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Plastiktütenverbot für Einwegtüten, aber nicht für Knotenbeutel

Das vom Bundesumweltministerium geplante Plastiktütenverbot soll für Einweg-Plastiktüten mit einer Wandstärke von 15 bis 50 Mikrometern gelten. Verboten werden auch sogenannte Bioplastiktüten, die aus Sicht des BMU nicht mehr als eine Mogelpackung darstellen. Für Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) sind die Plastiktüten der „Inbegriff der Ressourcenverschwendung“. Die Zeit sei daher reif für ein Verbot.
Bei Verstößen gegen des Verbot müssen Händler künftig mit Strafen von bis zu 100.000 € rechnen. Sogenannte Knotenbeutel oder Hemdchentüten mit einer Dicke von weniger als 15 Mikrometern bleiben mangels umweltfreundlicher Alternativen vorerst vom Verbot ausgenommen.
Verboten werden also jene Einweg-Plastiktüten, welche bisher schon unter die freiwillige Vereinbarung mit dem Handel fallen. Das BMU räumt zwar ein, dass der Verbrauch dieser Tüten in Deutschland seit 2015 um über 60 Prozent gesunken ist und pro Kopf im Jahr nur noch 20 Tüten verbraucht werden. Mit einem Verbot komme man aber jetzt auf null. Außerdem gelte das Verbot auch für Händler, die sich bislang nicht an der Vereinbarung beteiligt haben.
Mit dem Handel will das BMU zudem weitere Maßnahmen vereinbaren, um den Einsatz von Einweg-Verpackungen deutlich zu reduzieren. Schulze hat den Handel aufgefordert bis zum Herbst darzulegen, wie der Einsatz von Plastikverpackungen reduziert werden kann. Die Ministerin erwartet hierzu noch im Herbst konkrete Zusagen des Handels. Dabei gehe es nicht nur um Tüten, sondern auch um alle anderen Plastikverpackungen, speziell im Obst, Gemüse- und Lebensmittelbereich, betont das Ministerium. Die Bestrebungen einiger Handelsketten, bei Gemüse gänzlich auf Verpackungen zu verzichten, lobte das BMU als „richtigen Ansatz“. Es müsse darum gehen, insgesamt weniger Verpackungen einzusetzen.

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