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EU-Kommission will Sammelziel für Gerätebatterien auf 70 Prozent anheben

Die EU-Kommission will die Mindestvorgaben zur Sammlung von Gerätebatterien deutlich verschärfen. Bereits ab 2025 soll das gegenwärtige Sammelziel von 45 auf 65 Prozent steigen. Ab 2030 soll die Mindestquote dann auf 70 Prozent angehoben werden. Das geht aus dem heute vorgestellten Vorschlag der Kommission zur Schaffung eines neuen Rechtsrahmens für Batterien hervor. Die bisherige Batterierichtlinie soll dabei durch eine Verordnung ersetzt werden, um eine möglichst einheitliche Umsetzung der Vorgaben in den Mitgliedstaaten zu gewährleisten. Anwendungsbeginn für die neuen Regelungen soll der 1. Januar 2022 sein.
Mit der Anhebung der Mindestvorgaben will die Kommission die Sammlung und das Recycling der Gerätebatterien europaweit deutlich verbessern. Aber auch Industrie-, E-Fahrzeug- und Starterbatterien müssten vollständig gesammelt werden, betont die Kommission. Alle gesammelten Batterien sollen recycelt werden, wobei insbesondere bei wertvollen Materialien wie Kobalt, Lithium, Nickel und Blei hohe Verwertungsquoten erreicht werden müssen, heißt es.
Für Industrie- und Autobatterien sowie für Traktionsbatterien aus Elektrofahrzeugen plant die Kommission zudem Vorgaben zum Mindesteinsatz von Rezyklaten. So soll der Mindestrezyklagehalt bei diesen Batterietypen ab 2030 für Kobalt bei zwölf Prozent, für Blei bei 85 Prozent sowie für Lithium und Nickel bei jeweils vier Prozent liegen. Ab 2035 sollen die Werte für Kobalt dann auf 20 Prozent, für Lithium auf zehn Prozent und für Nickel auf zwölf Prozent angehoben werden.

Erweiterte Definition für Gerätebatterien

Der Vorschlag der Kommission sieht zudem auch eine neue Definition für Gerätebatterien vor. Dazu sollen künftig alle versiegelten Batterien und Akkus bis zu einem Gewicht von fünf Kilogramm gehören, die nicht für industrielle Zwecke ausgelegt und weder als Elektrofahrzeugbatterie noch als Autobatterie eingestuft sind. Somit dürften künftig etwa auch Akkus aus Elektrofahrrädern als Gerätebatterien gelten. Bei den Sammelzielen für Gerätebatterien sollen die Akkus für „leichte Transportmittel“, also solche für Elektroräder und E-Scooter, jedoch zunächst ausgenommen werden. Hierzu soll die Einführung eines separaten Sammelziels erst bis Ende 2030 geprüft werden.
Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans zeigte sich bei der Vorstellung der neuen Verordnung überzeugt, dass damit die ökologischen und sozialen Auswirkungen aller Batterien während ihres gesamten Lebenszyklus verringert werden können. „Der heutige Vorschlag ermöglicht es der EU, die Verwendung und Produktion von Batterien auf eine sichere, zirkuläre und gesunde Art und Weise zu steigern“, sagte er in Brüssel.
„Mit diesem innovativen EU-Vorschlag zu nachhaltigen Batterien geben wir der Kreislaufwirtschaft im Rahmen unseres neuen Aktionsplans den ersten großen Schub“, ergänzte Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius. Batterien seien für wichtige Sektoren der Wirtschaft und Gesellschaft wie Mobilität, Energie und Kommunikation von entscheidender Bedeutung. Daher müsse sichergestellt werden, dass die in den Batterien enthaltenen Wertstoffe nicht im Abfall verloren gehen. Außerdem müsse die Nachhaltigkeit von Batterien Hand in Hand mit ihrer wachsenden Menge auf dem EU-Markt gesteigert werden, betonte Sinkevičius.
Den kompletten Bericht zu den Plänen der EU im Batteriebereich lesen Sie nächste Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 51/2020. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht die Ausgabe bereits ab Dienstag, 14 Uhr, als E-Paper zur Verfügung:

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GRS stellt Sammelstellen künftig falsch entsorgte Industriebatterien in Rechnung

