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Keine Anhaltspunkte für Übertragung von Viren durch Bioabfallbehandlung

Im Hinblick auf das Corona-Virus sind nach Ansicht der Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) bislang keine Anhaltspunkte für eine Übertragung infektiöser Viren durch die Bioabfallverwertung erkennbar. Die BGK argumentiert einerseits mit den bei der getrennten Sammlung und Verarbeitung von Bioabfällen geltenden Arbeitsschutzvorschriften.
Zum anderen verweist die BGK auf die nach der Bioabfallverordnung vorgeschriebene hygienisierende Behandlung der Bioabfälle in Bioabfallbehandlungsanlagen. Diese sehen eine Behandlung von über 55 Grad Celsius über mindestens zwei Wochen, über 60 Grad Celsius über eine Woche oder über 65 Grad Celsius über drei Tage vor.
Da Untersuchungen für das Corona-Virus derzeit nicht vorliegen, könne allerdings nur auf Erkenntnisse mit anderen Erregern bzw. Viren verwiesen werden, räumt die BGK ein. Im Jahr 2014 hätten sich im Zusammenhang mit der Vogelgrippe ähnliche Fragen gestellt. Untersuchungen bei 60 Grad Celsius zeigten eine sichere Abtötung bereits nach fünf Minuten.
Einen ausführlichen Artikel zur BGK-Position lesen Sie lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 15/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits ab Dienstag, 14 Uhr als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

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