Scrollen!

Altpapierpreise steigen in Deutschland bei Massensorten im April stark an

Aufgrund der knapper werdenden Mengenversorgung im Zuge der Coronakrise sind die Altpapierpreise in Deutschland in den vergangenen Wochen sprunghaft gestiegen. Bei den Massensorten sollen die Preise im April um 30 bis 50 € nach oben gegangen sein, berichten verschiedene Marktteilnehmer.
Im März war die Lage auf dem deutschen Altpapiermarkt hingegen noch überwiegend stabil. Die Preise der unteren Sorten blieben in den meisten Fällen das erste Mal seit langer Zeit konstant, nur gelegentlich soll es noch zu weiteren leichten Abschlägen gekommen sein. Gegen Ende des Monats setzte dann eine verstärkte Nachfrage der Papierfabriken ein, als sich erste Anzeichen einer schwächeren Mengenversorgung offenbarten. Die Preise am Spotmarkt sollen da bereits um fünf bis zehn € gestiegen sein.
Zumindest bei den Massensorten wurde das seit Jahresbeginn angehäufte Minus wahrscheinlich schon im April mehr als ausgeglichen. Die Preise sollen innerhalb kurzer Zeit extrem gestiegen sein, heißt es aus dem Markt. Das Plus fiel dabei bei Kaufhausaltpapier wohl noch etwas stärker aus als bei Mischpapier und den Wellpappe-Abfällen.
Die Lagerbestände sollen überall rapide abgebaut worden sein, nachdem im März vielerorts noch extrem viel Altpapier vorrätig war. Einige Marktteilnehmer berichten dabei von panikartigen Hamsterkäufen der Fabriken. Von „Hype“ und „völlig überzogenen Reaktionen“ der Industrie war die Rede.

Weniger Altpapier aus Industrie und Import, stabile Mengen in der Haushaltssammlung

Ausgelöst wurde die abrupte Trendwende am Altpapiermarkt durch die Stilllegung vieler Industrieunternehmen und Gewerbebetriebe. Dies führte zu einem deutlichen Einbruch der Anfallmengen aus diesem Bereich. Die meisten Marktteilnehmer schätzen den Mengenrückgang hier auf rund 30 Prozent. Das deutlich höhere Aufkommen bei einigen Discountern konnte das Minus in der Industrie und im restlichen Gewerbebereich nur bedingt ausgleichen.
Rückläufig sollen auch die Altpapierimporte sein. Die Mengen aus dem europäischen Ausland hatten in den vergangenen Monaten für einen starken Mengenüberhang auf dem deutschen Markt gesorgt. Im Zuge der Corona-Pandemie sind die verfügbaren Altpapiermengen jedoch in den meisten Ländern mehr oder weniger stark eingebrochen. So kommen aktuell wohl kaum noch Mengen aus Italien, Frankreich und Polen nach Deutschland. Aus Großbritannien und Skandinavien soll es hingegen noch vereinzelte Lieferungen geben, berichtet ein Entsorger.
Als überwiegend stabil wird die Versorgung mit Altpapier aus der haushaltsnahen Sammlung angesehen. Die kommunale Sammlung werde abgesehen von wenigen Ausnahmen aktuell noch aufrecht erhalten, hieß es aus dem Markt. Teilweise ist hier sogar von gestiegenen Mengen die Rede. Dabei könnte zum Tragen kommen, dass viele Menschen aufgrund von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, Home Office sowie geschlossener Kitas und Schulen aktuell mehr Zeit zu Hause verbringen.
Den vollständigen Bericht zum deutschen Altpapiermarkt inklusive der Preisveränderungen der einzelnen Sorten im März, den aktuellen Entwicklungen im April sowie dem Ausblick auf die kommenden Monate lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 17/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen die Preisinformationen bereits online zur Verfügung:

Altpapiermarkt Deutschland

Aktuelles bei Wenner

  • 27. November 2020

    Bericht der Fleischwirtschaft in der Ausgabe 11_2020

    Friedrich Wenner Umweltfreundliche Kartonagen Die Firma Friedrich Wenner Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerk GmbH (Versmold) ist ein Kartonagenhersteller, der sich auf die Herstellung von umweltfreundlichen […]

    Mehr erfahren
  • 8. Mai 2020

    MAN liefert erstmals Elektro-Lkw aus – und startet damit in Versmold

    Nachhaltigkeit gehört seit vielen Jahren zur Firmenpolitik des Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerkes. Mit der Anschaffung eines durch Strom betriebenen Nutzfahrzeuges schlägt der […]

    Mehr erfahren
  • 5. Mai 2020

    Versmolder Traditionsbetrieb hat neuen Eigentümer – und wächst gewaltig

    Das Jahr des 90. Geburtstages ist für das Vollpappen-Verarbeitungswerk Wenner ein richtungweisendes. Der Verkauf an die Halbzellstoff-Industrie GmbH soll neue […]

    Mehr erfahren
  • 20. März 2020

    Aktuelle Information zur Corona-Krise

    Informationsschreiben zur COVID-19

    Mehr erfahren
  • 4. Februar 2020

    Reduzierung von Kunststoff zugunsten von Pappe …

    Das wünschen sich nach einer Umfrage die meisten Konsumenten! Dies ist das Ergebnis der Studie “HANDEL IST WANDEL”, die vom […]

    Mehr erfahren
  • 14. Januar 2020

    Unser Öko-Kreislauf!

    Alle Pappenreste, die bei der Produktion von Kartonagen anfallen, sammeln wir in einem riesigen Container, denn bei 7 großen Stanzautomaten […]

    Mehr erfahren
  • 5. Dezember 2019

    CO2-Ersparnis durch eigene Stromherstellung …

    … und wir stecken uns immer wieder höhere Ziele! Wir produzieren mit der Stromerzeugung durch die Photovoltaik-Anlage auf unseren Dächern […]

    Mehr erfahren
  • 4. November 2019

    Unser gemeinschaftliches Engagement für dieses Jahr, um noch mehr CO2 einzusparen …

    Hier zählen für uns auch die kleinen Schritte zur CO2-Ersparnis, deshalb haben wir in diesem Jahr die Idee gleich zu […]

    Mehr erfahren
  • 18. Oktober 2019

    Reduzierung von Kunststoffverpackungen zugunsten von Pappe …

    KARTON MIT KUNSTSTOFFFREIER ÖKOBARRIERE Verbraucher und Markenhersteller haben großen Bedarf angemeldet an nachhaltigeren Alternativen zu Plastikverpackungen und dies überall auf […]

    Mehr erfahren
  • 8. Oktober 2019

    Wir engagieren uns beim Thema Ausbildung …

    der gemeinsam mit •   der Stadt Versmold, •   IGEV, der Interessengemeinschaft Einkaufsstadt Versmold •   IG-GV, der Interessengemeinschaft […]

    Mehr erfahren