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Theo Müller und Ineos: Chemisches Recycling von alten Joghurtbechern

Der Chemiekonzern Ineos Styrolution und die Theo Müller-Gruppe arbeiten beim chemischen Recycling von Kunststoffabfällen zusammen. Das Gemeinschaftsprojekt konzentriere sich auf ein Depolymerisationverfahren, mit dem Post-Consumer-Polystyrolabfälle wieder in ihre Monomere umgewandelt werden, um daraus neues Polystyrol zu erzeugen.
Geplant sei, recycelte Materialien für Joghurtbecher des Lebensmittelkonzerns zu verwenden. Die Laborphase soll noch in diesem Jahr beginnen und die Pilotphase ab 2020. Die Umsetzung im kommerziellen Maßstab sei für 2022 vorgesehen, erklärten die Unternehmen.
Der Chemiekonzern arbeitet mit einer Reihe von Kooperationspartnern bei dem Recyclingverfahren zusammen. In Testläufen war vor wenigen Monaten ein Universalpolystyrol erzeugt worden, das aus 100 Prozent recyceltem Styrolmonomer hergestellt wird.
Ineos sprach von einem Durchbruch beim chemischen Recycling, der einen Wandel in der Polystyrolherstellung bedeuten könnte. Im Labormaßstab wurden Polystyrolabfälle chemisch recycelt. Aus dem depolymerisierten Material wurde ein neues Polystyrol hergestellt, das die gleichen Produkteigenschaften wie Polystyrol aus neuen Styrolmonomeren habe. Die Experimente am belgischen Standort Antwerpen könnten als praktischer Beweis für die Recyclingfähigkeit von Polystyrol angesehen werden, teilte Ineos vor wenigen Monaten mit. Die Tests wurden in Zusammenarbeit mit Handelspartnern und Universitäten durchgeführt.

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