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RWE plant Einstieg in die Kohlenstoff-Kreislaufwirtschaft

Der Essener Energieversorger RWE will nach eigenen Angaben in die vom Unternehmen so betitelte „Kohlenstoff-Kreislaufwirtschaft“ einsteigen. Das ist dem Geschäftsbericht der RWE AG für das Jahr 2018 zu entnehmen, den der Konzern kürzlich veröffentlicht hat.
Demnach will sich das Unternehmen am Innovationszentrum am Braunkohlekraftwerk Niederaußem künftig verstärkt der Vergasung kohlenstoffhaltiger Materialien widmen. Die Aktivitäten von RWE finden im Rahmen einer Initiative des Fraunhofer-Instituts mit dem Namen „Kohlenstoff-Ketten“ (IK2) statt.
Kohle und andere kohlenstoffhaltige Materialien könnten durch Vergasung für die Produktion von Grundstoffen für die Chemische Industrie oder für Treibstoffe verwendet werden, so RWE. Anders als beim Verbrennungsprozess entstehe bei der Vergasung nicht Kohlendioxid und Wasserdampf, sondern Kohlenmonoxid und Wasserstoff. Wasserstoff kann als Basis dienen, um Synthesegas herzustellen, was wiederum als Basisrohstoff für synthetische Treibstoffe sowie Kunststoffe dient. Ab dem kommenden Jahr will RWE in Niederaußem Versuchsanlagen errichten, um geeignete Vergasungs-, Aufbereitungs- und Synthesetechniken zu entwickeln.

Zunächst Braunkohle, später auch Abfälle

Als Basisrohstoff wollen die Essener Braunkohle verwenden, zumindest erst einmal. Denn Braunkohle werde als Energieträger für die Stromerzeugung zunehmend an Bedeutung verlieren, heißt es im Konzernbericht von RWE. Als Rohstoff für die Herstellung von Grundstoffen für die chemische Industrie eröffneten sich jedoch „langfristig interessante Perspektiven für das rheinische Revier“, schreibt der Energieversorger.
Doch nicht nur Braunkohle eigne sich als Ausgangsstoff für die Vergasung. „Daneben können auch Abfallstoffe, Reststoffe und Biomasse durch Vergasung umgewandelt werden“, heißt es im Geschäftsbericht des größten deutschen Energiekonzerns. Auf diese Weise würden bislang ungenutzte Kohlenstoffquellen in die Versorgung der Industrie mit Rohstoffen eingebunden, so RWE.
Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 13/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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