkehr der Schrottpreise wird wieder mehr bestellt, und zwar nicht nur für morgen, sondern auch für übermorgen. Die Betonstahlpreise steigen“, erklärte ein Marktteilnehmer.
Die Nachfrage nach Flachstahlerzeugnissen bleibt dem Vernehmen nach indes unverändert schwach. Eine Vielzahl von Stahlwerken habe die Produktion gekürzt. Hauptgrund sei die seit Monaten schwächelnde Automobilindustrie, was sich für den Schrotthandel auch an dem gegenüber den Vorjahresmonaten weiterhin deutlich reduzierten Neuschrottaufkommen an den Entfallstellen der Automobilhersteller und Zulieferer widerspiegle.
Den vollständigen Bericht zum deutschen Stahlschrottmarkt inklusive der Preisangaben lesen Sie kommende Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 48/2019. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle schon jetzt online zur Verfügung:

EUWID Preisspiegel Stahlschrott Deutschland

Neuer Zweckverband zur Klärschlammverwertung in Böblingen geplant

Die Klärschlammverwertung in der Region um Böblingen könnte demnächst im Rahmen eines neuen Zweckverbandes erfolgen. Der Rat der Gemeinde Schenkenzell hat zugestimmt, dass der Abwasserverband Oberes Kinzigtal dem geplanten Zweckverband Klärschlammverwertung Böblingen beitritt, war der Lokalpresse in der vergangenen Woche zu entnehmen.
Zuvor hatte die Verwaltung dem politischen Entscheidungsgremium einen Beitritt in einer Ratsvorlage empfohlen.
Das Projekt Klärschlammverwertung Böblingen wird den Angaben zufolge bereits seit 2016 betrieben. Demnach wollen insgesamt 46 Kläranlagenbetreiber am Standort des Zweckverbands Restmüllheizkraftwerk in Böblingen (RBB) eine entsprechende Anlage errichten und betreiben. Rund 166.000 Tonnen Klärschlamm fallen der Gemeindeverwaltung zufolge im Jahr bei den potenziellen Mitgliedern des Zweckverbandes an.

105 Mio € für eine eigene Anlage

Um den Klärschlamm selber thermisch verwerten zu können, rechnen die Kläranlagenbetreiber in der Region um Böblingen mit Kosten in Höhe von etwa 105 Mio €. Die Schlammentsorgung soll nach Angaben der Verwaltung zwischen 80 und 100 € brutto pro Tonne Klärschlamm kosten – zuzüglich Transport.
In der Vergangenheit hatte der Abwasserzweckverband Oberes Kinzigtal den Angaben zufolge in einer gemeinsamen Ausschreibung mehrerer Kläranlagen einen Vertag mit einem Preis von 92,40 € brutto pro Tonne abgeschlossen. Der Vertrag laufe noch bis Ende nächsten Jahres. Angesichts der Preisentwicklungen im Bereich der Klärschlammentsorgung befürchten die Abwasserreiniger, dass der Preis sich ebenfalls nach oben entwickeln wird.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 47/2019. Kunden unseres Premium-Angebotes können den Artikel auch in unserem E-Paper lesen:

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BMU: Lithium-Problematik muss vor allem auf EU-Ebene angegangen werden

Lösungen für die wachsende Problematik rund um die Entsorgung von Lithium-Batterien müssen aus Sicht des Bundesumweltministeriums in erster Linie auf europäischer Ebene gesucht werden. Gleichzeitig könne man aber auch ohne Brüssel auf nationaler Ebene an einzelnen Stellschrauben Verbesserungen erreichen. Das erklärte Regina Dube vergangene Woche im Rahmen einer Veranstaltung des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungswirtschaft in Berlin.
Für die Abteilungsleiterin im BMU läuft es bei der Lösung der Problematik am Ende auf eine zweistufige Vorgehensweise hinaus: Umfassendere Regelungen auf EU-Ebene und Anpassungen der Situation in Deutschland.
Viele insbesondere auch von Seiten des BDE vorgebrachte Forderungen könnten nicht auf nationaler Ebene umgesetzt werden, sondern müssen auf europäischer Ebene gelöst werden, betonte Dube. Aus ihrer Sicht ist es durchaus denkbar, dass die Problematik rund um die Entsorgung von Lithium-Akkus zudem auf die Tagesordnung der anstehenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft gesetzt werde. Das Thema gehöre dringend nach Europa.
Einen ausführlichen Artikel zur Diskussion um die Brandrisiken von Lithium-Akkus lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 47/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

