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Infraserv Höchst steigt in das Phosphorrecycling ein

Der Chemieparkbetreiber Infraserv Höchst will künftig Phosphor aus der Asche von Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen zurückgewinnen. Das sagte Infraserv-Geschäftsführer Joachim Kreysing anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen 2018 gestern in Frankfurt am Main. Infraserv arbeitet nach eigenen Angaben bei der Rückgewinnungstechnologie mit einem Partner zusammen, der nicht namentlich genannt wurde.
Wann genau die Anlage in Betrieb gehen wird, ist derzeit noch nicht ganz klar. Aber sie soll deutlich vor dem Ende der Übergangsfrist der Klärschlammverordnung im Jahre 2029 beziehungsweise 2032 ihren Betrieb aufnehmen.
Darüber hinaus plant Infraserv offensichtlich Großes: Die Anlage soll nicht nur den Phosphor aus den Aschen der eigenen Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage zurückgewinnen können, die immerhin jährlich rund 200.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr thermisch behandeln kann. Die Frankfurter planen eine Anlage in einer Größenordnung, die „das Phosphor aus den Aschen großer Teile Hessens“ recyceln kann, so Kreysing weiter. Das Verfahren sei darüber hinaus sehr wirtschaftlich und soll nicht dazu führen, dass die Abwassergebühren steigen müssen, „wie das durchaus in manch anderen Verfahren der Fall ist“, sagte der Infraserv-Geschäftsführer.

EBS-Kraftwerk läuft gut

Das Ersatzbrennstoff-Kraftwerk am Standort läuft inzwischen technisch sowie wirtschaftlich sehr gut. „Wir wollen nicht mehr darauf verzichten. Die Anlage hat für uns eine strategische Bedeutung“, sagte Jürgen Vormann, neben Kreysing ebenfalls Geschäftsführer von Infraserv. Im vergangenen Jahr stiegen die Umsatzerlöse der Betreibergesellschaft TCC von 96,0 Mio € auf 111,6 Mio €. Das entspricht einem Plus von über 16 Prozent. Die Auslastung der EBS-Anlage sei gut, sagte Kreysing auf Nachfrage, ohne konkrete Zahlen zum Durchsatz zu nennen. Die noch freien Kapazitäten will Infraserv mit Klärschlamm auslasten.
Insgesamt hat die Infraserv Höchst-Gruppe im vergangenen Jahr rund 1,04 Mrd € umgesetzt und damit etwa 65 Mio € beziehungsweise rund sieben Prozent mehr als 2017.  Bezogen auf die Infraserv Höchst KG ist der Umsatz um mehr als 9 Prozent auf 942 Mio € gewachsen. „Wir sind mit diesem Geschäftsverlauf zufrieden“, sagte Vormann.

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