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FDP-Bundestagsfraktion fragt nach Grenzwert für Asbest in Recyclinggips

Die FDP-Bundestagsfraktion spricht sich in einer kleinen Anfrage im Bundestag für eine Förderung des Gipsrecyclings aus. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass mit dem geplanten Ausstieg aus der Kohleverstromung künftig auch weniger REA-Gips anfallen wird, müsse der wachsende Gipsbedarf zumindest teilweise durch recycelten Gips gedeckt werden.

Allerdings bestehe beim Gipsrecycling ein erhebliches Problem, denn der aus Bauabfällen gewonnene Recyclinggips sei oft durch sehr geringe Spuren von Asbest verunreinigt. Durch die zuletzt vom Bund verfolgte „Nullfaserpolitik“ sieht die FDP die bisher erreichte Recyclingquote für mineralische Bauabfälle gefährdet und macht sich daher für einen entsprechenden Asbestgrenzwert im Recyclinggips stark. So will die Partei in der Anfrage wissen, was gegen einen bundeseinheitlichen Grenzwert von 0,1 Masseprozent wie in der europäischen CLP-Verordnung bzw. gegen einen Grenzwert von 0,008 Masseprozent nach den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TGRS) spricht.

Gips ist ein Baustoff, der in Deutschland mit steigender Tendenz nachgefragt wird. Laut FDP liegt der für das Jahr 2020 prognostizierte Gipsbedarf bei zehn Mio Tonnen, bis 2035 werde er leicht auf rund 10,7 Mio Tonnen steigen. Laut einer in 2017 vom Umweltbundesamt veröffentlichten Studie wird der Gipsbedarf bisher zu rund 40 Prozent durch Naturgips und zu rund 60 Prozent aus REA-Gips abgedeckt. Letzterer fällt als Nebenprodukt der Rauchgasentschwefelung von Kohlekraftwerken an. In Konsequenz aus den nationalen Klimaschutzzielen und der Energiewende wird die Versorgung der Gipsindustrie mit REA-Gips laut UBA mittel- und langfristig sehr stark zurückgehen.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 43/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Artikel ab Dienstag, 14 Uhr in unserem E-Paper zur Verfügung:

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