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EU-Kommission genehmigt Rettungskredit für AEB

Die Überbrückungskredite in Höhe von 80 Mio € für den niederländischen MVA-Betreiber AEB Holding N.V. sind mit den EU-Vorschriften für staatliche Beihilfen vereinbar. Dies gab die Europäische Kommission am Dienstag bekannt. Sie wies darauf hin, dass es ihre Leitlinien für Rettungs- und Umstrukturierungsfinanzierung den Mitgliedstaaten erlaubten, Unternehmen in Schwierigkeiten zu unterstützen.
Die Voraussetzung dafür sei insbesondere, dass die öffentlichen Maßnahmen „zeitlich und inhaltlich begrenzt sind und zu einem Ziel von gemeinsamem Interesse beitragen“. Bei den Krediten für AEB überwiegen nach Aussage der EU-Kommission die positiven Auswirkungen gegenüber den „möglichen Wettbewerbsverzerrungen durch den öffentlichen Eingriff“.
AEB betreibt eine Müllverbrennungsanlage mit einer Behandlungskapazität von 1,4 Mio Tonnen in Amsterdam. Ende Juni mussten vier ihrer sechs Linien aus Sicherheitsgründen vorübergehend stillgelegt werden, was zu Entsorgungsengpässen in den gesamten Niederlanden führte. Zwei Linien konnten Anfang Oktober wieder in Betrieb gehen, die beiden anderen Ende des Monats bzw. Anfang November. Die Stadt Amsterdam als Eigentümerin des Unternehmens stellte die Kredite bereit, um die Liquidität des Entsorgers zu sichern. Sie prüft nun den möglichen Verkauf des Unternehmens und will die endgültige Entscheidung über die Einleitung des Verkaufsprozesses im kommenden Jahr treffen.

Scholz-Chef Hauschulte weg

Der Stahlschrottrecycler Scholz muss sich einen neuen Chef suchen. Klaus Hauschulte habe das Amt als Chief Executive Officer der Scholz Recycling GmbH gestern niedergelegt, teilte das Unternehmen mit. Der Arbeitsvertrag soll im gegenseitigen Einvernehmen beendet werden.
Zu den Gründen für die Trennung erklärte das Unternehmen lediglich, dass Hauschulte abtrete, „damit die Gesellschaft eine veränderte, aber konsistente Geschäftsstrategie verfolgen kann“.
Der promovierte Maschinenbauer führte die Geschäfte von Scholz seit Februar 2018. In dieser Zeit habe Hauschulte große Veränderungen bei Scholz vorangetrieben und durchgeführt, heißt es. So sei er maßgeblich daran beteiligt gewesen, „Scholz durch eine Zeit wichtiger neuer Schritte zu führen“.
Einen Nachfolger an der Spitze von Scholz gibt es bisher nicht. Vorübergehend soll der Vorstandschef der Muttergesellschaft Chiho Environmental Group, Yongming Qin, auch als Geschäftsführer des deutschen Stahlschrottrecyclers fungieren. In den nächsten Monaten will das Unternehmen einen neuen Chief Executive Officer für Scholz suchen.

