Scrollen!

BDE will Kunststoffrecycling stärken

Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) will das Recycling von Plastikabfällen verbessern. Dazu hat der Verband heute konkrete Forderungen in einer Kunststoffstrategie vorgestellt. Aus Sicht des Verbands muss das Kunststoffrecycling entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbessert werden. „Was immer beim Produktkonzept, dem Design und der Stoff- und Materialauswahl schiefgeht, müssen die Entsorger ausbaden, und wenn es ihnen nicht gelingt, dann die Umwelt“, so BDE-Präsident Peter Kurth heute in Berlin.
Der Entsorgerverband sieht zu einer Stärkung der Kunststoffverwertung zwar alle Beteiligten gefordert. Besonderes Augenmerk muss aus Sicht des BDE aber auf das Produktdesign, das öffentliche Beschaffungswesen sowie Mindestvorgaben für den Rezyklateinsatz in der Produktion gelegt werden.
„Das Design ist entscheidend, ob das Recycling am Ende funktioniert oder nicht“, betonte Kurth. Gesellschaft und Wirtschaft müssten das Recycling daher von Beginn an mitdenken und vor allem die Hersteller sollten stärker in die Pflicht genommen werden.
Beim Wiedereinsatz der zurückgewonnenen Kunststoffrezyklate sieht der Verband in erster Linie die öffentliche Hand gefordert. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz sehe bereits jetzt vor, dass der Einsatz von Sekundärrohstoffen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen bevorzugt werden soll. Diese Vorgabe werde bisher aber kaum berücksichtigt, beklagt der BDE. Angesichts eines jährlichen Beschaffungsvolumens der öffentlichen Hand von 350 Mrd € allein in Deutschland könnte das Recycling durch eine stärkere Berücksichtigung von Sekundärrohstoffen in öffentlichen Aufträgen deutlich vorangebracht werden, ist der Verband überzeugt.
Die auf EU-Ebene beschlossenen Mindesteinsatzquoten von Rezyklaten von 25 Prozent bei PET-Flaschen begrüßt der BDE ebenfalls. Dies sei ein guter Ansatz, der auch auf andere Fraktionen und Produktgruppen ausgedehnt werden sollte, hieß es heute in Berlin. Hierzu gebe es bereits zahlreiche Gespräche.
Gesicherte Absatzwege für die beim Kunststoffrecycling gewonnenen Materialien seien zudem entscheidend für Investitionsentscheidungen der Verwertungsunternehmen, betont der Verband weiter. Investitionen in entsprechende Anlagen würden sich nur lohnen, wenn die Recyclingrohstoffe einen Markt finden. Ohne Absatzmöglichkeiten für Rezyklate blieben die Investitionen im schlimmsten Fall ganz aus.
Exportverbote für Plastikabfälle sind aus Sicht des BDE nicht hilfreich für das Kunststoffrecycling. „Wenn man in den Ländern Kreislaufwirtschaft fördern möchte, ist ein Exportverbot von Plastikabfällen, das Verhindern von Rohstoffzufuhr“, erklärte Verbandspräsident Kurth. Außerdem seien Kunststoffe keine gefährlichen Abfälle.
Den kompletten Bericht zur Kunststoffstrategie des BDE lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 22/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits ab Dienstag 14.00 Uhr im E-Paper zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

Aktuelles bei Wenner

  • 3. Juli 2020

    ALS UNTERSTÜTZUNG UNSERES TEAMS SUCHEN WIR ZUM NÄCHSTMÖGLICHEN ZEITPUNKT EINEN ELEKTRONIKER FÜR BETRIEBSTECHNIK (M/W/D)

    Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen und produzieren mit modernster Maschinentechnologie (Drucken, Stanzen, Kleben, Palettierrobotik) Faltkartonagen. Die Weiterentwicklung unseres Betriebes erfordert […]

    Mehr erfahren
  • 29. Mai 2020

    DIE STELLE IST LEIDER VERGEBEN!

    Als Unterstützung des Produktionsleiters suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Produktionsassistenten (m/w/d)

    Die Friedrich Wenner Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerk GmbH mit Sitz in Versmold ist ein auf Vollpappeverpackung spezialisierter Verpackungshersteller. Die innovativen Verpackungslösungen werden […]

    Mehr erfahren
  • 8. Mai 2020

    MAN liefert erstmals Elektro-Lkw aus – und startet damit in Versmold

    Nachhaltigkeit gehört seit vielen Jahren zur Firmenpolitik des Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerkes. Mit der Anschaffung eines durch Strom betriebenen Nutzfahrzeuges schlägt der […]

    Mehr erfahren
  • 5. Mai 2020

    Versmolder Traditionsbetrieb hat neuen Eigentümer – und wächst gewaltig

    Das Jahr des 90. Geburtstages ist für das Vollpappen-Verarbeitungswerk Wenner ein richtungweisendes. Der Verkauf an die Halbzellstoff-Industrie GmbH soll neue […]

    Mehr erfahren
  • 20. März 2020

    Aktuelle Information zur Corona-Krise

    Informationsschreiben zur COVID-19

    Mehr erfahren
  • 4. Februar 2020

    Reduzierung von Kunststoff zugunsten von Pappe …

    Das wünschen sich nach einer Umfrage die meisten Konsumenten! Dies ist das Ergebnis der Studie “HANDEL IST WANDEL”, die vom […]

    Mehr erfahren
  • 14. Januar 2020

    Unser Öko-Kreislauf!

    Alle Pappenreste, die bei der Produktion von Kartonagen anfallen, sammeln wir in einem riesigen Container, denn bei 7 großen Stanzautomaten […]

    Mehr erfahren
  • 5. Dezember 2019

    CO2-Ersparnis durch eigene Stromherstellung …

    … und wir stecken uns immer wieder höhere Ziele! Wir produzieren mit der Stromerzeugung durch die Photovoltaik-Anlage auf unseren Dächern […]

    Mehr erfahren
  • 4. November 2019

    Unser gemeinschaftliches Engagement für dieses Jahr, um noch mehr CO2 einzusparen …

    Hier zählen für uns auch die kleinen Schritte zur CO2-Ersparnis, deshalb haben wir in diesem Jahr die Idee gleich zu […]

    Mehr erfahren
  • 18. Oktober 2019

    Reduzierung von Kunststoffverpackungen zugunsten von Pappe …

    KARTON MIT KUNSTSTOFFFREIER ÖKOBARRIERE Verbraucher und Markenhersteller haben großen Bedarf angemeldet an nachhaltigeren Alternativen zu Plastikverpackungen und dies überall auf […]

    Mehr erfahren