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Remondis erwartet höheren Gewinn für 2018

Deutschlands größter Entsorger rechnet im zu Ende gehenden Geschäftsjahr 2018 mit einem deutlich gestiegenen Konzernjahresüberschuss. Die Ertragslage lasse bei Remondis ein Rohergebnis merklich oberhalb und ein EBITDA leicht oberhalb des in 2017 erreichten Niveaus erwarten, heißt es im kürzlich veröffentlichten Jahresbericht der Remondis-Mutter Rethmann. Da wesentliche außergewöhnliche Abschreibungen, wie im Jahr 2017, für Jahr 2018 nicht zu erkennen seien, rechnet der Entsorgungskonzern mit einem deutlich über dem Vorjahresniveau liegenden Überschuss. Im letzten Jahr soll Remondis einen Gewinn nach Steuern von 204 Mio € erwirtschaftet haben.
In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres hätten sowohl Umsatz als auch Rohergebnis bei Remondis über den Vorjahreswerten gelegen. Die Erlöse profitierten dabei vor allem von der weiteren Erholung auf den Sekundärrohstoffmärkten verbunden mit höheren Margen und Absatzmengen im Handel mit Stahl- und NE-Schrotten.
„Die jüngeren erfolgreich integrierten – aber oft kleineren – Unternehmensakquisitionen waren für das Rohergebniswachstum verantwortlich“, heißt es in dem Bericht weiter. Neben dem Handelsbereich hätten im Wesentlichen die Geschäftsbereiche, die sich auf die Erfassung, Aufbereitung, Verwertung und Beseitigung von Stoffströmen im In- und Ausland konzentrieren, zur Steigerung des Rohergebnisses beigetragen, so der Konzern.
Laut dem Bericht hat die Rethmann SE & Co. KG ihren Umsatz im Jahr 2017 um 13 Prozent auf 14,33 Mrd € gesteigert. Das EBITDA verbesserte sich um elf Prozent auf 1,43 Mrd €. Unter dem Strich verzeichnete der Konzern einen Jahresüberschuss von rund 360 Mio € – zehn Prozent mehr als im Vorjahr.
Den größten Beitrag zum Umsatzwachstum lieferte dabei Remondis. Hier erhöhten sich die Erlöse 2017 um 20 Prozent auf rund 7,30 Mrd €. Beim Lebensmittelverwerter Saria stiegen die Umsätze um ein Sechstel auf 2,29 Mrd, bei der Rethmann-Logistiksparte Rhenus fiel das Plus mit zwei Prozent auf 4,84 Mrd € deutlich schwächer aus.

Übernahmen lassen Remondis-Umsatz weiter stark wachsen

Durch die positive Entwicklung auf den Märkten sowie die auch im Jahr 2018 hohe Zahl an Übernahmen dürfte sich der Umsatz von Remondis auch im laufenden Jahr weiter deutlich erhöht haben. So hat Deutschlands mit Abstand größter Entsorger in diesem Jahr unter anderem den Industrieentsorger Baufeld Chemie, die Kunststoffrecycler Plastic Recycling Zeitz und Lohner Kunststoffrecycling, die Containerdienste Happe und Beverungen sowie den Wedeler Entsorger Optisys und die Martin Mülder GmbH mit Sitz in Emsdetten übernommen. Zuletzt hatte das Bundeskartellamt nach längerer Prüfung auch denErwerb des Entsorgers Müntefering-Gockeln genehmigt.
Hinzu kommen noch weitere Zukäufe im europäischen Ausland sowie natürlich die Übernahme des Dualen Systems Deutschland. Die kartellrechtliche Prüfung dauert hier zwar noch an, da die Übernahme aber rückwirkend zum 1. Januar 2018 wirksam werden soll, würden sich die geschätzten rund 500 Mio € Umsatz von DSD bereits für das laufende Jahr in den Remondis-Zahlen niederschlagen.
Für den Gesamtkonzern Rethmann noch spektakulärer ist derEinstieg bei der französischen Transdev-Gruppe. Die Übernahme der bisherigen Veolia-Anteile und die künftig bei 34 Prozent liegende Beteiligung an dem Verkehrsunternehmen dürfte den Umsatz allein um rund 2,2 Mrd € steigen lassen. Allein durch die Transdev-Beteiligung sowie die DSD-Übernahme steuern die Erlöse von Rethmann stark auf die Marke von 17 Mrd € zu.
Die Übernahme von DSD und der Einstieg bei Transdev haben den Konzern wohl insgesamt rund 500 Mio € gekostet. Damit dürfte der Expansionsdrang aber keineswegs gestillt sein, zumal das Eigenkapital der Rethmann-Gruppe bis zum Jahresende 2017 auf über 3,1 Mrd € anstieg – ein Plus von fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für Remondis könne sich die Gelegenheit bieten, das Portfolio der Gruppe weiter auszubauen oder zu ergänzen, da weiterhin verschiedene Unternehmen der Branche national und international zum Verkauf gestellt werden, heißt es im Bericht der Muttergesellschaft explizit.

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