Scrollen!

Plastikgipfel: Umwelthilfe gegen freiwillige Selbstverpflichtung

Vermeidung von Verpackungsmüll steht morgen auf der Agenda des Plastikgipfels. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat Supermarktketten, Lebensmittelkonzerne sowie Umweltschutzverbände nach Berlin zu einem Runden Tisch zur Vermeidung von Plastikverpackungen eingeladen. Im Vorfeld forderte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Ministerin auf, sich für eine verbindliche Abfallvermeidungspolitik einzusetzen, statt sich mit freiwilligen Selbstverpflichtungen der Wirtschaft zufrieden zu geben.
Die DUH fordert, den Verpackungsmüll bis 2030 zu halbieren und die Mehrwegquote von 70 Prozent für Getränkeverpackungen umzusetzen. Auch müssten Wiederverwendungsquoten für andere Lebensmittel- und Verkaufsverpackungen von 15 Prozent bis zum Jahr 2025 und 30 Prozent bis zum Jahr 2030 eingeführt werden. Die DUH spricht sich auch für eine deutliche Verteuerung der Primärrohstoffe aus. Zudem sollten Mindeststandards zur Recyclingfähigkeit und zum Einsatz von Recyclingmaterial verbindlich festgelegt werden. Ministerin Schulze müsse die Mehrwegquote auch mit Sanktionen, wie einer Abgabe auf Einweg, durchsetzen.

„Anreize im Verpackungsgesetz für ökologischeres Verpackungsdesign unzureichend“

Im Übrigen kritisiert die Umwelthilfe, dass die bislang im neuen Verpackungsgesetz festgelegten Anreize für ein ökologischeres Verpackungsdesign völlig unzureichend seien. „Ohne ausreichende Anreize sind Rezyklate aus Altkunststoff nicht wettbewerbsfähig im Vergleich zu günstigen Neukunststoffen aus fossilem Rohöl“, so die DUH. Die Umweltministerin müsse Bedingungen dafür schaffen, dass die gesammelten Kunststoffe hierzulande nicht nur aufbereitet werden, sondern auch einen Absatz finden.
„Eine Mindesteinsatzquote für Recyclingmaterialien in bestimmten Verpackungsgruppen würde die Nachfrage dauerhaft ankurbeln“, sagt DUH-Mitarbeiter Thomas Fischer. Auch könnte ein Fondsmodell, unter Verwaltung des Umweltbundesamtes, weitere finanzielle Anreize schaffen und dazu beitragen, eine vorgegebene Mindestquote zum Einsatz von Recyclingmaterial noch deutlich zu übertreffen. Zudem sollten im Rahmen der öffentlichen Beschaffung Produkte mit Anteilen aus Recyclingmaterial verpflichtend bevorzugt werden müssen.

Aktuelles bei Wenner

  • 18. Oktober 2019

    Reduzierung von Kunststoffverpackungen zugunsten von Pappe …

    KARTON MIT KUNSTSTOFFFREIER ÖKOBARRIERE Verbraucher und Markenhersteller haben großen Bedarf angemeldet an nachhaltigeren Alternativen zu Plastikverpackungen und dies überall auf […]

    Mehr erfahren
  • 8. Oktober 2019

    Wir engagieren uns beim Thema Ausbildung …

    der gemeinsam mit •   der Stadt Versmold, •   IGEV, der Interessengemeinschaft Einkaufsstadt Versmold •   IG-GV, der Interessengemeinschaft […]

    Mehr erfahren
  • 24. September 2019

    Kartonagen besonders für wohlüberlegte, schnelle Entschlüsse …

    Sie benötigen zeitnah Kartonagen für Ihre Waren, um diese geschützt zu Ihren Kunden oder zum Verbraucher zu transportieren und dann […]

    Mehr erfahren
  • 9. September 2019

    „Wälder für immer für alle“ …

    eine Initiative von FSC. Wir alle sind gefordert, eine gesunde, intakte Umwelt an unsere Kinder weiterzugeben, in der es für […]

    Mehr erfahren
  • 20. August 2019

    Recycling-Material 

    … einsetzen, wo es perfekt geht! Mit Verpackungen aus Vollpappe können Sie zu Recht ein reines ökologisches Gewissen haben, denn […]

    Mehr erfahren
  • 8. August 2019

    Wir entwickeln Lösungen, wo wir gefordert sind …

    Es gibt sehr viele Produkt-Bereiche, aber eines ist klar: jedes Produkt braucht seine spezifische Verpackung. Egal, ob • z.B. für […]

    Mehr erfahren
  • 22. Juli 2019

    Vollpappe, der perfekte Werkstoff …

    Kunststoff zu ersetzen ist in vielen Bereichen nicht ganz einfach, aber in der Verpackungsindustrie wird der Rohstoff VOLLPAPPE mit großem […]

    Mehr erfahren
  • 8. Juli 2019

    ENERGIEWENDE: Wir stecken uns seit Jahren hohe Ziele!

    Auf der Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21) im Dezember 2015 haben sich 195 Länder erstmals auf ein allgemeines, rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzübereinkommen geeinigt. Das 2020-Paket […]

    Mehr erfahren
  • 24. Juni 2019

    EU verbannt Plastik-Produkte

    Nun geht es zur Sache: ab 2021 soll die vereinbarte Kunststoff-Richtlinie in der gesamten EU umgesetzt werden, um die Gesundheit […]

    Mehr erfahren
  • 4. Juni 2019

    Unser Know-how ist die Basis für beste Beratung

    Unsere jahrelange Erfahrung mit dem Werkstoff VOLLPAPPE gibt unserem Kunden Sicherheit für die Umsetzung seiner Wünsche. Es gibt nämlich viel […]

    Mehr erfahren