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Remondis greift erneut nach der Steag

Der Entsorgungskonzern Remondis greift erneut nach dem Essener Energieversorger Steag. Wie die „Rheinische Post“ am Wochenende berichtete, hat der Entsorger aus Lünen den an der Steag beteiligten Ruhrgebietsstädten ein Angebot unterbreitet.
Demnach würde Remondis den Kraftwerksbetreiber für einen symbolischen € übernehmen und dafür die Ablösung des Kredits übernehmen, den die Kommunen im Jahr 2011 für die Übernahme der Steag aufgenommen hatten. Insgesamt rund 1,2 Mrd € hatten die in der Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr genannten Kommunalen Beteiligungsgesellschaft (KSBG) für die Steag bezahlt. Weder von Remondis noch von der Steag waren bislang Kommentare oder Stellungnahmen zu dem Bericht zu erhalten.
Dem Bericht zufolge rumort es bei den kommunalen Gesellschaftern. „Das Ding muss weg“, zitiert die „Rheinische Post“ eine Quelle aus dem Essener Rathaus. Doch die Lage ist undurchsichtig. Denn allzu gern wird die Steag-Übernahme in den Rathäusern des Ruhrgebiets auch zur Abrechnung mit politischen Gegnern verwendet, sagte vor einigen Monaten ein Insider gegenüber EUWID. Wie konkret die Verkaufsabsichten wirklich sind, ist bei der Gemengelage nur schwer zu durchschauen.

„Das wollen wir, und das bekommen wir“

Remondis ist offenbar fest entschlossen, mit dem Griff nach der Steag dieses Mal erfolgreich zu sein. Remondis-Chef Ludger Rethmann zitiert die „Rheinische Post“ mit Bezug auf „Insider“ mit den Worten „die Steag im Sack“ zu haben. „Das wollen wir, und das bekommen wir“, soll der Konzernchef gesagt haben.
Einen Verbündeten sollen die Lünener bei den Dortmunder Stadtwerken haben, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Die Dortmunder halten über die KBSG 36 Prozent der Anteile an der Steag. In einem Remondis-Papier soll von der Gründung einer „Westfälischen Energie und Wassergesellschaft“ – kurz WEW – die Rede sein. Neben der Steag sollen in diesen geplanten neuen Ruhrgebietskonzern das Wasserunternehmen Gelsenwasser und die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW) einfließen.
Die Dortmunder Stadtwerke würden in die WEW ihre kommunalen Versorgungsbetriebe einfließen lassen, Remondis die von den verkaufswilligen Ruhrgebietsstädten übernommenen Anteile an der Steag. Der Jahresumsatz des neuen Versorgers würde bei rund zehn Mrd € liegen, heißt es in der Regionalpresse.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 37/2019 von EUWID Recyling und Entsorgung.

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