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Aurubis: Operatives Ergebnis im ersten Quartal halbiert

Umsatzrückgang um neun Prozent und operatives Ergebnis halbiert. Die vom Kupferrecycler Aurubis AG heute veröffentlichten Kennzahlen für das erste Geschäftsquartal (1.10.-31.12.) lesen sich zunächst nicht gut. Zudem untersagte die EU-Kommission dem Hamburger Unternehmen kürzlich den geplanten Verkauf des Walzgeschäfts an die Wieland Werke.
Die Aurubis-Geschäftsführung beurteilt die Situation auf ihren Märkten dennoch weiterhin überwiegend positiv und bestätigt die Ergebnisprognose für das gesamte Geschäftsjahr. Auch die Börsen quittierten die Zahlen positiv: Die Aktie legte in den Morgenstunden um knapp drei Prozent zu.
Laut Zwischenbericht erwirtschaftete Aurubis zwischen Oktober und Dezember 2018 einen Konzernumsatz von 2,61 Mrd € (Vorjahr: 2,87 Mrd €). Grund für den Umsatzrückgang im Vorjahresvergleich (2,87 Mrd €) seien vor allem der deutlich geringere Kupferpreis sowie produktionsbedingt geringere Edelmetallverkäufe. Das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) verringerte sich im Berichtszeitraum von 79 auf 40 Mio €, erfüllte damit laut Aurubis aber die Erwartungen des Kapitalmarkts.

Ungeplante Stillstände belasten das Ergebnis

Insbesondere die bereits im Dezember kommunizierten ungeplanten Stillstände an den Produktionsstandorten Hamburg, Pirdop und Lünen führten zu negativen Ergebniseffekten von rund 25 Mio €. Infolgedessen verzeichnete Aurubis im ersten Quartal niedrigere Durchsätze sowohl von Kupferkonzentraten als auch von Recyclingmaterialien. Der Mengendurchsatz im so genannten Kayser Recycling System (KRS) in Lünen sank den Angaben zufolge um 27 Prozent auf 58.000 Tonnen.
Dagegen erhöhte sich der Alt-/Blisterkupfereinsatz bei einem stabilen Angebot am Altkupfermarkt um neun Prozent auf 108.000 Tonnen. Die im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich niedrigeren Raffinierlöhne für Altkupfer belasteten allerdings das Ergebnis. Nach Angaben der Geschäftsführung liegen die Raffinierlöhne trotzdem immer noch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt und somit weiterhin auf zufriedenstellendem Niveau. Die konzernweite Kathodenproduktion summierte sich im ersten Quartal auf 274.000 Tonnen, was einen Rückgang um sieben Prozent bedeutet.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2018/19 bestätigte CEO Jürgen Schachler die bisherige Prognose: „Wir sehen nach wie vor eine überwiegend gute Situation an unseren Märkten, und auch unser Effizienzsteigerungsprogramm wird in diesem Geschäftsjahr weiter seine Wirkung entfalten.“ Das Unternehmen gehe daher weiterhin von einem nur moderat unter dem Vorjahr liegenden operativen EBT aus. Laut Aurubis-Definition bedeutet „moderat“ einen EBT-Rückgang zwischen 5,1 und 15 Prozent.

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