Scrollen!

Titandioxid-Stäube gelten bald als “wahrscheinlich krebserregend”

Titandioxidhaltige Stäube gelten demnächst als “wahrscheinlich krebserregend durch Einatmen”. Die Europäische Kommission hat die Verordnung zur Einstufung des Weißpigments im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Die Verordnung ändert in einigen Punkten die so genannte CLP-Verordnung, in der auf EU-Ebene Chemikalien eingestuft und gekennzeichnet werden. Die CLP-Verordnung ist in allen Mitgliedstaaten rechtlich bindend und unmittelbar auf alle Wirtschaftszweige anwendbar.

Verwirrung um das Inkrafttreten

Ein wenig Verwirrung herrscht in der Industrie hinsichtlich des Inkrafttretens der Verordnung. In der deutschen Sprachfassung der veröffentlichten Verordnung ist vom 9. September 2021 die Rede. In anderen Sprachfassungen, beispielsweise der italienischen oder der rumänischen Version, wird der 1. Oktober 2021 als das Datum des Inkrafttretens genannt.
Die EU-Kommission teilte auf Nachfrage von EUWID mit, dass der 1. Oktober 2021 das korrekte Datum ist. Bei dem in der deutschen Fassung genannten Datum handele es sich um einen Übersetzungsfehler.

Unklare Auswirkungen auf den Entsorgungssektor

Unklarheit herrscht auch hinsichtlich der Frage, welche Auswirkungen die Einstufung auf den Entsorgungssektor haben wird. Titandioxid findet sich in vielen Produkten, beispielsweise in Verpackungen, Papier sowie in Farben, Tapeten bis hin zu Kaugummi. Da die CLP-Verordnung über denAnhang III der Abfallrahmenrichtlinie mit dem Abfallrecht verbunden ist, kamen in der Entsorgungswirtschaft frühzeitig Bedenken auf, ob sich eine Einstufung von Titandioxid auf die Stoffströme auswirken würde.
Denn gemäß Anhang III der Abfallrahmenrichtlinie kann ein Abfall, der Krebs erzeugen oder die Krebshäufigkeit erhöhen kann, als gefährlich eingestuft werden. Im Abfall muss dazu eine bestimmte Konzentration des betreffenden Stoffes vorhanden sein. Für die Gefahrenstufe “Karzinogen Klasse 2” und den Gefahrenhinweis H351 liegt die Konzentrationsgrenze nach dem HP7-Kriterium in Anhang III der Abfallrahmenrichtlinie bei einem Prozent.
Einen ausführlichen Artikel mit Stimmen von BDE, bvse, Industrievereinigung Kunststoffverpackungen und dem Deutschen Abbruchverband zur Einstufung von Titandioxid lesen Sie in Ausgabe 09/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung.

Aktuelles bei Wenner

  • 29. Mai 2020

    Als Unterstützung des Produktionsleiters suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Produktionsassistenten (m/w/d)

    Die Friedrich Wenner Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerk GmbH mit Sitz in Versmold ist ein auf Vollpappeverpackung spezialisierter Verpackungshersteller. Die innovativen Verpackungslösungen werden […]

    Mehr erfahren
  • 8. Mai 2020

    MAN liefert erstmals Elektro-Lkw aus – und startet damit in Versmold

    Nachhaltigkeit gehört seit vielen Jahren zur Firmenpolitik des Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerkes. Mit der Anschaffung eines durch Strom betriebenen Nutzfahrzeuges schlägt der […]

    Mehr erfahren
  • 5. Mai 2020

    Versmolder Traditionsbetrieb hat neuen Eigentümer – und wächst gewaltig

    Das Jahr des 90. Geburtstages ist für das Vollpappen-Verarbeitungswerk Wenner ein richtungweisendes. Der Verkauf an die Halbzellstoff-Industrie GmbH soll neue […]

    Mehr erfahren
  • 20. März 2020

    Aktuelle Information zur Corona-Krise

    Informationsschreiben zur COVID-19

    Mehr erfahren
  • 4. Februar 2020

    Reduzierung von Kunststoff zugunsten von Pappe …

    Das wünschen sich nach einer Umfrage die meisten Konsumenten! Dies ist das Ergebnis der Studie “HANDEL IST WANDEL”, die vom […]

    Mehr erfahren
  • 14. Januar 2020

    Unser Öko-Kreislauf!

    Alle Pappenreste, die bei der Produktion von Kartonagen anfallen, sammeln wir in einem riesigen Container, denn bei 7 großen Stanzautomaten […]

    Mehr erfahren
  • 5. Dezember 2019

    CO2-Ersparnis durch eigene Stromherstellung …

    … und wir stecken uns immer wieder höhere Ziele! Wir produzieren mit der Stromerzeugung durch die Photovoltaik-Anlage auf unseren Dächern […]

    Mehr erfahren
  • 4. November 2019

    Unser gemeinschaftliches Engagement für dieses Jahr, um noch mehr CO2 einzusparen …

    Hier zählen für uns auch die kleinen Schritte zur CO2-Ersparnis, deshalb haben wir in diesem Jahr die Idee gleich zu […]

    Mehr erfahren
  • 18. Oktober 2019

    Reduzierung von Kunststoffverpackungen zugunsten von Pappe …

    KARTON MIT KUNSTSTOFFFREIER ÖKOBARRIERE Verbraucher und Markenhersteller haben großen Bedarf angemeldet an nachhaltigeren Alternativen zu Plastikverpackungen und dies überall auf […]

    Mehr erfahren
  • 8. Oktober 2019

    Wir engagieren uns beim Thema Ausbildung …

    der gemeinsam mit •   der Stadt Versmold, •   IGEV, der Interessengemeinschaft Einkaufsstadt Versmold •   IG-GV, der Interessengemeinschaft […]

    Mehr erfahren