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Weltwirtschaftsforum und UN fordern grundlegenden Wandel im E-Schrottbereich

Für einen Neustart im Elektronikbereich hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft haben sich verschiedene private und staatliche Organisationen im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos ausgesprochen. Sie fordern dabei auch eine neue Vision für die Produktion und Nutzung von Elektro- und Elektronikgeräten, um das Problem der wachsenden E-Schrottberge nicht nur auf die Nachnutzungsphase zu reduzieren. Eine Reihe von Akteuren – von Designern und Herstellern über Rohstofflieferanten und Recycler bis hin zu Verbrauchern und politischen Entscheidungsträgern – könnte dazu beitragen, die Lebensdauer von Geräten durch Reparatur und Wiederverwendung zu verlängern, Abfallmengen zu reduzieren und werthaltige Materialien durch Recycling zu erhalten. „Die Möglichkeiten sind endlos“, heißt es in einemPapier der Platform for Accelerating the Circular Economy (Pace), das gestern vom Weltwirtschaftsforum vorgestellt wurde.
Schätzungen zufolge liegt das weltweite Aufkommen an Altgeräten bereits bei knapp 50 Mio Tonnen im Jahr. Den Wert der darin enthaltenen Materialien beziffert der Bericht auf über 60 Mrd US-Dollar – mehr als die jährliche Wirtschaftsleistung der meisten Staaten. Gleichzeitig gelangten aber gegenwärtig nur rund 20 Prozent des globalen Aufkommens an E-Schrott in offizielle Sammel- und Verwertungskanäle. Die übrigen Altgeräte landeten auf Deponien oder würden unsachgemäß behandelt, was enorme Probleme für Umwelt und Gesundheit mit sich bringe, beklagt die Platform, die unter anderem vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen angeführt wird.
Angesichts der gegenwärtig unzureichenden Behandlung der Altgeräte sowie von Prognosen, wonach der Berg an E-Schrott bis 2050 auf eine Menge von 120 Mio Tonnen im Jahr anwachsen könnte, sieht die Platform dringenden Handlungsbedarf auf allen Ebenen. Es sei an der Zeit, das Thema Elektroschrott zu überdenken, die Elektronikindustrie neu zu bewerten und das System zum Nutzen der Industrie, der Verbraucher, der Arbeitnehmer, der menschlichen Gesundheit und der Umwelt neu zu starten.
Aus Sicht von Pace stelle ein derartiger Neustart eine beispiellose Chance für globale Unternehmen, politische Entscheidungsträger und Arbeitnehmer weltweit dar. Das vorherrschende Modell des „Take, Make and Dispose“ habe Folgen für die Gesellschaft, negative Auswirkungen auf die Gesundheit und trage zum Klimawandel bei. Daher sei es Zeit für ein System-Update, bei dem die Kreislaufwirtschaft das bisherige lineare Verbrauchsmodell ersetzt. Die Erhöhung der Materialeffizienz, der Aufbau von Infrastruktur für Sammlung und Recycling sowie die Erhöhung von Menge und Qualität der recycelten Materialien seien dabei von entscheidender Bedeutung, heißt es in dem Papier weiter.
Wenn der Sektor von politischer Seite mit den richtigen Rahmenbedingungen unterstützt werde, könnten weltweit mehrere Millionen neuer Arbeitsplätze unter menschenwürdigen Bedingungen entstehen, ist Pace überzeugt. Auch die Verbraucher könnten von einem Kreislaufwirtschaftsmodell im Elektronikbereich erheblich profitieren. Ihre Kosten könnten bis 2030 um sieben Prozent und bis 2040 sogar um 14 Prozent sinken.
Der vom Weltwirtschaftsforum ausgerichteten Plattform gehören neben der UN auch die Ellen Mac Arthur Stiftung, verschiedene Elektronikhersteller wie beispielsweise Philips und Dell und HP, staatliche und internationale Organisationen sowie die Entsorgungskonzerne Veolia und Suez an.

Aktuelles bei Wenner

  • 3. Juli 2020

    ALS UNTERSTÜTZUNG UNSERES TEAMS SUCHEN WIR ZUM NÄCHSTMÖGLICHEN ZEITPUNKT EINEN ELEKTRONIKER FÜR BETRIEBSTECHNIK (M/W/D)

    Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen und produzieren mit modernster Maschinentechnologie (Drucken, Stanzen, Kleben, Palettierrobotik) Faltkartonagen. Die Weiterentwicklung unseres Betriebes erfordert […]

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  • 29. Mai 2020

    DIE STELLE IST LEIDER VERGEBEN!

    Als Unterstützung des Produktionsleiters suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Produktionsassistenten (m/w/d)

    Die Friedrich Wenner Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerk GmbH mit Sitz in Versmold ist ein auf Vollpappeverpackung spezialisierter Verpackungshersteller. Die innovativen Verpackungslösungen werden […]

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  • 8. Mai 2020

    MAN liefert erstmals Elektro-Lkw aus – und startet damit in Versmold

    Nachhaltigkeit gehört seit vielen Jahren zur Firmenpolitik des Versmolder Vollpappen-Verarbeitungswerkes. Mit der Anschaffung eines durch Strom betriebenen Nutzfahrzeuges schlägt der […]

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  • 5. Mai 2020

    Versmolder Traditionsbetrieb hat neuen Eigentümer – und wächst gewaltig

    Das Jahr des 90. Geburtstages ist für das Vollpappen-Verarbeitungswerk Wenner ein richtungweisendes. Der Verkauf an die Halbzellstoff-Industrie GmbH soll neue […]

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  • 20. März 2020

    Aktuelle Information zur Corona-Krise

    Informationsschreiben zur COVID-19

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  • 4. Februar 2020

    Reduzierung von Kunststoff zugunsten von Pappe …

    Das wünschen sich nach einer Umfrage die meisten Konsumenten! Dies ist das Ergebnis der Studie “HANDEL IST WANDEL”, die vom […]

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  • 14. Januar 2020

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    Alle Pappenreste, die bei der Produktion von Kartonagen anfallen, sammeln wir in einem riesigen Container, denn bei 7 großen Stanzautomaten […]

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  • 5. Dezember 2019

    CO2-Ersparnis durch eigene Stromherstellung …

    … und wir stecken uns immer wieder höhere Ziele! Wir produzieren mit der Stromerzeugung durch die Photovoltaik-Anlage auf unseren Dächern […]

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  • 4. November 2019

    Unser gemeinschaftliches Engagement für dieses Jahr, um noch mehr CO2 einzusparen …

    Hier zählen für uns auch die kleinen Schritte zur CO2-Ersparnis, deshalb haben wir in diesem Jahr die Idee gleich zu […]

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  • 18. Oktober 2019

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    KARTON MIT KUNSTSTOFFFREIER ÖKOBARRIERE Verbraucher und Markenhersteller haben großen Bedarf angemeldet an nachhaltigeren Alternativen zu Plastikverpackungen und dies überall auf […]

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