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Enercity erhält Hannovers Klärschlamm

Der Energieversorger Enercity wird den Klärschlamm aus Hannover entsorgen. Wie das Unternehmen mitgeteilt hat, hat Enercity von der Landeshauptstadt Hannover den Zuschlag für die thermische Verwertung der jährlich rund 56.000 Tonnen Klärschlamm erhalten. Der Entsorgungsvertrag startet zum 1. Januar 2023 und hat eine Laufzeit von 25 Jahren.
Enercity war in früheren Zeiten Hannovers Stadtwerke-Unternehmen. Doch auch die Enercity AG gehört mehrheitlich der Stadt: 75,09 Prozent an Enercity hält die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH, einer kommunalen Holding der Landeshauptstadt. Darüber hinaus ist das Stadtwerke-Netzwerk Thüga zu 24 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. Einen kleinen Anteil von 0,91 Prozent hält zudem die Region Hannover.

Beitrag zur Energiewende

Für den Versorger soll die thermische Klärschlammverwertung insbesondere einen Beitrag zur Energiewende leisten und die Fernwärme in der Landeshauptstadt grüner werden lassen. Bislang verbrennt Enercity überwiegend fossile Brennstoffe, um Haushalte oder öffentliche Gebäude in Hannover mit Heißwasser aus der Kraft-Wärme-Kopplung zu versorgen. Doch das soll sich ändern. Denn bis 2035 will Enercity das Fernwärmenetz zur Hälfte aus erneuerbaren Energien speisen. Auch die Klärschlammverbrennung soll dazu beitragen.
Dafür will Enercity eine eigene Klärschlammverbrennungsanlage in Hannover-Lahe errichten – unweit der Deponie des Regionalentsorgers Aha und der Müllverbrennungsanlage von EEW. Die MVA hatte Enercity bereits Anfang des Jahres an das Fernwärmenetz Hannovers angeschlossen und kann nun bis zu 25 Prozent des jährlichen Bedarfs von rund 1.200 Gigawattstunden (GWh) decken. 2023 soll die Klärschlammverbrennungsanlage folgen und mit der Abwärme von 130.000 Tonnen entwässerten Klärschlamm weitere 50 GWh Wärme in die Leitungen pumpen. Damit kann Enercity nach eigenen Angaben bis zu 15.000 Bürger versorgen.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 23/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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