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Bau- und Entsorgerverbände drängen auf Lösungen bei Asbestentsorgung

Aus Sicht der Bau- und Entsorgungswirtschaft gibt es einen dringenden Handlungsbedarf bei der fachgerechten Entsorgung und dem Recycling asbesthaltiger Bau- und Abbruchabfälle. Denn der derzeitige „Null-Asbestfaser“-Ansatz der LAGA Mitteilung 23 verbiete das Recycling großer Teile der anfallenden mineralischen Bau- und Abbruchabfälle.
In einer gemeinsamen Stellungnahme haben nun acht Branchenverbände einen Weg zu asbestfreien RC-Baustoffen aus dem Baubestand skizziert. Das unter anderem vom Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) und dem Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) unterzeichnete Papier wurde Anfang April an BMU-Abteilungsleiterin Regina Dube, Unterabteilungsleiter Christoph Epping und den LAGA-Vorsitzenden Michael Thielke verschickt.

Selbst geringfügige Asbestgehalte verhindern Recycling

Die Verbände kritisieren darin, dass nach geltender Rechtslage selbst geringfügig Asbestgehalte in Bauprodukten deren Recycling oder sonstige Verwertung verhindern. So bedeute die Festlegung in der LAGA M23, dass asbesthaltige Abfälle auch mit einem Faseranteil von unter 0,1 Gewichtsprozent Sortier- und Behandlungsanlagen nicht zugeführt werden dürfen, dass Abfälle nur dann recyclingfähig seien, wenn deren wie auch immer definierte „Asbestfreiheit“ gegeben sei.
Im Rahmen des seit zwei Jahren geführten Nationalen Asbestdialogs warnten Branchenvertreter bereits, dass das Recycling und die sonstige Verwertung von derzeit rund 80 Mio Jahrestonnen Bauabfällen auf der Kippe stehe und die Gesamtverwertungsquote von aktuell 90 Prozent auf null Prozent sinken könnte. Angesichts begrenzter Deponiekapazitäten würde dies die Entsorgung von Bauabfällen drastisch verteuern.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 15/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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