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E-Schrottrecycler beklagen hohe Kosten durch Lithium-Brände

Die Verwerter von Elektro- und Elektronikaltgeräten berichten zunehmend von Bränden ausgelöst durch defekte Lithium-Batterien. Auf den damit verbundenen höheren Kosten für Versicherungen, neue Sicherheitsanlagen sowie zusätzliches Personal bleiben sie aber meist sitzen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des europäischen E-Schrottrecyclingverbands (EERA) hervor.
Demzufolge haben rund 80 Prozent der befragten Verwertungsbetriebe bereits Brände oder ähnliche Zwischenfälle mit beschädigten Lithium-Akkus in ihren Anlagen erlebt. Mehr als 60 Prozent der Feuer seien „ernst“ oder „sehr ernst“ gewesen. In zwei Drittel der Fälle mussten die Recycler externe Feuerwehren zur Brandbekämpfung hinzuziehen.
Drei von fünf Bränden brachen beim Abladen oder der Lagerung von Altgeräten mit lithiumhaltigen Batterien aus. Auf den Behandlungsprozess entfielen laut EERA 30 Prozent der Fälle, die restlichen Feuer brachem beim Transport des E-Schrotts aus.
In Folge der Brände bzw. aufgrund der Brandrisiken haben bereits 86 Prozent der befragten Altgeräteverwerter in Verbesserungen ihrer Anlagen investiert oder planen dies in den nächsten zwölf Monaten. Rund die Hälfte der Anpassungen stellten größere Investitionen in die Anlagentechnik dar, so der Verband. Einige Betriebe berichteten aber auch von zusätzlichem Personalaufwand.
Gleichzeitig mussten die Recycler in vielen Fällen ihre Lager- und Behandlungskapazitäten aufgrund der gestiegenen Brandrisiken reduzieren. Neben erhöhten Behandlungskosten berichten viele Unternehmen auch von „dramatischen Steigerungen“ bei den Versicherungsbeträgen. Die deswegen gestiegenen Kosten können die Unternehmen aber nur selten in höheren Behandlungspreisen durchsetzen. Fast 90 Prozent der Befragten berichten, dass ihre Kunden keine Verantwortung für die mit den Batterien verbundenen Probleme übernehmen wollen und daher nicht bereit seien, höhere Kosten zu akzeptieren.

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