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Recarton kontert Kritik an neuen Sortierspezifikation für Getränkekartons

Mit Unverständnis reagiert Recarton-Geschäftsführer Andreas Henn auf die kritischen Reaktionen aus dem Kreis der dualen Systeme zur Forderung nach einer Anpassung der Sortierspezifikation 510 für Getränkekartons. Systembetreiber hatten gegenüber EUWID eine „weitere Kostenbelastung“ abgelehnt und gefordert, die Getränkekarton-Branche solle sich stattdessen mehr engagieren. Aus Sicht von Henn sind diese Hinweise „wenig hilfreich und grob irreführend“.
„Dabei kann es sich nur um die Meinung Einzelner handeln, die glauben, sich bei den anstehenden Verhandlungen in eine bessere Position zu bringen“, meinte Henn. Richtig sei, dass bei den bis Ende des Jahres laufenden Verträgen Recarton Verwertungserlöse an die dualen Systeme ausschütte, ohne dass diese in Zeiten niedriger Papierpreise die Verluste mittragen müssten.

„Engagement der Getränkekartonhersteller ist ohne Beispiel in der Branche“, sagte Henn

„Diese aktuell hohen Verluste tragen derzeit alleine die Hersteller von Getränkekartons. Eine derartige Rundum-Sorglos-Lösung für die Systembetreiber gibt es in keiner anderen Verpackungsart und das Engagement der Getränkekartonhersteller ist ohne Beispiel in der Branche. Schwankungen in den Verwertungserlösen bzw. -kosten werden in allen anderen Verpackungsfraktionen selbstverständlich von den dualen Systemen getragen“, sagte Henn.
Im Juli und August hatte es insgesamt drei Gesprächsrunden und viele Einzelgespräche unter Beteiligung aller Dualen Systeme und einiger großer Sortieranlagenbetreibern gegeben. Hintergrund war nach seiner Darstellung die sich seit Ende letzten Jahres kontinuierlich verschlechternde Sortierqualität, die zu Anlagenstillständen bei den Papierfabriken geführt habe. Recarton hatte im Sommer die Verträge mit den dualen Systemen zum Ende des Jahres gekündigt. Die Forderungen der Papierfabriken nach besseren Qualitäten seien berechtigt und kämen insofern nicht unerwartet.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie Ausgabe 43/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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