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VBS schlägt Maßnahmenpaket zur Entlastung der MVA vor

Der Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen (VBS) hat ein Maßnahmenpaket zur Entlastung der Müllverbrennungsanlagen vorgeschlagen. „Entscheidend sind zwei Dinge: schnelles Handeln und eine Kombination mehrerer Ansätze, um die energetische Verwertung neu zu denken“, sagte VBS-Präsident Otto Heinz.
Zu den vom bayerischen Entsorgerverband vorgeschlagenen Maßnahmen zählt unter anderem die flächendeckende Einführung der Biotonne in Bayern. Die getrennte Erfassung des Biomülls ist nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz zwar bereits seit 2015 verpflichtend, doch noch immer nicht überall Realität. Darüber hinaus schlägt der Verband vor, landwirtschaftliche Betriebe zur Wiederverwendung von Plastikfolien zu verpflichten und Verkaufsverpackungen konsequent in haushaltsnahen Sammlungen zu erfassen. Außerdem sollte Sperrmüll vorsortiert werden.

VBS schlägt koordinierte Revisionen vor

In Richtung Anlagenbetreiber empfiehlt der VBS, die an die MVA angelieferten Abfälle konsequent vorzusichten. Außerdem sollten die bayerischen Anlagenbetreiber ihre Revisionen koordinieren und dabei die Bedürfnisse der gewerblichen Wirtschaft berücksichtigen.
Behörden wiederum sollten den Export von Abfällen ins europäische Ausland schnell genehmigen, um Mengen abzusteuern, empfiehlt der VBS. Investitionen in neue Abfallbehandlungsanlagen wiederum sollten zügig positiv beschieden, weitere Zwischenlager sowie die Ausdehnung der Zwischenlagerung über einen Zeitraum von über einem Jahr hinaus geprüft werden.
Der VBS nennt die aktuelle Lage am bayerischen Entsorgungsmarkt für die energetische Verwertung „herausfordernd“. Ursächlich hierfür seien die stetig anwachsenden Mengen. Das anhaltende Wirtschaftswachstum führe zu jährlichen Steigerungsraten beim Gewerbe und Hausmüll von zwei bis drei Prozent. Die deutschen Müllverbrennungsanlagen importierten darüber hinaus auf der Basis längerfristiger Verträge jährlich über eine Mio Tonnen Abfälle aus dem EU-Ausland, so der VBS.
Auch die Düngeverordnung verschärfe die Situation. Zwei Drittel der landwirtschaftlichen Verwertungsflächen stünden hierdurch der Klärschlammverwertung nicht mehr zur Verfügung. Das bedeute zusätzliche Mengen für die MVA. Darüber hinaus führe der anhaltende Trend zu Einwegprodukten und schlecht recycelbaren Konsumartikeln zu höheren Restmengen aus der Sortierung, schreibt der VBS.

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