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Gemeinschaft für textile Zukunft fordert erweiterte Produzentenverantwortung

Ein ganzes Bündel an Faktoren setzt die Verwertung von Altkleidern inzwischen erheblich unter Druck. Die in der Gemeinschaft für textile Zukunft (GftZ) zusammengeschlossenen Unternehmen drängen deshalb zum Aufbau eines Systems für eine „erweiterte Produzentenverantwortung für Textilien“.
Derzeit finanziert sich die Erfassung von Alttextilien über eine Quersubventionierung durch den Verkauf von noch markt- und tragfähiger Gebrauchtbekleidung. Allerdings erzielt nur noch ein Drittel der Sammelware einen positiven Deckungsbeitrag. Angesichts der Entwicklung der letzten Jahre und erwarteter dramatischer Marktänderungen ist sich die Branche weitgehend einig, dass dieses Modell künftig nicht mehr realisierbar sein wird.
Zudem ist der GftZ zufolge ein Wandel erforderlich, um die Rohstoffe aus gebrauchten Textilien für die Herstellung neuer Waren zu nutzen. „Die bisherige Sammlungs- und Sortierindustrie wird das Problem nicht lösen, die gesamte Kette ist gefordert“, stellte Soex-CEO Axel Buchholz im Rahmen der GftZ-Tagung letzte Woche in Berlin klar.
Die Absatzmengen an Textilien haben sich demnach seit dem Jahr 2000 verdoppelt. Gleichzeitig nimmt die Qualität vieler Waren ab. Kleidung wird heute weitaus kürzer getragen und in kürzeren Abständen neu gekauft. Besonders die Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie, die ab Anfang 2025 in der EU die Getrenntsammlung von Alttextilien fordert, wird zu einer Mengensteigerung an gebrauchten Textilien erheblich beitragen. Gleichzeitig dürfte der Anteil an nicht wiederverwendbaren Alttextilien weiter steigen.
Den kompletten Bericht zur GftZ-Tagung lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 49/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text ab Dienstag, 14 Uhr in unserem E-Paper zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

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