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Apple treibt Einsatz aus dem E-Schrott zurückgewonnener Metalle voran

Deutliche Fortschritte bei der Verwertung seiner Altgeräte und dem Wiedereinsatz der dabei zurückgewonnenen Metalle vermeldet Apple in seinem aktuellen Umwelt- und Nachhaltigkeitsbericht. So hat der US-Elektronikkonzern unter anderem seinen Roboter zur Demontage von iPhones weiterentwickelt. Die Maschine mit dem Namen „Daisy“ kann nun 15 statt bisher neun verschiedene Modelle der Apple-Smartphones in seine Einzelteile zerlegen. Pro Stunde kann der Roboter bis zu 200 iPhones verwerten – die Gesamtjahreskapazität beziffert der Konzern auf 1,2 Mio Geräte. Bisher hatte Apple nur eine Daisy in den USA in Betrieb, jetzt soll noch ein baugleiches Gerät in den Niederlanden zum Einsatz kommen.
Sobald die Materialien von Daisy zurückgewonnen wurden, werden sie wieder in den Herstellungsprozess zurückgeführt, heißt es in dem Bericht. Als Beispiel nennt der Konzern das in den iPhone-Akkus enthaltene Kobalt. Für den Einsatz von recyceltem Kobalt in Neubatterien habe es bisher nur ein begrenztes Angebot an recyceltem Kobalt auf dem Markt gegeben, berichtet Apple. Zwar verfügten die Recycler über die technischen Möglichkeiten das Kobalt zurückzugewinnen, allerdings mangelte es vielen Verwertern an ausreichend großen Abfallströmen. Zur Versorgung der Recycler greift der Konzern nun auf die Akkus zurück, die von Daisy aus den iPhones separiert werden. Zusammen mit Produktionsresten von ausgewählten Batterie- und Endmontagelieferanten werden die Akkus dann recycelt. Das Kobalt aus beiden Schrottquellen nutzt Apple anschließend für die Produktion von Batterien neuer Geräte.
Auch für die Rückgewinnung Seltener Erden, Wolfram und Zinn sieht Apple durch den Recyclingroboter deutliche Vorteile. So würden bei traditionellen Recyclingverfahren Seltenerdelemente aufgrund zu geringer Mengen und unausgereifter Technologien nicht zurückgewonnen. Daisy könne jedoch die kleinen Komponenten, die Seltene Erden enthalten, vom iPhone separieren. Durch die Zusammenführung dieser Mengen könne die Grundlage für neue Technologien zur effizienten Rückgewinnung dieser Metalle gelegt werden, ist Apple überzeugt.
Insbesondere bei Aluminium und Kupfer setzt der Elektronikkonzern bereits jetzt in großem Stil auf Sekundärrohstoffe. Für zwei im letzten Jahr auf den Markt gebrachte Laptop- und Desktop-PC-Modelle hat Apple in den Gehäusen erstmals zu 100 Prozent recyceltes Aluminium eingesetzt. Sowohl bei Kupfer als auch Aluminium will Apple die Anstrengungen zur Rückgewinnung und dem Wiedereinsatz von Sekundärmetallen weiter verstärken.
Um die Forschung im Bereich Recycling voranzutreiben, hat Apple zudem ein neues „Material Recovery Lab“ eröffnet. Das Forschungszentrum im texanischen Austin soll nach innovativen Lösungen aus den Bereichen Robotik und maschinelles Lernen suchen, um Demontage-, Sortier- und Zerkleinerungsprozesse zu verbessern.
Den ausführlichen Bericht zu den Fortschritten und Plänen von Apple beim Recycling von E-Schrott lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 18/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits ab Dienstag 14.00 Uhr im E-Paper zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

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