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Aurubis strebt externes Wachstum im Multi-Metall-Recycling an

Der Kupferproduzent und -recycler Aurubis möchte weiter wachsen. Neben dem im letzten Jahr angestoßenen internen Wachstumsprojekt FCM (Future Complex Metallurgy) setzt das Hamburger Unternehmen dabei auch auf externes Wachstum. „Wir wollen künftig stärker als bisher das externe Wachstum gestalten“, sagte der im Sommer aus dem Konzern ausscheidende Vorstandsvorsitzende Jürgen Schachler im gestern veröffentlichten Konzernbericht 2017/18. „Interessante Synergien“ könnten sich Schachler zufolge etwa im Multi-Metall-Recycling ergeben, wo die Aurubis AG durch ihre Technologieführerschaft bereits Wettbewerbsvorteile habe.
Konkrete Übernahmeziele nennt der Konzern nicht. Als praktisch schuldenfreies Unternehmen habe Aurubis aber einen komfortablen Spielraum hinsichtlich der Transaktionsgröße. Ganz allgemein könne man sich bis zum Faktor 3 des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ebitda) verschulden, ohne Auflagen von Kreditinstituten zu verletzen, erläutert William Scotting, der bei Aurubis für die Unternehmensentwicklung zuständig ist. „Wir gehen allerdings davon aus, dass wir eher kleinere bis mittlere Zukäufe tätigen werden als eine große Transaktion.“
Im kürzlich abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 (1.10.-30.9.) erwirtschaftete Aurubis den Angaben zufolge eines der besten Ergebnisse der Unternehmensgeschichte. Der Konzernumsatz erhöhte sich um sechs Prozent auf 11,7 Mrd €, das operative Ebitda lag bei 462 Mio € (Vorjahr: 440 Mio €). Das operative Vorsteuerergebnis (EBT) als wichtigste Konzernsteuerungsgröße stieg um zehn Prozent auf 329 Mio €. Allerdings liegt das Ergebnis damit unter den noch im Sommer kommunizierten Erwartungen, als Aurubis einen Anstieg des EBT um bis zu 15 Prozent voraussagte. Ungeplante Wartungsstillstände an den Produktionsstandorten Hamburg und Lünen im vierten Quartal belasteten das Ergebnis, begründet das Unternehmen.
Auch im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2018/19 kam es erneut zu ungeplanten Stillständen in Hamburg, Lünen sowie im bulgarischen Pridop, die laut Aurubis zu einer Ergebnisbelastung in Höhe von 25 Mio € führen. Hinzu kommen weitere geplante gesetzliche Stillstände in Lünen und Pirdop, die nochmals mit rund 20 Mio € zu Buche schlagen. Angesichts dieser Entwicklungen rechnet Aurubis für das Geschäftsjahr 2018/19 mit einem moderaten Ergebnisrückgang.
Einen ausführlichen Bericht zu den aktuellen Entwicklungen und Plänen von Aurubis lesen Sie in der kommenden Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 51/2018.

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