Die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien stellt ihre Abholbedingungen für Sammelstellen mit Inkrafttreten des neuen Batteriegesetzes zum Jahreswechsel um. Wichtigste Neuerung ist dabei die strikte Trennung von Gerätebatterien und Industriebatterien. So sollen die Rücknahmestellen im Falle nicht ordnungsgemäß bereitgestellter Transportbehälter künftig ein Entgelt für Logistikmehraufwendungen in Höhe von knapp 90 € pro Behälter zahlen.
Das Entgelt soll für Mehraufwendungen erhoben werden, die infolge einer Unterschreitung der Mindestabholmenge, nicht ordnungsgemäßer Verpackung und Bereitstellung, der Befüllung mit Batterien, die nicht Geräte-Altbatterien im Sinne des Batteriegesetzes sind, oder der Befüllung mit unzulässigen Fremdstoffen entstehen, heißt es in den neuen Abholbedingungen.
Durch die bestehenden Regelungsdefizite sehe man sich dazu gezwungen, eine sehr genaue Abgrenzung zwischen Geräte- und Industriebatterien von den Rücknahmestellen zu verlangen, begründet das System die Neuregelung. Da die Entsorgung von Industriebatterien in den gemäß Batteriegesetz zugelassenen Rücknahmesystemen nicht finanziert wird, müssten alle Rücknahmestellen Geräte-Altbatterien sortenrein erfassen. Sortier- und Entsorgungskosten für die von der Rücknahmestelle falsch erfassten Industriebatterien müssten künftig von der Rücknahmestelle getragen werden, so GRS weiter.
Den kompletten Bericht zu den neuen Abholbedingungen von GRS lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 50/2020. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht die aktuelle Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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Derichebourg erwartet bessere Perspektiven für laufendes Geschäftsjahr

Mit weniger Umsatz und rückläufigen, aber weiterhin positiven Ergebnissen hat der französische Recycling- und Dienstleistungskonzern Derichebourg sein Geschäftsjahr 2019/20 abgeschlossen. Für das laufende Geschäftsjahr sieht das Unternehmen nach den Worten seines Präsidenten Daniel Derichebourg „reelle Wachstumsperspektiven“, während die Ergebnisse des zurückliegenden Jahres von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise beeinflusst waren. Insgesamt habe es aber die Vielfalt seiner Aktivitäten dem Konzern ermöglicht, sich „in diesem besonderen Jahr gut zu behaupten“, so Derichebourg vergangene Woche in Paris.
Der Umsatz des Unternehmens nahm im zurückliegenden Geschäftsjahr, das am 30. September abgeschlossen wurde, um neun Prozent von 2,70 Mrd € auf rund 2,46 Mrd € ab. Der Betriebsgewinn verminderte sich den Angaben zufolge sogar um 42 Prozent von 97,5 Mio € auf 56 Mio €. Der Jahresüberschuss erreichte mit 21,3 Mio € weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts von 55,6 Mio €. Der Verwaltungsrat Derichebourgs hat empfohlen, den Gewinn den Reserven zuzuweisen und auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten.
Das aktuelle Geschäftsjahr hat nach Aussage Derichebourgs mit einer Aufwärtstendenz bei den Stahlschrott- und Altmetallpreisen besser begonnen als das vorangegangene. Der zweite Lockdown habe die Aktivitäten nur wenig beeinträchtigt.
Auf Basis der Entwicklung im Oktober und November prognostizierte Derichebourg, im Gesamtjahr 2020/21 das laufende Ebitda um 15 bis 20 Prozent steigern zu können, was einen Anstieg um etwa 30 bis 45 Prozent für das laufende Ebit bedeute. Voraussetzung für diese Prognose ist nach Angaben von Derichebourg, dass sich die Coronakrise nicht verschärft, es zu keiner größeren geopolitischen Krise kommt und keine „zusätzlichen Hindernisse für die Handelsströme mit Recyclingrohstoffen“ entstehen.
Den vollständigen Artikel zu den Geschäftszahlen und Prognosen bei Derichebourg lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 50/2020. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht die aktuelle Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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Trotz Corona: Aurubis dank deutlich höherer Altkupfer-Raffinierlöhne mit Ergebnisplus