Platzt der Aurubis-Metallo-Deal? EU leitet eingehende Untersuchung ein

Die Europäische Kommission hat Bedenken bezüglich der geplanten Übernahme des belgisch-spanischen Recyclers durch den Hamburger Kupferkonzern Aurubis. Gestern kündigte die für die Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager eine eingehende Prüfung nach der europäischen Fusionskontrollverordnung an. Es wird befürchtet, dass die Übernahme den Wettbewerb im Bereich des Ankaufs von Kupferschrott zur Aufbereitung beeinträchtigen wird.
„Die Nachfrage nach Kupfer dürfte steigen, unter anderem aufgrund der wachsenden Bedeutung von Elektroautos. Eine gut funktionierende, wettbewerbsfähige Kupfer-Recycling-Industrie spielt eine zentrale Rolle bei der Deckung des künftigen Bedarfs der europäischen Industrie und der Begrenzung der Umweltauswirkungen. Die Kommission wird den Zusammenschluss von Aurubis und Metallo, den beiden führenden Unternehmen aus dem Bereich der Aufbereitung von Kupferschrott in Europa, sorgfältig prüfen, um sicherzustellen, dass das Rechtsgeschäft keine negativen Auswirkungen auf den Wettbewerb in diesem wichtigen Wirtschaftszweig hat“, begründete Vestager die eingehende Prüfung.
Laut Kommission würden im Falle der Genehmigung des Zusammenschlusses die beiden größten Abnehmer und Aufbereiter von Kupferschrott in Europa zusammengeführt. Das daraus hervorgehende Unternehmen hätte einen sehr großen kumulierten Marktanteil beim Kauf und der Aufbereitung von Kupferschrott. So habe die vorläufige Prüfung ergeben, dass die beiden Unternehmen die engsten Wettbewerber voneinander sind, insbesondere beim Kauf und bei der Aufbereitung von komplexem und zinnhaltigem Kupferschrott. Für Verkäufer dieser Werkstoffe könnten Aurubis und Metallo derzeit die einzigen beiden infrage kommenden Abnehmer sein.
Die Kommission befürchtet, dass Aurubis nach einer Metallo-Übernahme seine größere Nachfragemacht dazu benutzen könnte, niedrigere Preise für den Ankauf von Kupferschrott durchzusetzen. Der Zusammenschluss könnte das reibungslose Funktionieren der Kupferrecyclingbranche beeinträchtigen und die Anreize für Recycler, Kupferschrott zu sammeln und zu sortieren, verringern.
Wieberichtet, hat Aurubis rund 380 Mio € für den Kauf der im Besitz des Fonds TowerBrook Capital Partners befindlichen Metallo Holdings geboten. Die Übernahme begründete Aurubis u.a. mit dem Konzernziel, sich zu einem Multi-Metall-Anbieter weiterentwickeln. So will Aurubis neben dem klassischen Kupfergeschäft das Angebot an weiteren Metallen wie beispielsweise Nickel, Selen oder Tellur ausbauen und die Verkaufsmenge von Nicht-Kupfer-Metallen bis zum Geschäftsjahr 2022/23 verdoppeln. Die Multi-Metall-Strategie wurde ursprünglich begleitet von dem internen Wachstumsprojekt „Future Complex Metallurgy“ (FCM). Wegen ausufernder Investitionskosten und Unwirtschaftlichkeit wurde das Projekt im Sommer dieses Jahres abereingestellt.

DSD verliert Aldi an Interseroh

Die Duales System Deutschland GmbH (DSD) hat mit Aldi ihren größten Kunden verloren. Der Discounter lizenziert im nächsten Jahr seine Eigenmarkenverpackungen beim Dualen System von Interseroh. Das berichten Lieferanten, die im Laufe voriger Woche entsprechende Schreiben von Aldi Süd und Aldi Nord bekommen haben.
Die Discounter-Schwestern wollten allerdings letzte Woche auf Anfrage von EUWID „hierzu aktuell keine Angaben machen“.
Bei dem Lizenzierungsauftrag von Aldi geht es nach Angaben aus Systemkreisen um einen Marktanteil zwischen elf und zwölf Prozent. DSD hatte zuletzt einen Marktanteil im Dualen System von etwa 30 Prozent. Branchenkennern zufolge wirbt der Grüne Punkt inzwischen verstärkt um kleinere Lizenzkunden, um eine Zielmarke von rund 25 Prozent zu erreichen.
Den kompletten Bericht zur aktuell großen Bewegung bei den Dualen Systemen lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 47/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

