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„Müllverbrennung ist Benchmark für andere Verfahren“

Die Müllverbrennung ist der Benchmark, an dem sich alle anderen Verfahren messen müssen.“ Diese Einschätzung vertrat Andreas Jaron vom Bundesumweltministerium (BMU) bei der VDI-Konferenz Thermische Abfallbehandlung in der vergangenen Woche in Würzburg.
Jaron sah darüber hinaus in der Müllverbrennung keine Konkurrenz zum Recycling: Die Müllverbrennung unterstütze das Recycling, weil sie einen Anreiz schaffe, vor der Verbrennung etwas anderes mit dem Abfall zu machen. „Diesen Anreiz gibt es bei der Deponierung nicht“, sagte Jaron.

„Wo viel verbrannt wird, wird auch viel recycelt“

Den von manchen Stellen publizierte Einschätzung, die thermische Abfallbehandlung behindere das Recycling, lasse sich im internationalen Vergleich auch nicht bestätigen. „Wo viel verbrannt wird, wird auch viel recycelt“, so Jaron mit Bezug auf die bekannte Eurostat-Statistik. Allerdings verfügten nur die wenigsten Staaten in Europa über Müllverbrennungsanlagen. Deutschland habe in Brüssel die Position vertreten, vollständig aus der Deponierung von unbehandelten Siedlungsabfällen auszusteigen, habe sich aber in dieser Frage nicht durchsetzen können.
Diese Sichtweise wird so nicht von allen geteilt. Erst jüngst publizierte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) eine vom Öko-Institut in Zusammenarbeit mit dem Berater Holger Alwast erstellte Studie, nach der in Deutschland bis zu fünf Mio Tonnen Abfall mehr stofflich – und damit weniger thermisch – verwertet werden könnte,wenn sich nur alle an die geltende Rechtslage halten würden.
Entsprechend könnten diese Verbrennungskapazitäten bei einem konsequenten Vollzug des geltenden Rechts stillgelegt werden, folgerten die Autoren der Studie, die vom Nabu und dem Entsorger Remondis in Auftrag gegeben wurde.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 42/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Artikel bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

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