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Veolia und Leag planen gemeinsames EBS-Kraftwerk

Der Umweltkonzern Veolia und der Energieversorger Leag planen ein gemeinsames Ersatzbrennstoff-Kraftwerk. Im Rahmen eines Joint Ventures werde Veolia Deutschland gemeinsam mit dem Braunkohleverstromer Leag in ein gemeinsames EBS-Kraftwerk in der Lausitz investieren. Mit dem Neubau im bestehenden Industriegebiet Kraftwerk Jänschwalde werden dringend erforderliche Kapazitäten für die thermische Behandlung nicht recycelbarer Abfälle geschaffen, heißt es in einer Mitteilung von Veolia.
Das „Energie- und Verwertungsanlage (EVA) Jänschwalde“ genannte Kraftwerk soll eine maximale Verbrennungskapazität von 480.000 Tonnen EBS pro Jahr haben, die aus kommunalen und gewerblichen Siedlungsabfällen erzeugt werden sollen. Den zulässigen Heizwert des EBS gibt Veolia mit 9.000 bis 18.000 Kilojoule pro Kilogramm an. Darüber hinaus wollen sich die Partner die Option offen halten, pro Jahr bis zu 40.000 Tonnen Klärschlamm in der Anlage zu verbrennen.
Die Leistung der Anlage gibt Veolia mit 50 Megawatt (MW) elektrisch an. Außerdem soll das Kraftwerk mit einer thermischen Fernwärmeleistung von bis zu 100 MW rund die Hälfte des Fernwärmebedarfs in über 30.000 Haushalten und öffentlichen Einrichtungen decken können. Temporär soll die Anlage bis zu 150 Tonnen Dampf pro Stunde auskoppeln können.

Inbetriebnahme für 2024 vorgesehen

Die Gründung der gemeinsamen Projektgesellschaft soll vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung bis März 2020 erfolgen. Beide Partner werden den Angaben zufolge zur Hälfte beteiligt sein. Der Genehmigungsantrag für das Kraftwerk soll ebenfalls im ersten Quartal des kommenden Jahres eingereicht werden. Der Abschluss des Genehmigungsverfahrens könnte 2021 abgeschlossen sein.
Dann soll nach Darstellung von Veolia auch die finale Investitionsentscheidung für das Kraftwerk getroffen werden, das an einem bereits erschlossenen Standort im Industriegebiet Kraftwerk Jänschwalde östlich des Kraftwerksblocks F gebaut werden soll. Die Inbetriebnahme ist derzeit auf das Jahr 2024 datiert.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 51/52/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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