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ElektroG: Hersteller und Handel sollen bei Sammlung stärker einbezogen werden

Die Diskussionen zur Neufassung des ElektroG laufen bereits seit einem Jahr und ein erster Entwurf lässt wahrscheinlich noch bis zum ersten Quartal 2020 auf sich warten. Absehbar ist aber jetzt bereits, dass die Hersteller künftig stärker auch bei der Sammlung in die Pflicht genommen werden. Darauf verwies Björn Bischoff vom Umweltbundesamt bei einer Veranstaltung von Take-e-way vergangene Woche in Stuttgart. Auch bei der Rücknahmepflicht des Handels werde es wahrscheinlich zu Änderungen kommen. Noch keine Tendenz gebe es hingegen zur vielfach diskutierten Einführung von Pfandsystemen.
Hinsichtlich der Erreichung der europäischen Vorgaben stelle nicht die Verwertung der Altgeräte das Problem dar – hier werden die Mindestvorgaben der EU bereits seit Jahren erreicht – sondern vielmehr die Sammlung, betonte Bischoff. Die Quoten bei der Erfassung lagen in den letzten Jahren lediglich bei rund 45 Prozent. „Man muss kein Prophet sein, um festzustellen, dass das Sammelziel von 65 Prozent in diesem Jahr nicht erreicht wird“, so der UBA-Vertreter. Auch eine Prognose, wann das Ziel erreicht werden kann, wagte er nicht.
Um die Sammelvorgabe zu erreichen, müsse man sich vor allem auf die Großgeräte konzentrieren. Da die Quote aber kein Selbstzweck an sich darstelle, werde man die anderen Gerätegruppen nicht vernachlässigen und auch dort versuchen, die Sammlung zu verbessern, stellte Bischoff klar.
Einen ausführlichen Artikel zum aktuellen Stand bei der Novelle des ElektroG lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 47/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

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Gemeinsame Klärschlammentsorgung in Ostwestfalen-Lippe nimmt Konturen an

Die gemeinsame Klärschlammentsorgung in der Region Ostwestfalen-Lippe nimmt langsam Konturen an. Derzeit wird die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens vorbereitet, das „Klärschlammverwertung OWL GmbH“ heißen wird, ist einer Ratsvorlage der Stadt Enger zu entnehmen. Die politischen Gremien der kommunalen Kooperationspartner müssen der Gründung des gemeinsamen Unternehmens und der Satzung zustimmen. Der Rat der Stadt Enger hat seine Zustimmung nach Angaben der Lokalpresse in der Sitzung am 4. November erteilt.
Voraussetzung für die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens ist, dass die insgesamt 100 in der Klärschlammkooperation Ostwestfalen-Lippe (OWL) organisierten Kläranlagen künftig mindestens 15.000 Tonnen und maximal 45.000 Tonnen Klärschlamm-Trockensubstanz der neuen GmbH überlassen.

Dieses Mindestziel ist erreicht. Wie die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf (AWG) mitteilte, habe die von der Kooperation vorgesehene Mindestmenge für den Zusammenschluss von 15.000 Tonnen Trockensubstanz mit den jüngsten Beschlüssen der Städte Bielefeld, Lübbecke und Minden sowie der Wasserverbände Wittlage und Bersenbrück erreicht und überschritten. Daneben haben sich auch die Städte Halle in Westfalen, Versmold, Rietberg, Schloss-Holte-Stukenbrock, Marsberg, Geseke, die Gemeinden Langenberg, Steinhagen und Herzebrock-Clarholz, die Stadtwerke Bad Oeynhausen, Stadtwerke Espelkamp, der Abwasserverband Obere Lutter und der Kreis Minden-Lübbecke für die Kooperation entschieden.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 48/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits ab Dienstag, 14.00 Uhr in unserem E-Paper zur Verfügung.

