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Mehr Kunststoffe im Abfall: Heizwert bei TA Lauta steigt

In den letzten Jahren hat China seine Importregelungen für Kunststoffabfälle stetig verschärft. Die Auswirkungen dieser Politik sind auch bei den deutschen Abfallverbrennungsanlagen deutlich spürbar. So beobachtet der Anlagenbetreiber Thermische Abfallbehandlung (T.A.) Lauta bei sich einen steigenden Anteil von Kunststoffen im Müll. Dies verändere den Heizwert und die Rauchgaseigenschaften, berichtet die Steag-Tochter in einem soeben veröffentlichten Kundenmagazin.
Nach Angaben der T.A. Lauta ist der durchschnittliche Heizwert des Abfalls in 2018 von 9.550 auf ca. 9.800 Kilojoule pro Kilogramm gestiegen. Der Abfalldurchsatz konnte dennoch dank einer nahezu 90-prozentigen Anlagenverfügbarkeit bei nur geringem Störgeschehen nochmals leicht um 1,6 Prozent auf 221.000 Tonnen gesteigert werden. Mit dieser Abfallmenge war die Anlage voll ausgelastet.
Allerdings führten die veränderten Rauchgaseigenschaften des Abfalls dazu, dass die TA Lauta an zwölf Tagen des Jahres 2018 einzelne in der Betriebsgenehmigung vorgegebene Emissionsgrenzwerte nicht einhalten konnte. Vornehmlich für Schwefeldioxid wurden die Tagesmittelwerte geringfügig überschritten; die Emissionswerte lagen aber dennoch unter den vom Gesetzgeber festgelegten Grenzwerten.
Insgesamt liege ein erfolgreiches Jahr hinter der T.A. Lauta, heißt es im Kundenmagazin. Neben dem höheren Abfalldurchsatz konnte das Unternehmen auch den Energieoutput steigern. So erzeugte die Anlage rund 130.000 MWh Elektroenergie, verglichen mit 127.000 MWh im Vorjahr. Davon wurden 109.000 (2017: 107.000) MWh ins öffentliche Netz eingespeist. Ferner wurden der Firma Rygol 14.200 (13.700) MWh Wärme geliefert.

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