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Logex übernimmt LBR in Braunsbedra

Die Mittelstandskooperation Logex hat mit Wirkung zum 1. August den Entsorger Logistik Beratung Recycling (LBR) im sachsen-anhaltischen Braunsbedra übernommen. Der Kauf sei ein klares Wachstumssignal und untermauere den „strategischen Anspruch, ein leistungsfähiger und stabiler Partner im Stoffstromgeschäft zu sein“, teilte Logex heute mit. Die Entsorgungssicherheit für Kunden und Partner werde erhöht und die Marktfähigkeit der Kooperation gestärkt. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.
Die LBR verfügt den Angaben von Logex zufolge über ein 180.000 Quadratmeter großes Betriebsgelände auf dem „mehrere hunderttausend Tonnen“ Abfall im Jahr gelagert, umgeschlagen und verarbeitet werden können. Das Unternehmen betreibt dazu eine Umschlaganlage für gefährliche und nicht gefährliche Abfälle, eine LVP-Sortieranlage sowie Altreifenverwertung, Gewerbeabfallaufbereitung und Ersatzbrennstoffherstellung. Diese bestehende Anlagentechnik will Logex weiter betreiben.
Ein eigener Bahnanschluss mit verschiedenen Be- und Entladeoptionen ermögliche eine umweltgerechte und zukunftsfähige Logistik von Abfällen, betont die Kooperation weiter. Außerdem sehe man „vielfältige Möglichkeiten für Investitionsprojekte“ in weitere Aufbereitungs- und Verwertungsanlagen am Standort in Braunsbedra im Süden Sachsen-Anhalts.
Logex hat laut eigener Aussage alle LBR-Mitarbeiter am Standort übernommen und plant die Schaffung weiterer Arbeitsplätze in der Region. Allerdings hat der bisherige geschäftsführende Gesellschafter Udo Deppenmeier das Unternehmen laut Handelsregisterbekanntmachung Anfang August verlassen. Die Geschäfte der LBR werden seitdem von Stefan Dietl geführt. Er kommt vom Logex-Gesellschafter Böhme aus Nordbayern.

LBR zuletzt mit Verlusten

Laut letzten verfügbaren Geschäftszahlen beschäftigte die LBR im Jahr 2017 rund 30 Mitarbeiter und verbuchte einen Verlust von etwa 140.000 €. Da auch in den Vorjahren Verluste in Summe von fast einer halben Mio € aufgelaufen waren, war das Unternehmen Ende 2017 eigentlich bilanziell überschuldet. Nur durch einen von Udo Deppenmeier erklärten Rangrücktritt bezüglich der Gesellschafterdarlehen konnte der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beseitigt werden, heißt es im Geschäftsbericht des Unternehmens.

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