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Indaver und Suez planen Altholzkraftwerk in Belgien

Die Entsorger Indaver and Suez haben das Genehmigungsverfahren für den Bau eines Altholzkraftwerks in Doel in der Nähe von Antwerpen eingeleitet. Die auf den Namen „E-Wood“ (Energy from Wood) getaufte Anlage soll 2021 in Betrieb gehen und jährlich rund 180.000 Tonnen nicht recycelbare Holzabfälle verwerten, wie die beiden Unternehmen vergangene Woche mitteilte. Das Investitionsvolumen bezifferten sie auf 100 Mio €.
Als Brennstoff für die Anlage mit Wirbelschichtfeuerung sind behandeltes Altholz, Siebüberläufe aus Kompostierungsanlagen und andere nicht stofflich verwertbare Fraktionen vorgesehen. Die beiden Entsorger werden jeweils über die Hälfte der Kapazität verfügen und diese unabhängig von einander vermarkten. „Mit dieser Initiative bieten Indaver und Suez ihren Kunden, vorwiegend in Belgien und darüber hinaus in Nordwesteuropa, eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Lösung für ihre nicht recycelbaren Holzabfälle“, teilen die Unternehmen mit.
Das E-Wood-Kraftwerk wird eine elektrische Leistung von 20 MW haben. Es soll vorrangig Strom erzeugen, aber auch Dampf in das Netzwerk „Ecluse“ einspeisen, das im März offiziell eröffnet wurde. Das Netz mit fünf Kilometern Länge versorgt mehrere Unternehmen der chemischen Industrie im Hafen Waasland mit Prozessdampf, mit dem Rücklauf werden außerdem die Büros des Hafenbetreibers DP World beheizt. Der Dampf stammt aus der Sleco-Anlage und einer Müllverbrennungsanlage von Indaver.
Die Abnehmer für den Dampf sind die Chemieunternehmen Ineos Phenol, ADPO, Lanxess Belgium, Monument Chemical und Ashland Specialties Belgium. Sie können jetzt den Angaben zufolge auf ihre eigene Energiegewinnung aus Erdgas verzichten und so bis zu 100.000 Tonnen CO2 jährlich einsparen. Die flämische Regierung förderte das Projekt mit zehn Mio €. Insgesamt wurden 30 Mio € in das Dampfnetz investiert.

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