Scrollen!

GRS sieht aktuell keinen Handlungsbedarf für Batterie-Sammelstellen

Angesichts der laufenden Diskussionen um die Neuordnung der Batteriesammlung in Deutschland rät das Gemeinsame Rücknahmesystem (GRS) von „unüberlegtem Aktionismus“ ab. Im Markt kursierten aktuell „teilweise sehr unterschiedliche, verwirrende Informationen“ zum Batteriegesetz und der Batterierücknahme. Dabei werde auch der Eindruck erweckt, dass insbesondere für Sammelstellen ein dringender Handlungsbedarf bestehe – zum Beispiel, dass eine Umstellung der Entsorgung von GRS auf die herstellereigenen Rücknahmesysteme erforderlich sei. Dies sei nicht so, betont die Stiftung GRS in einer aktuellen Mitteilung: „Die Entsorgungssicherheit durch das Gemeinsame Rücknahmesystem ist wie gewohnt auf höchstem Sicherheitsstandard gesetzlich garantiert.“
Anlass für die Bestrebungen zur Neuordnung des Systems zur Batterieentsorgung waren wiederholt von Seiten der GRS vorgebrachte Klagen über Wettbewerbsverzerrungen zugunsten der herstellereigenen Systeme. Im Zuge dessen hatte die GRS auch eine Reihe ihrer Sammelangebote eingeschränkt. Erneuert hat GRS die Beschwerden über einen unfairen Wettbewerb erst kürzlich in ihrerReaktion auf ein Gerichtsurteil, welches zugunsten des Rücknahmesystems CCR Rebat ausgefallen war.
Das Bundesumweltministerium hatte im Frühjahr ein erstesEckpunktepapier zur Neufassung des BattG vorgelegt. Die Pläne sehen unter anderem vor, dass GRS zum Auffangsystem umgebaut wird und die Hersteller zur Teilnahme an einem herstellereigenen Rücknahmesystem verpflichtet werden. Zum derzeitigen Zeitpunkt sei aber nicht absehbar, wie eine konkrete Gesetzesänderung aussehen wird und wann etwaige Neuregelungen in Kraft treten, betont GRS Batterien. Daher bestehe aktuell kein Handlungsbedarf.
Tatsächlich stoßen die Pläne des BMU zur Neuordnung der Batteriesammlung bisher auf wenig Zustimmung. So stehen der geplanten Gesetzesänderung nicht nur die herstellereigenen Systeme kritisch gegenüber, sondern auch der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft. In seiner Stellungnahme zum aktuellen Eckpunktepapier des Bundesumweltministeriums befürchtet der BDE vor allem eine Zerstückelung des bestehenden Systems. „Das System, welches für die erfolgreiche Erfüllung der Recyclingquote in Deutschland steht, für welches wir von dem ein oder anderen europäischen Mitgliedsland beneidet werden, würde mit der Umsetzung des Eckpunktepapiers abgeschafft“, heißt es in dem Schreiben an das Ministerium.
Einen ausführlichen Bericht zur Stellungnahme des BDE lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 38/2018. Der Artikel steht bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

Aktuelles bei Wenner

  • 4. November 2019

    Unser gemeinschaftliches Engagement für dieses Jahr, um noch mehr CO2 einzusparen …

    Hier zählen für uns auch die kleinen Schritte zur CO2-Ersparnis, deshalb haben wir in diesem Jahr die Idee gleich zu […]

    Mehr erfahren
  • 18. Oktober 2019

    Reduzierung von Kunststoffverpackungen zugunsten von Pappe …

    KARTON MIT KUNSTSTOFFFREIER ÖKOBARRIERE Verbraucher und Markenhersteller haben großen Bedarf angemeldet an nachhaltigeren Alternativen zu Plastikverpackungen und dies überall auf […]

    Mehr erfahren
  • 8. Oktober 2019

    Wir engagieren uns beim Thema Ausbildung …

    der gemeinsam mit •   der Stadt Versmold, •   IGEV, der Interessengemeinschaft Einkaufsstadt Versmold •   IG-GV, der Interessengemeinschaft […]

    Mehr erfahren
  • 24. September 2019

    Kartonagen besonders für wohlüberlegte, schnelle Entschlüsse …

    Sie benötigen zeitnah Kartonagen für Ihre Waren, um diese geschützt zu Ihren Kunden oder zum Verbraucher zu transportieren und dann […]

    Mehr erfahren
  • 9. September 2019

    „Wälder für immer für alle“ …

    eine Initiative von FSC. Wir alle sind gefordert, eine gesunde, intakte Umwelt an unsere Kinder weiterzugeben, in der es für […]

    Mehr erfahren
  • 20. August 2019

    Recycling-Material 

    … einsetzen, wo es perfekt geht! Mit Verpackungen aus Vollpappe können Sie zu Recht ein reines ökologisches Gewissen haben, denn […]

    Mehr erfahren
  • 8. August 2019

    Wir entwickeln Lösungen, wo wir gefordert sind …

    Es gibt sehr viele Produkt-Bereiche, aber eines ist klar: jedes Produkt braucht seine spezifische Verpackung. Egal, ob • z.B. für […]

    Mehr erfahren
  • 22. Juli 2019

    Vollpappe, der perfekte Werkstoff …

    Kunststoff zu ersetzen ist in vielen Bereichen nicht ganz einfach, aber in der Verpackungsindustrie wird der Rohstoff VOLLPAPPE mit großem […]

    Mehr erfahren
  • 8. Juli 2019

    ENERGIEWENDE: Wir stecken uns seit Jahren hohe Ziele!

    Auf der Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21) im Dezember 2015 haben sich 195 Länder erstmals auf ein allgemeines, rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzübereinkommen geeinigt. Das 2020-Paket […]

    Mehr erfahren
  • 24. Juni 2019

    EU verbannt Plastik-Produkte

    Nun geht es zur Sache: ab 2021 soll die vereinbarte Kunststoff-Richtlinie in der gesamten EU umgesetzt werden, um die Gesundheit […]

    Mehr erfahren