Ungeachtet der Corona-Pandemie und ihrer weitreichenden Folgen für die Weltwirtschaft ist es dem Kupferproduzenten und -recycler Aurubis gelungen, im Geschäftsjahr 2019/20 (1.10.-30.9.) das operative Ergebnis zu steigern. In herausfordernden Zeiten stehe der Konzern grundsolide da, heißt es im Lagebericht. Dies führt das Hamburger Unternehmen einerseits auf sein robustes Geschäftsmodell, andererseits auf die Weichenstellungen der letzten Jahre zurück. Vor allem seine Recyclingaktivitäten hat Aurubis zuletzt durch die Übernahme des belgisch-spanischen Recyclers Metallo und die Kooperation mit der Remondis-Tochter TSR nochmals deutlich gestärkt.
Wie Aurubis heute bekannt gab, erwirtschaftete der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis (EBT) in Höhe von 221 Mio €, womit das Unternehmen im Rahmen seiner Prognosen (zwischen 185 und 250 Mio €) blieb. Das Vorjahresergebnis wurde um 15 Prozent übertroffen. Maßgeblich hierfür waren den Angaben zufolge vor allem die deutlich höheren Raffinierlöhne für Altkupfer und sonstige Recyclingmaterialien sowie ein deutlich höheres Metallmehrausbringen bei gestiegenen Edelmetallpreisen.
Durch die erstmalige Berücksichtigung der Metallo-Standorte Beerse (Belgien) und Berango (Spanien) ab Juni konnte Aurubis den Durchsatz an Recyclingmaterialien im Geschäftsjahr deutlich steigern. Insgesamt kamen konzernweit 348.000 Tonnen Industrierückstände, Schlämme, Shreddermaterialien sowie Elektro- und Elektronikschrotte zum Einsatz, verglichen mit 256.000 Tonnen im Vorjahr.
Dafür ist die Einsatzmenge von Alt- und Blisterkupfer von 435.000 auf 370.000 Tonnen gesunken. Ursächlich hierfür waren ein geplanter Wartungsstillstand am Standort Hamburg sowie ein Kranschaden in der Elektrolyse im belgischen Werk Olen. Die Versorgung des Hüttennetzwerks mit Altkupfer und sonstigen Recyclingmaterialien konnte dank des integrierten Supply Chain Managements und eines vorausschauenden Bestandsmanagements zu jedem Zeitpunkt während der Krise sichergestellt werden, heißt es weiter.

Aurubis rechnet für neues Geschäftsjahr mit stabilem bis weiter steigendem Ergebnis

Die Ergebniserwartungen für das neue Geschäftsjahr 2020/21 sind weiterhin positiv. Erwartet wird operatives EBT zwischen 210 und 270 Mio €. Im Segment Refining & Processing, dessen wesentliche Ergebnistreiber die Schmelz- und Raffinierlöhne für Kupferkonzentrate und Recyclingmaterialien sind, wird mit einem operativen Vorsteuerergebnis von 250 bis 330 Mio € gerechnet. Im Geschäftsjahr 2019/20 lag dieses bei 313 Mio €.
Die Marktentwicklung bei Altkupfer sei momentan nur schwer abschätzbar, was auch an der noch immer ungeklärten chinesischen Regulierung zu Kupferschrottimporten liege. Man sei aber bereits über das erste Geschäftsquartal hinaus mit Recyclingmaterial zu sehr guten Raffinierlöhnen versorgt. Die breite Marktaufstellung ermögliche es Aurubis, Versorgungsrisiken abzufedern.
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Recycler Tivaco wird in QCP integriert

Der Kunststofferzeuger LyondellBasell und der Suez-Konzern erweitern ihre Aktivitäten beim Kunststoffrecycling. Die beiden Unternehmen übernehmen den belgischen Kunststoffrecycler Tivaco mit Sitz in Blandain. Tivaco werde Teil der gemeinsamen Kunststoffrecyclingtochter Quality Circular Polymers (QCP). QCP steigere mit der Übernahme von Tivaco seine Produktionskapazität auf ca. 55.000 Tonnen pro Jahr, hieß es.
„Diese jüngste Investition in QCP unterstützt das Bestreben von LyondellBasell, bis 2030 jährlich zwei Mio Tonnen recycelte und auf erneuerbaren Quellen basierende Polymere zu produzieren und zu vermarkten“, so Richard Roudeix, der Senior Vice President Olefins & Polyolefins, Europa von LyondellBasell ist. Suez-Vorstand Jean-Marc Boursier zufolge wird mit der neuen Akquisition das Recycling von Kunststoffen in Europa beschleunigt.
Tivaco betreibt den Angaben zufolge mehrere Produktionslinien, in denen jährlich etwa 22.000 Tonnen Rezyklat aus PS, PP, PE und Weich-PVC verarbeitet werden können.

