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Klärschlamm: Stavenhagener Stadtvertretung stimmt gegen geplante Monoverbrennungsanlage von EEW

Die Stavenhagener Stadtvertretung hat das städtische Einvernehmen zur geplanten Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in der vergangenen Woche verweigert. Die Kommunalpolitiker kritisierten vor allem die zusätzliche Verkehrsbelastung für die Anwohner, bestätigte EEW gegenüber EUWID.
Das städtische Nein bedeute allerdings nicht, dass die geplante Anlage nicht gebaut werde. Die Entscheidung hierfür liege beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) in Neubrandenburg. Dort läuft derzeit das Genehmigungsverfahren für die auf eine Kapazität von rund 40.000 Tonnen Trockensubstanz (TS) Klärschlamm ausgelegte Monoverbrennungsanlage, deren Inbetriebnahme für 2022 angedacht ist.
“Klar ist, dass wir mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein können. Klar ist aber auch, dass das Genehmigungsverfahren davon unberührt weiter läuft”, sagte Morten Holpert, Technischer Geschäftsführer von EEW Stavenhagen. Das gemeindliche Einvernehmen könne grundsätzlich noch bis zu einer möglichen Genehmigungserteilung für den Bau und den Betrieb der geplanten Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage hergestellt werden, so Holpert weiter.

Disput über Klärschlammmengen in Mecklenburg-Vorpommern

Etwa die Hälfte des Klärschlamms soll aus dem Land Mecklenburg-Vorpommern kommen, erklärte EEW gegenüber EUWID. Allerdings hat die Klärschlamm-Kooperation Mecklenburg-Vorpommern (KKMV) mit ihrer geplanten Anlage in Rostock nach eigener Aussage etwa 72 Prozent der gesamten Klärschlammmenge des Landes an sich gebunden. Die gegensätzlichen Markteinschätzungen führten im Vorfeld der Abstimmung zu einem Disput. Zudem gehen die Klärschlamm-Kooperation und EEW von einer unterschiedlichen Klärschlammgesamtmenge für Mecklenburg-Vorpommern aus.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 26/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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