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Coronakrise: Schrottrecycler reagieren auf Mengen- und Absatzeinbruch mit Kurzarbeit

Wie viele andere Industrien ist auch die Stahlrecyclingwirtschaft stark von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen. Das Schrottaufkommen ist deutlich rückläufig. Gleiches gilt für den Absatz an die Stahlwerke, wie eine aktuell vom Branchenverband BDSV bei seinen Mitgliedern durchgeführte Umfrage zeigt. Mehr als die Hälfte der Recyclingbetriebe haben bereits Kurzarbeit beantragt. Die Bundespolitik fordert die BDSV auf, zügig eine bundeseinheitliche Einstufung der Entsorgung als kritische Infrastruktur vorzunehmen.
Auf Nachfrage von EUWID hat die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) Ende März eine Mitgliederumfrage zu den Auswirkungen der Coronakrise durchgeführt. Dabei meldeten über 85 Prozent der Unternehmen einen Rückgang sowohl des Neu- als auch des Altschrottaufkommens. Bei 69 Prozent der Befragten liege das Minus bei bis zu 50 Prozent. Weitere elf Prozent berichten sogar von einer um bis zu 75 Prozent gesunkenen Eingangsmenge.
Geringe Schrottnachfrage der Stahlwerke

Das geringere Mengenaufkommen trifft auf eine gleichfalls stark reduzierte Schrottnachfrage der Stahlwerke. Der Umfrage zufolge hat sich der Absatz von Neuschrott bei 53 Prozent und der Absatz von Altschrott bei 55 Prozent der Recyclingbetriebe um bis zur Hälfte reduziert. 12 bis 13 Prozent berichten von einem um bis zu 75 Prozent reduzierten Absatz, bei weiteren sieben Prozent liegt der Nachfrageabfall sogar noch höher.

Als Reaktion auf das stark reduzierte Geschäftsvolumen haben über 51 Prozent der befragten Unternehmen laut BDSV bereits Kurzarbeit beantragt. Bei weiteren 21 Prozent sei dies geplant. Auch von steuerlichen Erleichterungen und Soforthilfen werde Gebrauch gemacht.
Den ausführlichen Artikel zur BDSV-Mitgliederumfrage und den Verbandsforderungen an die Politik lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 15/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits ab Dienstag, 14 Uhr als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

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