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Türkei überholt Malaysia als wichtigstes Zielland für EU-Altkunststoffexporte

Die 27 Mitgliedstaaten der EU haben im ersten Halbjahr 2020 erheblich weniger Altkunststoffe in Länder außerhalb der EU (Drittstaaten) exportiert als im Vorjahr. Das zeigen aktuell vom europäischen Statistikamt Eurostat veröffentlichte Zahlen. Auffällig ist dabei aber, dass die Lieferungen in die Türkei gegen den Trend stark gestiegen sind. Mit einem Anteil von 28 Prozent an der gesamten Ausfuhrmenge ist das Land am Bosporus für die EU-Staaten nunmehr wichtigster Abnehmer für Altkunststoffe.
Wie aus den Eurostat-Daten hervorgeht, haben die EU-Staaten in der ersten Jahreshälfte insgesamt 687.000 Tonnen Altkunststoffe exportiert. Das waren 13 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (785.000 Tonnen). Gleichzeitig nahm der Wert der Ausfuhren überproportional stark um 23 Prozent von 198 Mio auf 152 Mio € ab, was den von EUWID in seinen Marktrecherchen dokumentierten Preisverfall für Kunststoffabfälle und Rezyklate bestätigt.

Der starke Rückgang der Altkunststoffexporte muss einerseits – wie auch die Exportstatistiken fürAltpapier undStahlschrott – im Kontext der Corona-Pandemie gesehen werden. So zeigt die Grafik einen deutlichen Abfall der Exportzahlen vor allem in den Lockdown-Monaten April und Mai.
Zum anderen ist festzustellen, dass sich – trotz starker monatlicher Schwankungen nach oben und unten – tendenziell schon vor der Coronakrise ein Abwärtstrend bei den Ausfuhren abzeichnete. Dies dürfte mit der in den letzten Jahren in vielen vormals wichtigen Zielländern zu beobachtenden Verschärfung der Einfuhrbestimmungen für Abfallstoffe, insbesondere für Altkunststoffe, zusammenhängen.

Deutlich weniger Lieferungen nach Indien, Hongkong und Malaysia

So zeigt die Statistik insbesondere einen deutlichen Rückgang der EU-Exporte nach Indien. Importierte das Land bis zur Jahresmitte 2019 im Monatsdurchschnitt noch rund 14.000 Tonnen Altkunststoffe aus der EU, schrumpfte die monatliche Einfuhrmenge in der Folge auf wenige Tausend und teilweise sogar nur noch Hunderte Tonnen.

Auch der EU-Export nach Hongkong hat seit Herbst letzten Jahres stetig abgenommen. In Summe exportierten die EU-Staaten im ersten Halbjahr lediglich 45.000 Tonnen Altkunststoffe nach Hongkong, verglichen mit 107.000 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Hinzu kommen marginale Mengen von 15.000 Tonnen, die in die Volksrepublik China geliefert wurden. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2016 lag die EU-Exportmenge nach China und Hongkong noch bei zusammengenommen rund zwei Mio Tonnen.
Den kompletten Bericht zur Altkunststoffe-Außenhandesstatistik der EU-Mitgliedstaaten lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 41/2020. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht die Ausgabe bereits ab Dienstag, 14 Uhr, als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

Aktuelles bei Wenner

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    ALS UNTERSTÜTZUNG UNSERES TEAMS SUCHEN WIR ZUM NÄCHSTMÖGLICHEN ZEITPUNKT EINEN ELEKTRONIKER FÜR BETRIEBSTECHNIK (M/W/D)

    Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen und produzieren mit modernster Maschinentechnologie (Drucken, Stanzen, Kleben, Palettierrobotik) Faltkartonagen. Die Weiterentwicklung unseres Betriebes erfordert […]

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    Als Unterstützung des Produktionsleiters suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Produktionsassistenten (m/w/d)

    Die Friedrich Wenner Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerk GmbH mit Sitz in Versmold ist ein auf Vollpappeverpackung spezialisierter Verpackungshersteller. Die innovativen Verpackungslösungen werden […]

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