Wachsende Unruhe rund um die Sammlung von Gerätealtbatterien

Ein zunehmender Preiswettbewerb, hoher Kostendruck und eine wachsende Unruhe wegen der möglichen Ausnutzung von Gesetzeslücken kennzeichnen aktuell den Markt für die Sammlung von Gerätebatterien. Die von vielen Beteiligten im Zuge der Neufassung des Batteriegesetzes geäußerte Befürchtung eines Wettbewerbs um die geringstmögliche Zielerreichung hat sich offenbar bewahrheitet. Marktteilnehmer berichten von einem „Hauen und Stechen“ auf einem Markt, der aktuell sehr umkämpft sein soll.
Die Preise für die an die Systeme angeschlossenen Hersteller sollen dabei in einzelnen Fällen deutlich gesenkt worden sein, erklärt ein Marktteilnehmer. Ein weiterer Akteur berichtet von Angeboten im Markt, die deutlich unter Einstiegskosten lagen. Angesichts von steigenden Kosten für Logistik und Verwertung müssten die Preise jedoch steigen. Die dafür notwendigen Anpassungen könne man auch in den meisten Fällen durchsetzen. In einzelnen Fällen komme es jedoch zu aggressiven Angeboten, die dann zu entsprechenden Reaktionen im Markt führen. Der Druck auf die Preise komme dabei in erster Linie von den Herstellern, die trotz aller Umwelt- und Nachhaltigkeitsversprechen auf jeden Cent schauen würden.
Warum die Gründung des zweiten Rücknahmesystems von Landbell ganz erheblich zur Unruhe im Markt beiträgt, lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 50/2020. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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Mantelverordnung steht nach Beschluss des Bundesrates auf tönernen Füßen

Trotz der Anfang November erfolgten Zustimmung des Bundesrates zur Mantelverordnung steht das jahrelang diskutierte Gesetzesvorhaben weiter auf tönernen Füßen. Insbesondere der Widerstand aus Bayern – auch über das CSU-geführte Bundesbauministerium – treibe „Sprenglöcher in das Fundament der Verordnung“, sagte Ministerialdirektor Helmfried Meinel vom Stuttgarter Umweltministerium im Rahmen des 23. Baustoff-Recycling-Tages, der vergangene Woche erstmals als Webkonferenz stattfand.
„Das Projekt hängt am seidenen Faden“, so Meinel, dabei sei die nunmehr erzielte Einigung ein „guter Kompromiss zwischen Boden- und Grundwasserschutz und Ressourcenschonung“. Der im Bundesraterfolgreiche Mehrländerantrag biete nach mehr als 15 Jahren Diskussion die Chance auf eine bundeseinheitliche Regelung – „akzeptiert von Wirtschaft und Naturschutz“.
Zudem seien Forderungen der Wirtschaft berücksichtigt, wie etwa eine Zwei-Jahres-Frist bis zum Inkrafttreten oder die Verkürzung der Evaluation auf zwei Jahre. Dies bedeute ein vierjähriges Zeitfenster nach Zustimmung für weitere Optimierungen, betonte Meinels Ministeriumskollege Martin Kneisel. Dann werde sich zeigen, was funktioniert und was nicht und welche Änderungen erforderlich seien, wozu ein „intensiver Austausch“ aller Beteiligten notwendig sei.

Bayern besteht auf Länderöffnungsklausel

Ihren Widerstand gegen das Projekt Mantelverordnung und ihr Beharren auf der umstrittenen Länderöffnungsklausel erneuerte die bayerische Bauwirtschaft in Person von André Fietkau vom Bayerischen Industrieverband Baustoffe, Steine und Erden (BIV): „Die Länderöffnungsklausel ist aus Sicht der Abfallwirtschaft und der Rohstoffnutzung essentiell.“ Ohne diese entstünden indes kurzfristig Probleme bei der Rohstoffversorgung und ein Engpass bei Deponien, warnte Fietkau im Rahmen der Konferenz.
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Verbandsempfehlung zur wasserrechtlichen Einstufung von A-III-Altholz

