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EU-Parlament für strengen Grenzwert für DecaBDE

Das Europäische Parlament hat am Donnerstag einem strengen einheitlichen Grenzwert von zehn ppm für den bromierten Flammhemmer DecaBDE in der EU-Verordnung über persistente organische Schadstoffe (POP) zugestimmt. Ein von der EVP-Fraktion unterstützter Änderungsantrag wurde abgelehnt, der unbeabsichtigte Verunreinigungen von bis zu 1000 ppm in Recyclingmaterial und daraus hergestellten Artikeln zugelassen hätte.
Die europäische Recyclingwirtschaft warnt, dass der strenge Grenzwert das Aus für das Recycling von Kunststoffabfällen aus Elektro- und Elektronikaltgeräten und Altfahrzeugen bedeuten würde. Damit würde auch die Einhaltung der Recyclingvorgaben für Altgeräte und Altautos bedroht. Für das betroffene Material verbliebe nur die Beseitigung als Sondermüll durch Verbrennung.
Die Abstimmung im Europäischen Parlament war noch nicht die endgültige Entscheidung. Die Positionierung der Mitgliedstaaten der EU zur POP-Verordnung steht noch aus. In den dann folgenden Verhandlungen der beiden Ko-Gesetzgeber Rat und Parlament könnten die EU-Staaten möglicherweise den höheren Grenzwert für Recyclingmaterial durchsetzen.

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