Scrollen!

Keine Getrenntsammlung in Quarantäne-Haushalten

Haushalte, die sich in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus infiziert haben oder die vorsorglich in Quarantäne sind, sollen ihren Abfall temporär nicht trennen. Darauf haben sich Bund und Länder in einer Telefonkonferenz diese Woche geeinigt. Für alle übrigen Haushalte bleibt alles beim Alten.
Wie das Bundesumweltministerium (BMU) mitteilte, sollen private Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von Covid-19 in häuslicher Quarantäne leben, ihre Haushaltsabfalle weitestgehend über den Restmüll entsorgen. Dazu zählen auch Verpackungsabfälle, Altpapier und Biomüll.

Glasabfälle und Pfandverpackungen sollen im Haushalt “zwischengelagert” werden

Nicht über den Hausmüll entsorgt werden sollen Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe. Diese Abfälle sollen nach der Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt entsorgt werden.
Die Vorsichtsmaßnahmen orientieren sich an denEmpfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Das RKI hatte empfohlen, Abfälle aus Haushalten, die mit Sektreten und Exkrementen kontaminiert sind, immer als gemischten Siedlungsabfall mit dem Abfallschlüssel 20 03 01 zu entsorgen.
Bisher seien zwar keine Fälle bekannt, bei denen sich Personen durch Berührung von kontaminierten Oberflächen mittels Kontaktinfektion angesteckt haben, heißt es in der Mitteilung des BMU. Dennoch sei dieser Übertragungsweg nicht auszuschließen. Die Empfehlungen des BMU in Abstimmung mit den für die Abfallentsorgung zuständigen Ministerien der Bundesländer sollen daher dem Schutz der Hausmeister, Nachbarn in Mehrparteienhäusern sowie der Mitarbeiter in Entsorgungsunternehmen dienen.

Baden-Württemberg und das Saarland äußern sich

Die Bundesländer haben sich auf ein vergleichbares Vorgehen verständigt. Im Detail seien Abweichungen möglich, so das BMU. Unmittelbar nach der Telefonkonferenz Mitte der Woche hatten sich die Umweltminister aus Baden-Württemberg und dem Saarland bereits selbst zu Wort gemeldet. “Auch über nachlässig entsorgte Abfälle aus Quarantäne-Haushalten, Arztpraxen oder Kliniken ist die Ansteckung mit dem Coronavirus eventuell möglich”,sagte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne).
Der saarländlische Umweltminister Reinhold Jost (SPD)formulierte es deutlich: “Abfälle aus Haushalten, die unter Quarantäne stehen, gehören alle in die Restmülltonne. Sie sollen nicht, wie sonst üblich, getrennt entsorgt werden.”
Bereits in der vergangenen Woche hatte das Schweizer Bundesamt für Umwelt (Bafu) eine entprechende Empfehlung ausgesprochen. In Haushalten, in denen erkrankte oder unter Quarantäne stehende Personen leben, solle auf die Abfalltrennung verzichtet werden, heißt es in der Empfehlung des Bafu an die Kantone.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 14/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung.

Aktuelles bei Wenner

  • 29. Mai 2020

    Als Unterstützung des Produktionsleiters suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Produktionsassistenten (m/w/d)

    Die Friedrich Wenner Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerk GmbH mit Sitz in Versmold ist ein auf Vollpappeverpackung spezialisierter Verpackungshersteller. Die innovativen Verpackungslösungen werden […]

    Mehr erfahren
  • 8. Mai 2020

    MAN liefert erstmals Elektro-Lkw aus – und startet damit in Versmold

    Nachhaltigkeit gehört seit vielen Jahren zur Firmenpolitik des Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerkes. Mit der Anschaffung eines durch Strom betriebenen Nutzfahrzeuges schlägt der […]

    Mehr erfahren
  • 5. Mai 2020

    Versmolder Traditionsbetrieb hat neuen Eigentümer – und wächst gewaltig

    Das Jahr des 90. Geburtstages ist für das Vollpappen-Verarbeitungswerk Wenner ein richtungweisendes. Der Verkauf an die Halbzellstoff-Industrie GmbH soll neue […]

    Mehr erfahren
  • 20. März 2020

    Aktuelle Information zur Corona-Krise

    Informationsschreiben zur COVID-19

    Mehr erfahren
  • 4. Februar 2020

    Reduzierung von Kunststoff zugunsten von Pappe …

    Das wünschen sich nach einer Umfrage die meisten Konsumenten! Dies ist das Ergebnis der Studie “HANDEL IST WANDEL”, die vom […]

    Mehr erfahren
  • 14. Januar 2020

    Unser Öko-Kreislauf!

    Alle Pappenreste, die bei der Produktion von Kartonagen anfallen, sammeln wir in einem riesigen Container, denn bei 7 großen Stanzautomaten […]

    Mehr erfahren
  • 5. Dezember 2019

    CO2-Ersparnis durch eigene Stromherstellung …

    … und wir stecken uns immer wieder höhere Ziele! Wir produzieren mit der Stromerzeugung durch die Photovoltaik-Anlage auf unseren Dächern […]

    Mehr erfahren
  • 4. November 2019

    Unser gemeinschaftliches Engagement für dieses Jahr, um noch mehr CO2 einzusparen …

    Hier zählen für uns auch die kleinen Schritte zur CO2-Ersparnis, deshalb haben wir in diesem Jahr die Idee gleich zu […]

    Mehr erfahren
  • 18. Oktober 2019

    Reduzierung von Kunststoffverpackungen zugunsten von Pappe …

    KARTON MIT KUNSTSTOFFFREIER ÖKOBARRIERE Verbraucher und Markenhersteller haben großen Bedarf angemeldet an nachhaltigeren Alternativen zu Plastikverpackungen und dies überall auf […]

    Mehr erfahren
  • 8. Oktober 2019

    Wir engagieren uns beim Thema Ausbildung …

    der gemeinsam mit •   der Stadt Versmold, •   IGEV, der Interessengemeinschaft Einkaufsstadt Versmold •   IG-GV, der Interessengemeinschaft […]

    Mehr erfahren