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BMU: Wegfall von REA-Gips durch Naturgips kompensieren

Durch den spätestens für das Jahr 2038 geplanten Ausstieg aus der Kohleverstromung wird künftig deutlich weniger REA-Gips anfallen. Die Bundesregierung spricht sich dafür aus, diesen Wegfall durch die zusätzliche Gewinnung von Naturgips auszugleichen und schließt sich damit einem Vorschlag der Kohlekommission an. Das Gips-Recycling werde den Ausfall des REA-Gips dagegen aufgrund der geringen Mengen recycelbarer Gipsabfälle nur in begrenztem Maße kompensieren können, entsprechende Entwicklungsprogramme seien aber zu unterstützen, heißt es in der Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion.
Laut BMU werden derzeit rund 55 Prozent und damit der überwiegende Anteil des deutschen Gipsbedarfs durch den bei der Kohleverstromung als Nebenprodukt der Rauchgasentschwefelung anfallenden REA-Gips gedeckt. Durch den Kohleausstieg werde dieser mittel- und langfristig  wegfallen. Die im letzten Jahr von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Umweltverbänden und Gewerkschaften schlägt in ihrem Anfang des Jahres vorgestellten Abschlussbericht vor, „den fortschreitenden Wegfall an REA-Gips durch eine zusätzliche umweltverträgliche Gewinnung von Naturgips auszugleichen“. Diesen Vorschlag hält die Regierung für plausibel und zielführend, heißt es in der Antwort.
Die FDP hatte in ihrerAnfrage auf eine Stärkung des Gipsrecyclings gedrängt und sich in diesem Zusammenhang für einen Grenzwert für den das Recycling limitierenden Störstoff Asbest ausgesprochen. Durch die vom Bund verfolgte „Nullfaserpolitik“ werde die bisher erreichte und weiter zu erhöhende Recyclingquote für mineralische Bauabfälle gefährdet, warnten die Liberalen.
Den vollständigen Artikel inklusive der Reaktion von FDP und Bauwirtschaft lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 48/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits ab Dienstag, 14.00 Uhr in unserem E-Paper zur Verfügung.

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Aktuelles bei Wenner

  • 4. November 2019

    Unser gemeinschaftliches Engagement für dieses Jahr, um noch mehr CO2 einzusparen …

    Hier zählen für uns auch die kleinen Schritte zur CO2-Ersparnis, deshalb haben wir in diesem Jahr die Idee gleich zu […]

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  • 18. Oktober 2019

    Reduzierung von Kunststoffverpackungen zugunsten von Pappe …

    KARTON MIT KUNSTSTOFFFREIER ÖKOBARRIERE Verbraucher und Markenhersteller haben großen Bedarf angemeldet an nachhaltigeren Alternativen zu Plastikverpackungen und dies überall auf […]

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    der gemeinsam mit •   der Stadt Versmold, •   IGEV, der Interessengemeinschaft Einkaufsstadt Versmold •   IG-GV, der Interessengemeinschaft […]

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  • 24. September 2019

    Kartonagen besonders für wohlüberlegte, schnelle Entschlüsse …

    Sie benötigen zeitnah Kartonagen für Ihre Waren, um diese geschützt zu Ihren Kunden oder zum Verbraucher zu transportieren und dann […]

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  • 9. September 2019

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  • 8. August 2019

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    Es gibt sehr viele Produkt-Bereiche, aber eines ist klar: jedes Produkt braucht seine spezifische Verpackung. Egal, ob • z.B. für […]

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  • 22. Juli 2019

    Vollpappe, der perfekte Werkstoff …

    Kunststoff zu ersetzen ist in vielen Bereichen nicht ganz einfach, aber in der Verpackungsindustrie wird der Rohstoff VOLLPAPPE mit großem […]

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  • 8. Juli 2019

    ENERGIEWENDE: Wir stecken uns seit Jahren hohe Ziele!

    Auf der Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21) im Dezember 2015 haben sich 195 Länder erstmals auf ein allgemeines, rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzübereinkommen geeinigt. Das 2020-Paket […]

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  • 24. Juni 2019

    EU verbannt Plastik-Produkte

    Nun geht es zur Sache: ab 2021 soll die vereinbarte Kunststoff-Richtlinie in der gesamten EU umgesetzt werden, um die Gesundheit […]

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