Maßgebliche Verbände der Entsorgungswirtschaft sowie der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) haben eine gemeinsame Verbandsempfehlung zur wasserrechtlichen Einstufung von A-III-Altholz nach der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) erarbeitet. Zu den Mitunterzeichnern gehören die ASA, der BAV, der BDE sowie der bvse.
Während von Gemischen der Altholzkategorien A I, A II und A III keine Wassergefährdung ausgeht, seien Altholzgemische der Kategorie A IV aufgrund ihrer Schadstoffbelastung als wassergefährdende Stoffgemische einzustufen. Diese Einteilung fand sich viele Jahre auch in der Genehmigungspraxis hinsichtlich der Lageranforderungen von Altholz wieder. Entgegen der bisherigen Genehmigungspraxis kommt es nach Angaben der Verbände jedoch aktuell vereinzelt zu Fällen, in denen A-III-Altholz als allgemein wassergefährdend gemäß AwSV eingestuft wird.
Diese unterschiedliche wasserrechtliche Bewertungspraxis von Abfallgemischen der Altholzkategorie A III hat für die Betreiber von Altholzbehandlungsanlagen große Auswirkungen auf die technischen und organisatorischen Anforderungen.Daher setzen sich die Verbände in ihrer gemeinsamen Empfehlung dafür ein, dass Abfallgemische der Altholzkategorie A III einheitlich als nicht-wassergefährdend eingestuft werden. Diese Einstufung begründet sich aus Sicht der Verbände in den chemischen Stoffeigenschaften von Polyvinylchlorid (PVC) sowie dem in Deutschland geltenden Rechtsrahmen.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 50/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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Spatenstich für neue Bioabfall-Vergärungsanlage von MVV in Bernburg an der Saale

Der Mannheimer Energieversorger MVV hat am Montag den symbolischen ersten Spatenstich für die geplante Bioabfall-Vergärungsanlage in Bernburg an der Saale in Sachsen-Anhalt getätigt. Bereits im kommenden Jahr will MVV die rund 20 Mio € teure Anlage in Betrieb nehmen. Das erzeugte Bioerdgas soll künftig in das Gasnetz der Stadtwerke Bernburg eingespeist werden und dort fossiles Erdgas substituieren.
Aus Sicht von MVV-Technikvorstand Hansjörg Roll wird Bernburg mit der Erzeugung von umweltfreundlichem Biogas zu einem Vorreiter der Energiewende. „Die erneuerbare Energie ist praktisch hausgemacht“, sagte Roll weiter. Tatsächlich will MVV nach eigenen Angaben rund 33.000 Tonnen Bioabfall in der neuen Anlage vergären. Das ist weniger, als in der unmittelbaren Umgebung der Anlage anfällt. Nach Angaben der Mannheimer fallen in einem Umkreis von 50 Kilometern pro Jahr rund 40.000 Tonnen Biomüll an.

Bioabfälle werden bisher offen kompostiert

Bislang sind die Bioabfälle offen kompostiert worden – eine vergleichsweise klimaschädliche Behandlungsmethode, weil bei der Kompostierung Treibhausgase entstehen, die durch das offene Verfahren ungehindert in die Atmosphäre entweichen. Die neue Anlage soll allein durch das geschlossene Vergärungsverfahren 7.900 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.
Unter Luftabschluss zersetzen Bakterien in der Anlage den organischen Abfall, ohne dass Gas in die Atmosphäre entweicht. Sämtliche Behälter der Anlage sind gas- und geruchsdicht. Ein leistungsfähiges Absaugverfahren reinigt sowohl den Annahmebereich als auch die Hallenluft. Die gesamte Abluft wird mit einem Biofilter gereinigt.

Trendwende am PET-Recyclingmarkt

Im November ist es beim Recycling von PET-Flaschen in Deutschland zu einer ersten Trendwende gekommen. Die Preise für gebrauchte Flaschen sind zumindest nicht weiter gefallen. Vereinzelt haben Recycler ihren Lieferanten sogar etwas mehr für Ballenware vergütet.
Die Vermarktung von Flakes und Regranulaten ist zwar weiterhin kein Selbstläufer, weil die Preise für Neuware auf niedrigem Niveau verharren. Doch zumindest mit den verkauften Mengen waren die meisten Recycler im November zufrieden. Und für den kurzen Arbeitsmonat Dezember soll es zum Teil ordentliche Bestellungen – auch aus dem Foliensektor – geben.

