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Brexit: RDF Industry Group wirbt für exportfreundliche Rahmenbedingungen

Die RDF Industry Group wirbt dafür, die exportfreundlichen Rahmenbedingungen für Ersatzbrennstoffe auch nach dem Brexit beizubehalten. Neben entsprechenden rechtlichen Regelungen zählt die Industriegruppe unter anderem eine grundsätzliche Zollfreiheit für den Export von Ersatzbrennstoffen (EBS).
Würden die EBS-Exporte von Großbritannien auf den europäischen Kontinent in Folge des Austritts der Briten aus der Europäischen Union zum Erliegen kommen, müssten 3,6 Mio Tonnen Abfall auf Deponien entsorgt werden, warnt die Gruppe in ihrem im Juni erschienenen Papier „Waste Export: Brexit Briefing Note“. Zur RDF Industry Group gehören zahlreiche, am britischen EBS-Export partizipierende Unternehmen, darunter Remondis, der Bremer Energieversorger swb, die GMVA in Oberhausen sowie Twence, Suez und Veolia.

EBS-Exporte sind umweltfreundlich und flexibel, so die RDF-Gruppe

Die Gruppe erinnert unter anderem an die Vorteile, die der EBS-Export auf den europäischen Kontinent auch für Großbritannien mit sich bringt: So werde der Abfall in modernen Anlagen thermisch behandelt statt ihn auf Deponien abzukippen. Durch die Exporte seien im Jahr 2016 rund 700.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart worden. Das entspricht nach Darstellung der RDF Industry Group dem Treibhausgas-Ausstoß von rund 740.000 Autos. Die Kohlendioxid-Emissionen, die durch die Abfalltransporte entstehen, seien demgegenüber vernachlässigbar gering. Selbst der Transport nach Schweden mache nur vier Prozent der Treibhausgas-Emissionen des gesamten Abfallbehandlungsprozesses aus.
Ein weiterer Vorteil des EBS-Exportes liegt nach Ansicht der Unternehmen in der Flexibilität. Die meisten Entsorgungsverträge hätten vergleichsweise kurze Laufzeiten von nur einigen Jahren, so dass geänderte Zielsetzungen in der Abfallpolitik schneller von der Entsorgungswirtschaft umgesetzt werden könnten als bei einer eigenen Infrastruktur, deren Aufbau in der Regel mit langen Entsorgungsverträgen finanziert und abgesichert wird.
Den vollständigen Artikel lesen Sie in Ausgabe 37/2018 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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