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Nach ELS-Pleite ist der Unmut der Entsorger über fehlende Sicherung nach wie vor groß

Nach der Pleite des dualen Systembetreibers ELS im vergangenen Jahr ist der Unmut unter den Entsorgern nach wie vor groß. Das war auf einer Informationsveranstaltung des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) in der vergangenen Woche zur neuen Ausschreibungsrunde der dualen Systeme in Köln zu spüren. Entsorger klagten, dass es nach wie vor keine Sicherungsstrukturen für den Fall gibt, dass ein dualer Systembetreiber Insolvenz anmeldet. „Das gesamte Risiko wird auf die Entsorger verlagert“, sagte ein mittelständischer Entsorger aus Südwestdeutschland.
Die Probleme hängen eng mit dem so genannten 50+X-Modell zusammen, nachdem die dualen Systembetreiber die Entsorgungsverträge ausschreiben. Das System hatte sich einst das Bundeskartellamt ausgedacht, um eine wettbewerbliche Vergabe von Entsorgungsleistungen in einem liberalisierten Lizenzierungsmarkt sicherzustellen. Demnach losen die Systembetreiber untereinander, wer in welchen Ausschreibungsgebieten der so genannte Ausschreibungsführer ist. Dieser Ausschreibungsführer trägt die Hauptkostenverantwortung in seinem Ausschreibungsgebiet, das heißt er muss über 50 Prozent der Kosten übernehmen. Denn nur wenn der Ausschreibungsführer die Hauptkosten trägt, hat er auch ein Interesse daran, eine für die Gemeinschaft der dualen Systeme günstige Ausschreibung durchzuführen, so das damalige Kalkül des Bundeskartellamtes.
Bis zum vollständigen Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes Anfang des Jahres war das Ausschreibungssystem eine vom Kartellamt überwachte gelebte Praxis, die als gesetzlichen Unterbau lediglich das allgemeine Vertrags- und Wettbewerbsrecht kannte. Mit dem Verpackungsgesetz hat sich das geändert. Denn der Gesetzgeber hat das Verfahren in Paragraph 23 des Verpackungsgesetzes mehr oder weniger übernommen und damit ein „eigenes verpackungsrechtliches Vergaberecht“ geschaffen, wie es Matthias Klein vom Bundesumweltministerium (BMU) in Köln formulierte.
Den vollständigen Bericht zur BDE-Informationsveranstaltung lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 19/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits ab Dienstag 14.00 Uhr im E-Paper zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

Aktuelles bei Wenner

  • 3. Juli 2020

    ALS UNTERSTÜTZUNG UNSERES TEAMS SUCHEN WIR ZUM NÄCHSTMÖGLICHEN ZEITPUNKT EINEN ELEKTRONIKER FÜR BETRIEBSTECHNIK (M/W/D)

    Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen und produzieren mit modernster Maschinentechnologie (Drucken, Stanzen, Kleben, Palettierrobotik) Faltkartonagen. Die Weiterentwicklung unseres Betriebes erfordert […]

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  • 29. Mai 2020

    DIE STELLE IST LEIDER VERGEBEN!

    Als Unterstützung des Produktionsleiters suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Produktionsassistenten (m/w/d)

    Die Friedrich Wenner Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerk GmbH mit Sitz in Versmold ist ein auf Vollpappeverpackung spezialisierter Verpackungshersteller. Die innovativen Verpackungslösungen werden […]

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  • 8. Mai 2020

    MAN liefert erstmals Elektro-Lkw aus – und startet damit in Versmold

    Nachhaltigkeit gehört seit vielen Jahren zur Firmenpolitik des Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerkes. Mit der Anschaffung eines durch Strom betriebenen Nutzfahrzeuges schlägt der […]

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  • 5. Mai 2020

    Versmolder Traditionsbetrieb hat neuen Eigentümer – und wächst gewaltig

    Das Jahr des 90. Geburtstages ist für das Vollpappen-Verarbeitungswerk Wenner ein richtungweisendes. Der Verkauf an die Halbzellstoff-Industrie GmbH soll neue […]

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  • 20. März 2020

    Aktuelle Information zur Corona-Krise

    Informationsschreiben zur COVID-19

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  • 4. Februar 2020

    Reduzierung von Kunststoff zugunsten von Pappe …

    Das wünschen sich nach einer Umfrage die meisten Konsumenten! Dies ist das Ergebnis der Studie “HANDEL IST WANDEL”, die vom […]

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  • 14. Januar 2020

    Unser Öko-Kreislauf!

    Alle Pappenreste, die bei der Produktion von Kartonagen anfallen, sammeln wir in einem riesigen Container, denn bei 7 großen Stanzautomaten […]

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  • 5. Dezember 2019

    CO2-Ersparnis durch eigene Stromherstellung …

    … und wir stecken uns immer wieder höhere Ziele! Wir produzieren mit der Stromerzeugung durch die Photovoltaik-Anlage auf unseren Dächern […]

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  • 4. November 2019

    Unser gemeinschaftliches Engagement für dieses Jahr, um noch mehr CO2 einzusparen …

    Hier zählen für uns auch die kleinen Schritte zur CO2-Ersparnis, deshalb haben wir in diesem Jahr die Idee gleich zu […]

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  • 18. Oktober 2019

    Reduzierung von Kunststoffverpackungen zugunsten von Pappe …

    KARTON MIT KUNSTSTOFFFREIER ÖKOBARRIERE Verbraucher und Markenhersteller haben großen Bedarf angemeldet an nachhaltigeren Alternativen zu Plastikverpackungen und dies überall auf […]

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