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CO2-Preis für die Müllverbrennung?

Der von der Bundesregierung geplante Brennstoffemissionshandel könnte erhebliche Auswirkungen auf die Kostenstruktur der Entsorgungswirtschaft haben. Diese Einschätzung vertrat Martin Treder von der Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (ITAD) bei der Obladen-Konferenz „Abfallverbrennungsanlagen – neue Chancen der Sektorenkopplung“ vergangene Woche in Wuppertal.
Ende Februar hat das Bundesumweltministerium denReferentenentwurf für ein Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) veröffentlicht. Bei dem Entwurf handelt es sich formal um die Novelle eines Gesetzes, das die Bundesregierung erst im Dezember des vergangenen Jahres im Rahmen des so genannten Klimapaketes veröffentlicht hatte. Zuvor hatten sich die Koalitionäre von Union und SPD monatelang darüber gestritten, ob eine CO2-Bepreisung eher über eine Steuer oder über einen Handel mit Emissionszertifikaten umgesetzt werden sollte.

Politisch gibt es offenbar Bestrebungen, die Müllverbrennung mit einzubeziehen

Das BEHG umfasst eigentlich Brennstoffe, die als Waren gelten. Siedlungsabfall gilt nicht als Ware. Das regelt die Energiesteuer-Durchführungsverordnung (EnergieStV). Doch politisch gibt es offenbar Bestrebungen, die Müllverbrennung in den Geltungsbereich des BEHG über eine Änderung der EnergieStV mit einzubeziehen.
Treder betrachtete daher die Einbeziehung der Müllverbrennung in seinem Vortrag als ein „Worst Case“-Szenario, das auf die Entsorgungswirtschaft in Deutschland erhebliche Auswirkungen hätte. Denn nach dem Referentenentwurf soll der Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid ab dem Jahr 2023 mit 35 € bepreist werden.
Die Verbrennung von gemischtem Siedlungsabfall würde die CO2-Bepreisung belasten. Doch richtig teuer würde es für die energetische Verwertung von Kunststoffabfällen.
Einen ausführlichen Artikel zum geplanten Brennstoff-Emissionshandel und den Auswirkungen auf die Abfallentsorgung lesen Sie Ausgabe 11/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung. Unseren Premium-Abonnenten steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung.

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

Aktuelles bei Wenner

  • 3. Juli 2020

    ALS UNTERSTÜTZUNG UNSERES TEAMS SUCHEN WIR ZUM NÄCHSTMÖGLICHEN ZEITPUNKT EINEN ELEKTRONIKER FÜR BETRIEBSTECHNIK (M/W/D)

    Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen und produzieren mit modernster Maschinentechnologie (Drucken, Stanzen, Kleben, Palettierrobotik) Faltkartonagen. Die Weiterentwicklung unseres Betriebes erfordert […]

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  • 29. Mai 2020

    DIE STELLE IST LEIDER VERGEBEN!

    Als Unterstützung des Produktionsleiters suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Produktionsassistenten (m/w/d)

    Die Friedrich Wenner Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerk GmbH mit Sitz in Versmold ist ein auf Vollpappeverpackung spezialisierter Verpackungshersteller. Die innovativen Verpackungslösungen werden […]

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  • 8. Mai 2020

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    Nachhaltigkeit gehört seit vielen Jahren zur Firmenpolitik des Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerkes. Mit der Anschaffung eines durch Strom betriebenen Nutzfahrzeuges schlägt der […]

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  • 5. Mai 2020

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    Das Jahr des 90. Geburtstages ist für das Vollpappen-Verarbeitungswerk Wenner ein richtungweisendes. Der Verkauf an die Halbzellstoff-Industrie GmbH soll neue […]

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  • 20. März 2020

    Aktuelle Information zur Corona-Krise

    Informationsschreiben zur COVID-19

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  • 4. Februar 2020

    Reduzierung von Kunststoff zugunsten von Pappe …

    Das wünschen sich nach einer Umfrage die meisten Konsumenten! Dies ist das Ergebnis der Studie “HANDEL IST WANDEL”, die vom […]

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  • 14. Januar 2020

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    Alle Pappenreste, die bei der Produktion von Kartonagen anfallen, sammeln wir in einem riesigen Container, denn bei 7 großen Stanzautomaten […]

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  • 5. Dezember 2019

    CO2-Ersparnis durch eigene Stromherstellung …

    … und wir stecken uns immer wieder höhere Ziele! Wir produzieren mit der Stromerzeugung durch die Photovoltaik-Anlage auf unseren Dächern […]

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  • 4. November 2019

    Unser gemeinschaftliches Engagement für dieses Jahr, um noch mehr CO2 einzusparen …

    Hier zählen für uns auch die kleinen Schritte zur CO2-Ersparnis, deshalb haben wir in diesem Jahr die Idee gleich zu […]

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  • 18. Oktober 2019

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    KARTON MIT KUNSTSTOFFFREIER ÖKOBARRIERE Verbraucher und Markenhersteller haben großen Bedarf angemeldet an nachhaltigeren Alternativen zu Plastikverpackungen und dies überall auf […]

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