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Flächendeckende Getrenntsammlung von Bioabfällen noch lange nicht in Sicht

Auch über fünfeinhalb Jahre nach der im Kreislaufwirtschaftsgesetz geforderten Getrenntsammlungspflicht ist eine bundesweit flächendeckende Sammlung von Bioabfällen via Biotonne noch in weiter Ferne.
In 49 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten steht nach aktuellen Daten der Deutschen Umwelthilfe (DUH) immer noch kein haushaltsnahes Sammelsystem beziehungsweise nur ein Bringsystem zur Verfügung. In immerhin vier Kreisen sei inzwischen eine Biotonne in Planung, einer folgt Anfang nächsten Jahres.

Bundesländer sollen flächendeckende Biotonne anordnen, fordert die DUH

Die DUH fordert daher die Umweltminister der Bundesländer auf, in Kommunen ohne Bioabfallsammlung oder mit einem rechtswidrigen Bringsystem sofort flächendeckende Biotonnen anzuordnen. Nur so könne das Sammelpotenzial von
Bioabfällen ausgeschöpft und daraus wertvoller Kompost hergestellt werden.
Nach jüngsten Zahlen von Infa bestehen über39 Prozent des Hausmülls in Deutschland aus Bioabfällen. Daher drängen auch das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt auf mehr Biotonnen. Bioabfall sei – nach Altpapier – zwar einerseits die mengenmäßig größte, getrennt erfasste Wertstofffraktion, andererseits sei Bioabfall aber zugleich auch die größte, nicht getrennt erfasste Wertstofffaktion, wie es Michael Kern vom Witzenhausen-Institut formulierte. Dies verursacht laut DUH höhere Abfallgebühren, da die Restmüllbehandlung teurer ist als die Abholung und Verwertung der mittels Biotonnen gesammelten Bioabfälle.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 34/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung. Darüber hinaus finden Sie in der Ausgabe eine Deutschlandkarte mit allen Städten und Landkreisen, die über keine Biotonne verfügen. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe ab Dienstag, 14.00 Uhr als E-Paper bereit:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

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