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Entsorgungsnotstand bei asbesthaltigen Dachpappen befürchtet

Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) fürchtet einen Notstand bei der Entsorgung asbesthaltiger Dachpappenabfälle. Anlass für die Sorge sind die von der Sonderabfallgesellschaft Brandenburg/Berlin jüngst veröffentlichten weiterführenden Hinweise. Der Verband mahnt „konstruktive Lösungen“ an, bevor die Mengen an faserhaltigen Dachpappen durch einen „unpraktikablen Vollzug“ nicht mehr abfließen.
Wie der Verband in einer Stellungnahme erklärte, hätten die Hinweise die kritische Situation eher verschärft als beruhigt. Im Merkblatt werde die Prüfung von Dichtungsbahnen auf karzinogene Fasern mit einer Prüfmethode, deren Nachweisgrenze deutlich unter 0,1 Prozent Masseanteil liegt, gefordert.
Die bisherige Maßgabe, dass „kein Asbest“ in Recyclinganlagen gelangen dürfe, sei anders als mit „eine gefundene Faser“ zu fassen. Abfälle mit einem Gehalt von unter 0,1 Masseprozent Asbest sollten unter Berücksichtigung der Anforderungen aus der TRGS 517 in den Verwertungsprozess gegeben werden können. Der Grenzwert von 0,1 Masseprozent im Input der Behandlungsanlage wäre gerechtfertigt, wenn für sämtliche Produkte im Outputstrom der Abfallverwertung der Grenzwert von 0,008 Masseprozent nicht überschritten werde.
Der BDE fordert eine pragmatische Entscheidung, um die Situation durch geeignete Entsorgungswege für nicht trennbare Asbestprodukte, wie z. B. Dachbahnen, zu entspannen. Denn aktuell sei keine Entsorgung dieser Abfälle in der Thermik zugelassen. Die Beseitigung faserhaltiger Dachpappe auf Deponien der Klasse III und IV gestalte sich immer schwieriger, schreibt der BDE. Ab Januar würden die Entsorgungsmengen rigoros eingeschränkt und die Entsorgungspreise drastisch erhöht.
Es werde versucht, die Mengen abzuwehren, weil Sonderabfalldeponien ausschließlich für gefährliche Abfallströme mit einem Fasergehalt über 0,1 Masseprozent genutzt werden. „Die Entsorgungssicherheit ist gefährdet, da durch die verschärften Anforderungen (Nullfaser) die Materialien von den bisherigen Verwertungswegen in die Beseitigung gedrängt werden und hier die Mengen ansteigen, parallel dazu aber die Deponiekapazitäten gedrosselt werden.“

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