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Müllverbrenner in der Schweiz erreichen vereinbarte CO2-Ziele vermutlich nur teilweise

Die Betreiber der Müllverbrennungsanlagen in der Schweiz werden die vereinbarten Ziele zur Reduktion von CO2-Emissionen voraussichtlich nur teilweise erreichen. Das ist dem vom Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA) veröffentlichten Monitoring-Bericht zur CO2-Branchenvereinbarung für das Jahr 2019 zu entnehmen.
Insbesondere das starke Wachstum der Abfallmenge und die milden Winter der vergangenen Jahre haben den Anlagenbetreibern die CO2-Bilanz verhagelt.
Es ist nicht so, dass die Müllverbrenner in der Schweiz sich nicht bemüht hätten. Im letzten Jahr emittierten die Anlagenbetreiber nach Angaben ihres Verbandes zusammen etwas mehr als eine Mio Tonnen Kohlendioxid – weniger als 2010, als die Nettoemissionen der MVA-Betreiber noch bei rund 1,15 Mio Tonnen lagen.
Doch es wird wohl nicht reichen, um die im Jahr 2014zwischen dem VBSA und dem Umweltministerium der Eidgenossenschaft vereinbarten Reduktionsziele zu erreichen. Damals hatten die Branchenvertreter und die Politik vereinbart, die Netto-Emissionen der Thermischen Abfallbehandlung bis 2020 auf 940.000 Tonnen zu reduzieren. Darüber hinaus verpflichteten sich die Anlagenbetreiber, zwischen 2010 und 2020 kumuliert rund eine Mio Tonnen CO2 netto einzusparen.

Coronakrise könnte helfen, die CO2-Emssionen der MVA zu senken

Wenn überhaupt, so ist dem nun veröffentlichtenBericht des VBSA zu den CO2-Emissionen der Verbrennungsanlagen zu entnehmen, erreichen die MVA-Betreiber eines der beiden Ziele – und das auch nur in Folge der Coronakrise. Nimmt die Abfallmenge in diesem Jahr nämlich aufgrund der Coronavirus-Pandemie um zwei Prozent ab, könnten die Gesamtemissionen des Sektors die vereinbarten fossilen Nettoemissionen von 940.000 Tonnen sogar unterschreiten.
Der andere vereinbarte Zielwert – die kumulierten Netto-CO2-Emissionen im Zeitraum von 2010 bis 2020 um insgesamt eine Mio Tonnen zu reduzieren – ist aber nach Angaben des VBSA allerdings nicht mehr zu schaffen. Im optimistischen Szenario erreichen die Müllverbrenner eine kumulierte Emissionsreduktion um 670.000 Tonnen.
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