Die Stimmung hellt sich auf

Die Stimmung unter den Recyclern hellt sich insgesamt etwas auf, was vor allem daran liegt, dass bei der Kundschaft das Thema Rezyklateinsatz in den letzten Wochen Fahrt aufgenommen hat. Aktuell schlage sich das aber noch nicht positiv auf die Ergebnisse durch, weil sich beim Verkauf von Flakes und Regranulaten noch keine Preisanhebungen durchsetzen ließen, hieß es aus dem Markt. Auch die Aussicht auf Impfstoffe zur Bewältigung der Corona-Pandemie stimmt die Branche hoffnungsvoll. Gleichwohl gehen einige Recycler davon aus, dass auch 2021 ein schwieriges Jahr werden dürfte.
Mit Interesse verfolgt die Branche jüngste Äußerungen von Coca-Cola, dass die Getränkeindustrie auf PET-Pfandflaschen einen Erstzugriff für das Bottle-to-Bottle-Recycling haben sollte. Mit gewisser Skepsis sehen PET-Recycler auch die Pläne in Deutschland zur Ausweitung der Pfandpflicht auf Fruchtsäfte in PET-Einwegflaschen.
Den kompletten Bericht zur aktuellen Lage auf dem Markt für gebrauchte PET-Flaschen inklusive der Preisveränderungen für August lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 50/2020. Für Kunden unseresPremium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle bereits online zur Verfügung:

EUWID-Preisspiegel: Gebrauchte PET-Einweg-Pfandflaschen

Aktuelles bei Wenner

  • 7. Januar 2021

    Betriebsleiter Produktion im Interview

    Die Wenner-Redaktion im Dialog mit Herrn Lazar Cvetkovic Wenner-Redaktion Guten Tag, Herr Cvetkovic. Sie sind Betriebsleiter der Produktion. Was darf […]

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  • 22. Dezember 2020

    Wir… mit Ihnen zusammen ins neue Jahr

    Wir alle haben das aufregende und ereignisreiche Jahr 2020 bald hinter uns gebracht und freuen uns nun erstmal auf Weihnachten. […]

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  • 17. Dezember 2020

    E-Bike-Raum bei Wenner

    Wir, die Firma Wenner, setzen seit vielen Jahren aktiv auf Umweltschutz. Im Jahr 2020 haben wir wiederum einen großen Schritt […]

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  • 27. November 2020

    Bericht der Fleischwirtschaft in der Ausgabe 11_2020

    Friedrich Wenner Umweltfreundliche Kartonagen Die Firma Friedrich Wenner Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerk GmbH (Versmold) ist ein Kartonagenhersteller, der sich auf die Herstellung von umweltfreundlichen […]

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  • 8. Mai 2020

    MAN liefert erstmals Elektro-Lkw aus – und startet damit in Versmold

    Nachhaltigkeit gehört seit vielen Jahren zur Firmenpolitik des Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerkes. Mit der Anschaffung eines durch Strom betriebenen Nutzfahrzeuges schlägt der […]

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  • 5. Mai 2020

    Versmolder Traditionsbetrieb hat neuen Eigentümer – und wächst gewaltig

    Das Jahr des 90. Geburtstages ist für das Vollpappen-Verarbeitungswerk Wenner ein richtungweisendes. Der Verkauf an die Halbzellstoff-Industrie GmbH soll neue […]

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  • 20. März 2020

    Aktuelle Information zur Corona-Krise

    Informationsschreiben zur COVID-19

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  • 4. Februar 2020

    Reduzierung von Kunststoff zugunsten von Pappe …

    Das wünschen sich nach einer Umfrage die meisten Konsumenten! Dies ist das Ergebnis der Studie “HANDEL IST WANDEL”, die vom […]

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  • 14. Januar 2020

    Unser Öko-Kreislauf!

    Alle Pappenreste, die bei der Produktion von Kartonagen anfallen, sammeln wir in einem riesigen Container, denn bei 7 großen Stanzautomaten […]

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  • 5. Dezember 2019

    CO2-Ersparnis durch eigene Stromherstellung …

    … und wir stecken uns immer wieder höhere Ziele! Wir produzieren mit der Stromerzeugung durch die Photovoltaik-Anlage auf unseren Dächern […]

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