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PepsiCo zum Rezyklateinsatz: „Wir sind bereit, den richtigen Preis zu zahlen“

Der Lebensmittelhersteller PepsiCo will in Deutschland, Österreich und der Schweiz künftig nur noch Einweg-PET-Flaschen verwenden, die aus 100 Prozent Recycling-PET stammen. EUWID sprach mit Archana Jagannathan, PepsiCos Senior Director for Packaging Sustainability in Europe, über die Motivation des zweitgrößten Lebensmittelkonzerns der Welt, den aktuellen Kunststoffrecyclingmarkt und warum es eine Mindesteinsatzquote für Kunststoffrezyklate braucht.
Frau Jagannathan, warum will PepsiCo gerade jetzt auf 100 Prozent rPET umstellen? Warum wurde dieser Schritt nicht schon vor Jahren unternommen?
Nachhaltigkeit ist heute wirklich ein Schlüsselthema für alle Stakeholder, und das Tempo der Veränderungen, die wir in den letzten zehn Jahren in den Ambitionen und Innovationen in der Abfallwirtschaft erlebt haben, ist enorm. Zwei Jahre lang hatten wir Bedenken hinsichtlich ausreichender rPET-Kapazitäten auf dem Markt. In den letzten zwei Jahren konnten wir jedoch durch unseren Entschluss, uns verstärkt für die Umwelt und das Thema Nachhaltigkeit einzusetzen, unsere Pläne beschleunigen. In Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten haben wir durch strengere Qualifizierungsprogramme sowie eine Innovationsoffensive dafür gesorgt, dass kohlensäurehaltige Getränke nun zu hundert Prozent in rPET abgefüllt werden
können.
Die Kapazität stellt in vielen Teilen Europas nach wie vor eine Herausforderung dar. Angesichts des guten Ausgangsmaterials, welches wir von unsere Lieferanten und unter anderem aus dem deutschen Pfandsystem beziehen, sowie der in den letzten Jahren geschaffenen Kapazität, dieses zu lebensmitteltauglichem rPET zu recyceln, sind wir zuversichtlich, unsere Ziele zu erreichen.
PET-Recycler beklagen, dass sie keine Abnehmer für ihre Rezyklate finden. Die Marge gehe immer vor Umweltschutz, sagen sie. Was ist los auf dem Markt?
Auf dem Markt dreht sich alles um Qualität. Was wir sehen, ist, dass die Nachfrage von Unternehmen wie uns das Angebot auf dem Markt für hochwertiges, lebensmitteltaugliches rPET übersteigt. Um den hohen Qualitätsstandard zu erreichen, den Unternehmen wie wir erwarten, sind natürlich einige Investitionen von Recyclern in die Verarbeitungskapazität und die Qualitätsprozesse erforderlich – im Gegensatz zum Downcycling des Materials in nicht lebensmitteltaugliche Anwendungen, zu denen ich mich nicht in Bezug auf Wirtschaftlichkeit der Nachfrage und des Angebots äußern kann, da ich nicht ausreichend vertraut damit bin.
Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir eng mit Recyclingunternehmen zusammenarbeiten, die hochwertige, lebensmitteltaugliche Kapazitäten aufbauen und dies auch weiterhin tun werden. Und wie ich bereits erwähnt habe, sind wir bereit, dafür den richtigen Preis zu zahlen, da die Gesundheit und Sicherheit unserer Verbraucher für uns an erster Stelle stehen.
Das vollständige Interview mit Archana Jagannathan von PepsiCo lesen Sie in Ausgabe 44/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

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